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Das ist das neue Führungsteam
Neuwahlen und Reformen: So lief der Kreistag in Sonnefeld
Der Kreistag Coburg/Kronach/Lichtenfels fand in der Domäne Sonnefeld statt. 152 Stimmberechtigte waren dabei.
Der Kreistag Coburg/Kronach/Lichtenfels fand in der Domäne Sonnefeld statt. 152 Stimmberechtigte waren dabei. // Fabian Frühwirth/BFV
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Sonnefeld – Der Spielkreis Coburg/Kronach/Lichtenfels hat seine Führungsriege beim Kreistag in Sonnefeld neu gewählt. Dabei bleibt vieles beim Alten, eine Position bleibt jedoch unbesetzt.
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Das Wahljahr des Bayerischen Fußballverbands bringt in den kommenden Monaten so einige Sitzungen mit sich. 22 Kreistage, sieben Bezirkstage und der Verbandstag Anfang Mai stehen auf dem Programm. Am Samstag fand in Sonnefeld (Landkreis Coburg) der Kreistag im Spielkreis Coburg/Kronach/Lichtenfels statt. Der Kreistag für den Kreis Bamberg/Bayreuth/Kulmbach folgt am Mittwoch (19 Uhr) in der Kulmbacher Stadthalle.

Im Mittelpunkt der Tagung in der Domäne Sonnefeld stand die Wahl der Führungsmannschaft. 152 Personen waren stimmberechtigt. Ulrich Pochmann ist dabei als Vorsitzender im Amt bestätigt worden. Für den 56-Jährigen aus Marktgraitz war es nach 2022 die zweite Wiederwahl. Egon Grünbeck bleibt Kreis-Spielleiter.

Friedrich Amschler tritt nicht mehr an

Bewegung gab es indes bei der Kreisjugendleitung. Friedrich Amschler hatte recht kurzfristig auf eine neuerliche Kandidatur verzichtet. Anita Petermann tritt die Nachfolge an. Bis zum Kreistag war sie Beauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball. Diese Position bleibt zunächst vakant und soll durch Präsidiums-Berufung besetzt werden. 

Der in Sonnefeld neu gewählte Kreis-Ausschuss Coburg/Kronach/Lichtenfels: (von links) Bezirks-Vorsitzender Thomas Unger, Siegfried Baier (Kreis-Sportgerichtsvorsitzender), Anita Petermann (Kreis-Jugendleiterin), Ulrich Pochmann (Kreis-Vorsitzender), Egon Grünbeck (Kreis-Spielleiter), Markus Kleuderlein (Kreis-Schiedsrichterobmann) und Michael Deuerling (Kreis-Ehrenamtsbeauftragter).
Der in Sonnefeld neu gewählte Kreis-Ausschuss Coburg/Kronach/Lichtenfels: (von links) Bezirks-Vorsitzender Thomas Unger, Siegfried Baier (Kreis-Sportgerichtsvorsitzender), Anita Petermann (Kreis-Jugendleiterin), Ulrich Pochmann (Kreis-Vorsitzender), Egon Grünbeck (Kreis-Spielleiter), Markus Kleuderlein (Kreis-Schiedsrichterobmann) und Michael Deuerling (Kreis-Ehrenamtsbeauftragter). // Fabian Frühwirth/BFV

Markus Kleuderlein wurde bereits von den Schiedsrichtergruppen als Kreis-Schiedsrichterobmann wiedergewählt und ist nun vom Kreistag bestätigt worden. Als alter und neuer Kreis-Sportgerichtsvorsitzender soll Siegfried Baier zusammen mit Michael Deuerling als alter und neuer Kreis-Ehrenamtsbeauftragter im Nachgang des Kreistags dem BFV-Präsidium zur Berufung vorgeschlagen werden.

Kreis-Reform in Oberfranken: So geht es weiter

Erste Informationen gab es zur geplanten Reform der drei oberfränkischen Fußball-Kreise. Bezirks-Vorsitzender Thomas Unger kündigte für die kommenden vier Jahre einen zwangsweisen neuen Zuschnitt an. „Kriterium ist die Zahl der Vereine mit Herren-Mannschaften, die am aufstiegsberechtigten Spielbetrieb teilnehmen“, sagte Unger.

Mindestens 100 Vereine sieht die BFV-Satzung vor, um einen eigeständigen Kreis bilden zu können. Aktuell liegen die Kreise Bamberg/Bayreuth/Kulmbach (164) sowie Coburg/Kronach/Lichtenfels (120) über der Sollzahl. Unter dieser Zahl liegt allerdings der Kreis Hof/Tirschenreuth/Wunsiedel mit 85 Klubs.

Der Kreis-Vorsitzende Ulrich Pochmann
Der Kreis-Vorsitzende Ulrich Pochmann // Fabian Frühwirth/BFV

 „Klar ist, dass wir eine zukunftsfähige Lösung brauchen. Das wollen wir in den nächsten Monaten angehen. Wir werden das nicht allein machen, sondern gemeinsam mit Euch. In einer AG werden wir Modelle erörtern. Deshalb heute die erste Information, die ihr mitnehmen und in euren Vereinen diskutieren sollt“, sagte Unger. Der weitere Zeitplan: Für das Jahr 2028 ist ein außerordentlicher Bezirkstag geplant, der die bis dahin erarbeitete Neuaufteilung verabschieden soll. 

Neben Unger war auch BFV-Präsident Christoph Kern vor Ort. In seiner Rede thematisierte er unter anderem Herausforderungen wie den ab dem Schuljahr 2026/27 in Deutschland geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, den Schulterschluss mit den bayerischen Profiklubs und die daraus resultierende Kinderfußball-Allianz.

Glückwünsche: BFV-Präsident Christoph Kern und der Bezirks-Vorsitzende Thomas Unger (r.) gratulieren dem Kreis-Vorsitzenden Ulrich Pochmann (Mitte) zur Wiederwahl.
Glückwünsche: BFV-Präsident Christoph Kern und der Bezirks-Vorsitzende Thomas Unger (r.) gratulieren dem Kreis-Vorsitzenden Ulrich Pochmann (Mitte) zur Wiederwahl. // Fabian Frühwirth/BFV

Drei möglichen Reformen im Spielbetrieb 

Diskutiert werden aktuell einige mögliche Reformen im Spielbetrieb. Die Teilnehmer des Kreistags stimmten dabei über drei Themenkomplexe ab.

  • Der erste Diskussionspunkt war, ob die Verlängerung bei Entscheidungs- oder Relegationsspielen beibehalten werden soll oder aber analog zu den Toto-Pokal-Partien (bei Unentschieden nach 90 Minuten entscheidet das Elfmeterschießen) vorgegangen werden soll. Ergebnis: 90,3 Prozent stimmten für die Beibehaltung der Verlängerung, 9,7 Prozent waren für eine Abschaffung.
  • Zudem ist abgefragt worden, inwieweit eine Gelb-Rote Karte im Erwachsenenbereich automatisch eine Sperre von einem Spiel für den betroffenen Spieler oder die betroffene Spielerin nach sich ziehen soll. Aktuell hat eine Gelb-Rote Karte keine Folge für das darauffolgende Spiel. 87,1 Prozent stimmten gegen die Einführung einer automatischen Spielersperre nach einer Gelb-Roten Karte, 12,9 Prozent waren für die Einführung. 
  •  Schließlich ist ein Stimmungsbild zum weiteren Vorgehen bei Zeitstrafen eingeholt worden – die Kriterien für das Verhängen von Zeitstrafen hatte der DFB modifiziert. Diese dürfen fortan nur bei bestimmten Vergehen (Simulieren, absichtliches Verzögern, Protestieren, Verhindern eines aussichtsreichen Angriffs durch Halten, Ziehen, absichtliches Handspiel oder unzulässiges Antäuschen bei der Strafstoßausführung) verhängt werden. Demnach lautet die Frage: „Soll der BFV die Zeitstrafe im Erwachsenen- und Jugendbereich trotz der Änderungen und der erklärungsbedürftigen Handhabung beibehalten?“ Hier sprachen sich 66,5 Prozent dafür aus, 33,5 Prozent dagegen. 

 

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