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Coburg gastiert beim Primus
FCC-Trainer Schiebel: „Brutal schwierige Situation"
Kann es noch am Ball: FCC-Coach Calle Schiebel. Mit seiner Mannschaft steht er in der Bayernliga Nord allerdings unter Druck.
Kann es noch am Ball: FCC-Coach Calle Schiebel. Mit seiner Mannschaft steht er in der Bayernliga Nord allerdings unter Druck. // Hagen Lehmann
Signet des Fränkischen Tags von Coburger Tageblatt
Coburg – Nach zwei empfindlichen Klatschen muss der FC Coburg am Sonntag beim Bayernliga-Spitzenreiter ASV Neumarkt ran. Gelingt ausgerechnet beim Primus ein Husarenritt?

Ernüchterung, aber keineswegs Resignation. Zwar spricht Coburgs Bayernliga-Trainer Carl-Philipp Schiebel von einer „brutal schwierigen Phase“, in der sich seine Vestekicker derzeit befänden, doch tatenlos wollen sich er und seine Mannen nicht ergeben. Ganz im Gegenteil:  „Man kommt aus so einer Situation nicht mit ein bisschen Ballstreicheln heraus. Gerade jetzt ist harte Arbeit und sehr viel Wille gefragt.

Und nichts anderes fordere ich von meinen Jungs“, sagt der Coach des FC Coburg (15./14 Punkte) vor dem letzten Hinrundenspiel beim Tabellenführer ASV Neumarkt (1./30 Punkte).

Gute Gespräche sind wichtig

„Brutal“ sei diese Phase gleich aus mehreren Gründen: „Es waren schon zwei richtige Klatschen innerhalb von nur einer Woche“: 1:7 in Ingolstadt und 0:6 zu Hause gegen Weiden. Solche niederschmetternden Ergebnisse würden natürlich etwas mit einer Mannschaft machen: „Wir sind jetzt sehr gefragt, gute Gespräche mit den Spielern zu führen.“

„Brutal“ ist bei einem Blick auf die aktuelle Bayernliga-Tabelle aber auch der nächste Gegner, denn mit dem ASV Neumarkt wartet am Sonntag, 2. November, ab 14 Uhr ausgerechnet der momentane Spitzenreiter aus der Eliteliga des Freistaats. Und der will mit einem weiteren Heimdreier die Vorrunde als „Herbstmeister“ beenden.

Bayernliga Nord

ASV Neumarkt (1./30 Punkte) –  FC Coburg (15./14 Punkte)

Und „brutal“, so Schiebel weiter, ist letztendlich auch die personelle Situation des FCC: Zahlreiche Leistungsträger seien verletzt, angeschlagen oder wie Leonard Späth jetzt auch noch gesperrt. „Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und werden versuchen, den großen Favoriten am Sonntag zu ärgern.“ Mit guten Gesprächen alleine sei es aber nicht getan, so Schiebel weiter. „Die Spieler sind jetzt auch gefragt, sie müssen untereinander auch viel reden, die Situation realistisch und selbstkritisch analysieren, um dann den Gesprächen auf dem Platz Taten folgen zu lassen.“

Schießbude der Bayernliga

Denn genau dies sei zuletzt nicht passiert. Vorgaben vom Trainerteam seien nur mangelhaft oder gar nicht umgesetzt worden. Gerade in der Verteidigung hätten sich gegen Ingolstadt und Weiden ungeahnte Schwächen offenbart. Das Aufbauspiel war laut Schiebel schlampig und lud die gegnerischen Sturmreihen des öfteren zu Toren regelrecht ein. „Kompromissloser und schnörkelloser“ sollen die FCC-Spieler agieren, fordern Schiebel und sein Assistenz Fritz Kühnlenz. Schließlich will keiner der „Roten“, dass die Vestekicker zur „Schießbude der Bayernliga“ avancieren.

Nur mit einer überzeugenden kämpferischen Leistung kann es gelingen, dass endlich mal wieder die Null steht. Auch der 26-jährige Torhüter Luis Krempel muss sich auf der Zielgerade 2025 noch einmal steigern und das Spielglück wieder erarbeiten. Zwei, drei gute Paraden würden dem zuletzt bei Standardsituationen unsicher wirkenden Schlussmann das abhanden gekommene Selbstvertrauen zurückgeben. Und genau das ist für eine Nummer eins eminent wichtig, um den Vorderleuten in solch schwierigen Situationen helfen zu können.

ASV ist keine Übermannschaft

Im Klartext: Beim Primus muss am Sonntag alles passen. Mut machen sollte den Vestekickern, dass auch der Tabellenführer keine Übermannschaft ist. Das letzte Heimspiel verloren die Oberpfälzer gegen den SC Eltersdorf mit 0:2. Und wie eng die meisten ihrer bisherigen 15 Vorrundenpartien waren, belegt auch das Torverhältnis: Mit 31:22  –  also lediglich plus 9 –  ergatterten sie stolz 30 Punkte. Bei Heimspielen schoss der ASV im Schnitt keine zwei Tore. Doch von solchen Zahlenspielereien werden sich Schiebel & Co. nicht täuschen lassen.  Jetzt müssen Taten folgen. phb

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