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Leichtathletik
Matti Hummel erreicht EM-Finale und wird Achter
Das Kulmbacher Hammerwurf-Talent Matti Hummel schaffte überraschend den Einzug in den U18-EM-Endkampf.
Das Kulmbacher Hammerwurf-Talent Matti Hummel schaffte überraschend den Einzug in den U18-EM-Endkampf. // TSV STadtsteinach
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Kulmbach – An drei verschiedenen Standorten waren am Wochenende Leichtathleten der Werfergruppe des TSV Stadtsteinach und UAC Kulmbach am Start. Darunter auch die Brüder Merlin und Matti Hummel.

Es war schon eine Überraschung, als sich der 17-jährige Matti Hummel kürzlich im letzten Augenblick für die U18-Europameisterschaft im slowakischen Banská Bystrica qualifizierte.

Während der deutsche U18-Meister Max Baier (TV Fränkisch-Crumbach) wie die beiden 70-Meter-Werfer und Medaillenaspiranten Apostolos Tzamtzis (Griechenland) und Alexandros Ghamrawi (Zypern) mit drei ungültigen Versuchen in der Qualifikation hängen blieben, behielt der Kulmbacher bei sengender Hitze die Nerven.

Matti Hummel im EM-Finale

Er legte gleich in Runde 1 mit 66,99 Metern einen soliden Versuch hin, der ihm in seiner Gruppe den fünften Platz und im Gesamtergebnis unter 24 für diese EM qualifizierten Athleten den zehnten Platz einbrachte.

Auch im Finale blieb Matti zunächst ruhig und landete mit 66,88 Metern im Endkampf der besten acht Hammerwerfer Europas. Gerne hätte sich Matti noch näher an seine Bestmarke von 69,28 Meter beziehungsweise an die 70-Meter-Marke gepirscht, doch Hitze und Nervosität forderten ihren Tribut.

Dennoch muss man dem Auftritt des großen Talents ohne Abstriche hohes Lob zollen. Platz 8 bei seinem ersten internationalen Wettkampf dürfte noch mehr Lust und Motivation für die Zukunft geweckt haben.

Eva Kalb verpasst Finale

Neben Matti hatte sich mit Eva Kalb von der LG Forchheim eine zweite oberfränkische Leichtathletin für die U18-Europameisterschaft qualifiziert.

Sie überquerte in der Hochsprung-Qualifikation 1,74 Meter und verpasste damit auf dem 14. Rang knapp das Finale.

Merlin Hummel in Olympia-Form

Zu einer abschließenden Formüberprüfung vor seinem Olympia-Start am 2. August war Merlin Hummel bei einem Wurf-Meeting der „World Bronze-Serie“ in Schönebeck bei Magdeburg am Start. Auch wenn die schwungvollsten Versuche das Netz touchierten, blieb für Athlet und Trainer die Erkenntnis, dass das fließend umgestellte Training Richtung Schnellkraft langsam seine Wirkung zeigt.

Hummels weitester Wurf flog in Schönbeck locker auf 76,41 Meter, womit er vor dem zweiten deutschen Olympia-Starter Sören Klose (Frankfurt/74,90 Meter), dem Ungarn Gabor Zeller (73,18 Meter) und dem tschechischen Meister Patrik Hajek (73,14 Meter) lag. Fazit für den Kulmbacher: Paris kann kommen.

Medaillen bei Bayerischer

Die Zwillinge Linus und Leonie Liebenwald starteten bei den bayerischen U23-Meisterschaften im Münchener Dante-Stadion. Technische Probleme hatte dabei Leonie, die nur einen gültigen Versuch fabrizierte. Ihr 4 Kilo schwerer Hammer landete unter Wert bei 52,10 Meter, was ihr Platz 2 und die Silbermedaille einbrachte. Mit Rückenproblemen war ihr Bruder Linus in der Landeshauptstadt am Start. Er tat deshalb nur das Nötigste, um den anvisierten bayerischen Titel unter Dach und Fach zu bringen. Sein 7,26 Kilo schweres Gerät landete bei 57,54 Metern womit er sich den bayerischen Meistertitel und die Goldmedaille holte.

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