Hanna Schmitt vom TV/DJK Hammelburg gab bei den nordbayerischen Mehrkampf-Meisterschaften ihr Siebenkampf-Debüt in der Frauenklasse. Im mittelfränkischen Oberasbach verpasste sie nur knapp die Norm zur Deutschen U23-Meisterschaft und wurde Zweite. Mit ihren starken 4438 Punkten schob sie sich auf Rang zwei der Bayerischen U23-Rangliste. Kurz nach Abschluss der langen Volleyball-Saison ist Hanna Schmitt Anfang Mai in die Leichtathletik-Saison eingestiegen. Nach den Kreismeisterschaften in Bad Kissingen schnupperte sie in Gelnhausen Siebenkampf-Luft. Aufgrund von Rückenproblemen verzichtete die Westheimerin auf eine Fortführung des Wettkampfes am zweiten Tag. Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Darmstadt war Hanna Schmitt im Hochsprung am Start und wurde mit übersprungenen 1,60 Meter Achte.
Jetzt bei den nordbayerischen Meisterschaften startete die 20-Jährige nicht optimal in den Siebenkampf. Über die 100 Meter Hürden verhinderte starker Gegenwind eine bessere Zeit als die 16,33 Sekunden, die die Studentin über die zehn knapp 84 Zentimeter hohen Hindernisse benötigte. Im Hochsprung sprang keine der vierzehn Mehrkämpferinnen höher als die TV/DJK-lerin. Mit ihren 1,65 Metern blieb die bayerische Hochsprung-Vizemeisterin der U20 und U23 nur einen Zentimeter unter ihrer persönlichen Bestleistung. Ihr Versuch über die Höhe von 1,68 Metern zeigte, dass diese in diesem Jahr sicherlich machbar ist.
Hausrekord im Kugelstoßen
Ein neuer Hausrekord war aber im Kugelstoßen fällig. Auf sehr gute 10,86 Meter beförderte Hanna Schmitt die vier Kilogramm schwere Kugel und war damit wieder einigermaßen auf Kurs im Siebenkampf. „Beim Lauf über die 200 Meter herrschten noch immer erschwerende Windverhältnisse. Deshalb mussten wir auch hier mit der Zeit von 27,83 Sekunden zufrieden sein. Um die anvisierte Qualifikationsnorm zur Deutschen Meisterschaft zu erreichen, muss ein starker zweiter Tag folgen“, äußerte sich Vater und Trainer Heiko Schmitt zum Abschluss des ersten Tages.
Hanna Schmitt startete am zweiten Tag ihre Aufholjagd mit hervorragenden 5,20 Metern im Weitsprung. Nur einmal in ihrer Laufbahn sprang sie weiter.
Den 600 Gramm schweren Speer warf sie 32,67 Meter weit. Eine zufriedenstellende Leistung, auch wenn sie im vergangenen Jahr bereits einen Wurf über 35 Meter zu verzeichnen hatte. Nach einem Blick in die Punktetabelle des Mehrkampfes war klar, dass sie im abschließenden Lauf über 800 Meter eine neue Bestleistung benötigte, um die Norm zu packen. Trotz des nach wie vor böigen Windes gab sie auf den zwei Runden alles. In für sie guten 1:37,85 Sekunden verpasste sie nur um wenige Zehntel Sekunden ihre persönliche Bestleistung. Ärgerlich, dass ihr damit exakt eine Sekunde und damit zwölf Punkte zur Erfüllung der Qualifikationsnorm fehlten.
Dennoch war es für Hanna Schmitt ein gutes Resultat zu Beginn der Saison. Nur einmal hatte sie bisher etwas mehr, als die 4438 Punkte von Oberasbach, im Siebenkampf erreicht. Die Norm für die deutschen U23-Meisterschaften will Hanna Schmitt wieder Ende Juli bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften attackieren. Davor will sie auch bei den bayerischen U23-Einzel-Meisterschaften am 15. und 16. Juli in Ingolstadt erfolgreich sein. An dem einen oder anderen Leichtathletik-Meeting wird Hanna Schmitt, wie es bei Mehrkämpfern üblich ist, sicherlich auch noch teilnehmen.









