Schwere Beine, keuchender Atmen, viel Seitenstechen und schier endlos wirkende Strecken nahmen mir früher die Lust am Joggen. Nach meinem zehnwöchigen Selbst-Test ist das nun anders: Beim Pinklauf in Bad Brückenau habe ich zum ersten Mal die Zehn-Kilometer-Marke geknackt - und das sogar schneller als gedacht.
Motiviert durch die Zurufe der Streckenposten, das Anfeuern der Feuerwehr und den Teamgeist unter den unzähligen Läuferinnen und Läufern vergingen die zehn Kilometer quasi wie im Flug. Von der Menge mitgerissen, erzielte ich sogar meine persönliche Bestzeit.
Teamgeist statt Konkurrenz in Bad Brückenau
Nach einer 2,3 Kilometer langen Aufwärmrunde ging es an den Startpunkt des Pinklaufs auf dem Marktplatz in Bad Brückenau. Unzählige Läuferinnen und Läufer in pinken Oberteilen und Jacken warteten an der Linie bereits gespannt auf den Startschuss. 7,77 Kilometer standen an. Die Stimmung: ausgelassen.
Von der Stadt aus ging es los in Richtung Staatsbad, einmal um das Hotel Dorint herum und auf gleichem Weg wieder zurück. Durch das viele Grün, einen relativ ebenen Streckenverlauf und mehrere Versorgungsstationen ließen sich die Kilometer - zumindest für mich - gut bewältigen.
Mitgerissen durch die Euphorie der Menge verging die Zeit schnell, die knapp acht Kilometer des Laufes waren kein Problem. Um einen herum nur lachende, gute gelaunte, teilweise sogar singende Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neid und Missgunst unter den Laufenden: absolute Fehlanzeige. Eher im Gegenteil. Zurufe wie "Du schaffst das", "Super Leistung" oder "Weiter so" hoben die Laune an und ließen die eigenen Schritte sogar noch ein wenig schneller werden. Der Frust der letzten Trainings-Wochen war sofort vergessen.
Von den Gefühlen überwältigt
Glücklich, stolz und ein wenig erleichtert ging es für mich schließlich ins Ziel. Ich habe es geschafft und kann nun bestätigen: Zehn Kilometer in zehn Wochen sind machbar.
Was ich bei meinem Selbstversuch gelernt habe? Egal ob Laufen, Joggen, Walken oder Radfahren: Sport soll Spaß machen - ohne Druck und mit Freude an der Bewegung. Ist die Leistung mal geringer als gewöhnlich, auch kein Problem. Also hier mein Tipp an Sie, liebe Leserinnen und Leser: Probieren Sie es aus. Schwingen Sie die Füße vom Sofa und schmeißen sich in ihre Sportklamotten. Gehen Sie spazieren, fahren Fahrrad, eine Runde joggen oder machen, worauf auch immer Sie Lust haben, denn am Ende zählt nur: Jeder, der sich bewegt, ist ein Gewinner!
Alle Hintergründe zum Pinklauf finden Sie hier:










