Volleyball 2. Liga
Brutal starker Kampfgeist der Hammelburger
Branko Damjanovic (rechts) schmettert am Dachauer Abwehr-Block vorbei und Trainer Philipp Fischer verfolgt gespannt den Angriffsball seines Spielers im Hintergrund. Damjanovic wurde nach dem Spiel hochverdient zum „MVP“ gewählt.
Branko Damjanovic (rechts) schmettert am Dachauer Abwehr-Block vorbei und Trainer Philipp Fischer verfolgt gespannt den Angriffsball seines Spielers im Hintergrund. Damjanovic wurde nach dem Spiel hochverdient zum „MVP“ gewählt.
Jens Feistel
Thomas Sturm von Thomas Sturm Saale-Zeitung
Hammelburg – Die Volleys zeigen eine bärenstarke kämpferische Leistung und bezwingen den ASV Dachau im Tie-Break. Trainer Philipp Fischer hadert mit den eigenen Fehlern und zeigt positive Emotionen.

Hammelburg Volleys – ASV Dachau 3:2 (25:19, 23:25, 23:25, 25:22, 15:11).

Wenn das mal kein Arbeitssieg der Hammelburger Volleys war. Nach dem Abrutschen auf einen Abstiegsplatz wollten die Volleys unbedingt gewinnen. Das merkte man dem Team an, auch wenn es immer wieder erhebliche Schwächephasen gab. „Gerade wenn wir komfortabel geführt haben, sind uns immer wieder Fehler passiert“, ärgerte sich Trainer Philipp Fischer nach dem Spiel.

Der Druck auf dem Kessel war mächtig groß nach der Mühldorf-Niederlage. Erstmals seit dem Zweitliga-Aufstieg 2015 rutschten die Hammelburger auf die gefährlichen Plätze ab, doch die Mannschaft setzte ein Zeichen und kämpfte brutal stark gegen mächtig gut aufspielende Gäste aus Dachau. Die reisten mit einer Serie von fünf gewonnenen Spielen an und taten den Hammelburgern teilweise richtig weh. Die eigene Annahme funktionierte phasenweise gar nicht mehr und Zuspieler Lennart Fuchs und später Finn Jansen mussten viel laufen, um die Bälle überhaupt weiterspielen zu können. Meistens unter Druck zu ungenau auf außen und da lauerten die Gäste und blockten die Hammelburger Angriffsbälle reihenweise ab.

Teilweise unfassbar lange Ballwechsel

Der Beginn ins Match war gut und der erste Satz am Ende doch klar gewonnen für das Fischer-Team. Aber man konnte es schon erahnen, dass es wirklich kein leichtes Spiel wird mit teilweise unfassbar langen Ballwechseln. Mit positiver Emotion war auch Trainer Philipp Fischer voll dabei und pushte sein Team immer wieder. Die Führungen wechselten im Minutentakt. Und wenn sich Hammelburger leicht absetzen konnten, passierten die Fehler. Moritz Rauber, Nils Rehmeier, Finn Jansen oder Branko Damjanovic verschlugen in einigen wichtigen Situationen ihre Aufschläge. Mit eben solch einem Fehler beendete Branko Damjanovic sogar den zweiten Satz zum 1:1-Ausgleich der Gäste. Im dritten Durchgang war es Joshua Schneider, der ebenfalls einen Aufschlag ins Aus setzte und dem ASV wieder den Ausgleich zum 22:22 ermöglichte, auch wenn er ein gutes Spiel ablieferte und einige wichtige Punkte erzielte. Wieder kippte der Satz für die Gäste und die Oberbayern lagen plötzlich mit 2:1 vorne.

Ein Wahnsinns-Ballwechsel

Mit einem Wahnsinns-Ballwechsel und Punkterfolg durch Branko Damjanovic ging es gut los für Hammelburg im vierten Satz. Sie lagen lagen vorne, leisteten sich aber wieder zu viele Ungenauigkeiten. Dachau war zur Stelle und glich zum 18:18 aus. Es ging richtig knapp zu und beim 22:22 drehte der Satz endgültig für Hammelburg. Das Heimteam lag mit 24:22 vorne und bei eigenem Aufschlag ereignete sich kurioses. Dachau stand mit der falschen Aufstellung auf dem Feld und der Schiedsrichter pfiff ab und der Satzball ging kampflos an Hammelburg.

Der Ausgleich war geschafft und die Saaletalhalle tobte. Es ging also in den Tie-Break und Branko Damjanovic war jetzt so richtig heiß gelaufen. Mit einer Aufschlag-Serie stellte der auf 7:4. Hammelburg konnte nun den Vorsprung verteidigen und zum Ende hin ausbauen. Mit einem Aufschlag ins Aus und einer konfusen Abwehraktion der Dachauer hatte Hammelburg nun Matchball und nutzte diesen konsequent zum 3:2-Heimsieg.

Die Volleys rücken damit in der Tabelle wieder einen Platz nach vorne und tauschen mit den Dresdnern. Branko Damjanovic wurde als „MVP“ geehrt und hatte die Auszeichnung mehr als verdient.

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