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Fußball-Landesliga Nordwest
Vor 1150 Zuschauern: Ebersdorf fuchst FC Coburg aus
Verdienter Handshake bei der Auswechslung: Der Ebersdorfer Siegtorschütze Tim Oikonomides.
Verdienter Handshake bei der Auswechslung: Der Ebersdorfer Siegtorschütze Tim Oikonomides. // Hagen Lehmann
Ebersdorf – Das Prestigeduell zwischen dem SC Sylvia Ebersdorf und dem FC Coburg eröffnete die Saison in der Landesliga Nordwest. Das Spiel ließ über weite Strecken zu wünschen übrig - am Ende war der Matchplan der Hausherren entscheidend.

Grußworte von Landrat Sebastian Straubel und Bürgermeister Tom Schultheiß, eine Meisterehrung und eine Liga-Präsentation vor dem Anpfiff, dazu 1150 Zuschauer vor Ort im Finori-Stadion: All das zeigt schon die Größe und die Bedeutung dieses Landesliga-Eröffnungsspiels. Und am Ende gewann der Underdog: Bezirksliga-Meister SC Sylvia Ebersdorf wies Bayernliga-Absteiger FC Coburg mit 1:0 in die Schranken.

Landesliga Nordwest, 1. Spieltag

SC Sylvia Ebersdorf - FC Coburg 1:0 (0:0)

Doch die Sylvia tat sich zunächst schwer: Die Vestekicker schnürten die Hausherren mit intensivem Offensivpressing in der eigenen Hälfte ein, und so kamen das Ebersdorfer Spiel überhaupt nicht zur Entfaltung. So war die Sylvia in den ersten 25 Minuten nur einmal per Freistoß gefährlich. Der Versuch von Florian Seiler war zwar gut, zischte dennoch hauchdünn am FCC-Gehäuse vorbei (5.).

Ansonsten war nur Coburg in der Offensive aktiv. In der 6. Minute hätte es gut und gerne klingen können, doch erst vergab Luca Oikonomides, anschließend konnte Norik Höhn den Ball nicht verwerten. Sieben Minuten später war es dann eine flache Oikonomides-Hereingabe vom rechten Flügel, die für Gefahr sorgten. Sven Wieczorek war in der Mitte zur Stelle, brachte die Kugel jedoch nicht im Tor unter.

Nach gut 20 Minuten befreiten sich die Ebersdorfer etwas vom Coburger Dauerdruck und bekamen mehr Spielanteile – ohne jedoch gefährlich zu werden. Da musste schon der Zufall nachhelfen: In Minute 28 rutschte ein Abstoß von Torwart Uwe Knauer durch die Coburger Abwehrreihe und Seiler tauchte frei vor FCC-Keeper Luis Krempel auf. Der blieb im 1-gegen-1 der Sieger und vereitelte dann auch den Nachschuss von Paul Pleiner.

FC Coburg verliert Luis Krempel

Krempel blieb allerdings verletzt auf dem Boden liegen und musste für einige Minuten behandelt werden. Es ging schließlich nicht für ihn weiter, in Minute 38 kam der aus Schammelsdorf verpflichtete Christian Schliebitz in die Partie. Auf dem Feld plätscherte das Spiel zusehends vor sich hin, und so ging es torlos zurück in die Kabinen.

Auch der zweite Durchgang startete gemächlich. Die Coburger probierten es zweimal aus der Distanz – einmal war Knauer zur Stelle (54.), kurz darauf segelte der Ball knapp drüber (57.). Richtig gefährlich wurde es erst nach einem Gegenstoß in Folge eines Ebersdorfer Freistoßes: Höhn brach durch und lief allein auf Knauer zu – legte sich den Ball allerdings einen Tick zu weit vor (60.).

Der Ebersdorfer Boris Nana Tonzi lässt hier den Coburger Norik Höhn ins Leere grätschen.
Der Ebersdorfer Boris Nana Tonzi lässt hier den Coburger Norik Höhn ins Leere grätschen. // Hagen Lehmann

Die Ebersdorfer wurden jetzt aber zunehmend mutiger nach vorne und brachten dazu Sertan Sener in der 63. Minute ins Spiel. Das 1:0 erzielte jedoch ein anderer: Tim Oikonomides war in der 68. Minute plötzlich auf dem rechten Flügel allein auf weiter Flur, zog nach innen und überwand Schliebitz mit einem trockenen Flachschuss ins lange Eck.

Sylvia Ebersdorf wird mutiger – und belohnt sich

Jetzt war Coburg unter Zugzwang und eröffnete Ebersdorf so gleich einmal etwas Raum: In der 73. Minute war Sener durch, die Szene war fast ein Abziehbild des 1:0. Doch dieses Mal passte die FCC-Abwehr auf und klärte zur Ecke, die nichts einbrachte. In der 83. Minute hatten die Coburger den Torschrei schon auf den Lippen: Leonard Späth kam nach einer Ecke frei zum Kopfball, der Ball wurde im letzten Moment noch geklärt.

Die Vestekicker entwickelten in der Schlussphase noch einmal ordentlich Druck, doch der Defensivblock der Ebersdorfer wehrte sich. Lediglich der eingewechselte Noa Schott kam in der Nachspielzeit noch zu einem Torschuss. Im Gegenzug eroberte Sener vorne den Ball gegen Maximilian Tranziska und schickte Loris Simone auf die Reise. Doch der verpasste die endgültige Entscheidung. So blieb es bei einem umjubelten 1:0 für die Gastgeber.

Die Statistik zum Spiel

SC Sylvia Ebersdorf: Knauer - Seiler (79. Schmidt), Pleiner (63. S. Sener), Jacob, Nana Tonzi, Zhuk, T. Biemann, G. Sener (70. Weinreich), Rom, T. Oikonomides (80. Simone), Lausch (85. Bückreiß)

FC Coburg: Krempel (38. Schliebitz) - Späth, Tranziska, Höhn, Wieczorek (55. König), Graß, Lanzendörfer (76. Straub), L. Oikonomides, R. Guhling (70. Schott), Geißendörfer, F. Biemann

Schiedsrichter: Johannes Hamper

Tor: 1:0 T. Oikonomides (68.)

Zuschauer: 1150

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