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Fußball
Bayreuth feiert Remis wie einen Sieg
Dresdens Angreifer Dennis Borkowski, vorher in Diensten des 1. FC Nürnberg, zieht am Bayreuther Alexander Groiß  vorbei.
Dresdens Angreifer Dennis Borkowski, vorher in Diensten des 1. FC Nürnberg, zieht am Bayreuther Alexander Groiß vorbei. // Eibner
Bayreuth – Für die SpVgg Bayreuth war das 1:1 gegen Dynamo Dresden mehr wert als nur einen Punkt.

Bayreuths Trainer Thomas Kleine klatschte zufrieden in die Hände, Markus Anfang dagegen stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Während die Kicker der SpVgg Bayreuth das 1:1 gegen Dynamo Dresden mit ihren Fans unter den 8100 Zuschauern fast wie einen Sieg feierten, standen die Dresdner Spieler noch ziemlich lange auf dem Platz und mussten sich deutliche Worte ihres Trainers anhören. „Das war keine gute Leistung von uns. Wir haben in keiner Phase das gespielt, was wir spielen können“, ärgerte sich Anfang.

3. Liga

SpVgg Bayreuth – SG Dynamo Dresden 1:1 (1:1)

Die Ansprüche sind halt beim achtmaligen DDR-Meister Dresden ganz andere als bei den gerade erst nach 32-jähriger Abstinenz auf die Profibühne zurückgekehrten Bayreuthern. Gerade nach dem 0:6-Debakel gegen Saarbrücken machte die Leistung gegen die Sachsen Mut. „Das Spiel hat uns gezeigt, dass wir auf dem Niveau sind“, sagte Stürmer Alexander Nollenberger, der mit seinem dritten Saisontor kurz vor dem Pausenpfiff nach perfekt getimter Vorlage von Jann George den Ausgleich und gleichzeitig auch Endstand erzielte.

Dresdens Trainer Markus Anfang war nicht zufrieden mit seinem Team.
Dresdens Trainer Markus Anfang war nicht zufrieden mit seinem Team. // dpa/Robert Michael

„Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit ohne Mut gespielt und da den möglichen Sieg liegen gelassen“, schimpfte Markus Anfang, der mit Manuel Schäffler und Dennis Borkowski das ehemalige Sturmduo des Zweitligisten 1. FC Nürnberg aufgeboten hatte. Schäffler nutzte auch gleich die erste Chance der Sachsen zur frühen Führung (7.). Ein Zucker-Pass von Manuel Akoto in die Gasse auf Schäffler, der von den Bayreuthern nur eskortiert aber nicht attackiert wurde, reichte – schon stand es 0:1. SpVgg-Torwart Sebastian Kolbe hatte keine Chance.

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Die Bayreuther zeigten sich aber keineswegs geschockt und hatten durch den starken Zejnullahu auch zwei Aluminium-Treffer. Erst touchierte sein Freistoß von der linken Seite die Latte, dann knallte er den Ball mit einem trockenen Schuss an den Pfosten. Nollenberger verpasste auch noch eine schöne Hereingabe von Hemmerich.

Kurz vor der Pause wurden die Bemühungen der Bayreuther, die immer wieder von den Kapitän Benedikt Kirsch angetrieben wurden, mit dem 1:1 belohnt. „In der ersten Halbzeit war es ein sehr gutes Spiel von uns. Deswegen haben wir uns den Punkt auch redlich verdient“, sagte Thomas Kleine.

Der Bayreuther Luke Hemmerich treibt den Ball nach vorne.
Der Bayreuther Luke Hemmerich treibt den Ball nach vorne. // Eibner

Nach dem Seitenwechsel sogar fast die Führung für die Bayreuther. Doch den Freistoß-Aufsetzer von Alexander Groiß kratzte Dresdens Schlussmann Drljaca noch aus dem Eck. Die fast 4000 Dresdner Fans hatten sich scheinbar deutlich mehr von ihrer Mannschaft erwartet, kehrten doch nun viele von ihnen dem Spiel demonstrativ den Rücken. Weil ein Zug mit 800 Fans aus der sächsischen Landeshauptstadt Verspätung hatte, wurde die Partie eine Viertelstunde später angepfiffen.

Chancen sind Mangelware

Beide Abwehrreihen standen in Halbzeit 2 sicher, Chancen blieben Mangelware. „Wir hatten von Außen ein gutes Gefühl, dass wir hinten nicht viel zulassen“, sagte der einstige Bundesliga-Verteidiger Thomas Kleine. Erst als bei den Bayreuthern nach laufintensivem Spiel auf tiefem Boden die Kräfte nachließen, merkte Dynamo, dass vielleicht mehr als ein Unentschieden möglich wäre. Doch die SpVgg ließ sich das Remis, das Thomas Kleine richtigerweise als „redlich verdient“ bezeichnete, nicht mehr nehmen. Nur bei Meiers Diagonalschuss, der knapp am Bayreuther Kasten vorbeiging, brauchten die Oberfranken das Glück des Tüchtigen.

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Stärkste Bayreuther waren Kirsch, Nollenberger und der quirlige Zejnullahu, der auf Grund der Personalprobleme – neben dem gelbgesperrten Felix Weber und den verletzten Steiniger und Schwarz fielen auch noch Andermatt und Heinrich kurzfristig aus – ebenso wie Groiß und Thomann in die Startelf gerückt war.

SpVgg Bayreuth: Kolbe – Hemmerich, T. Weber, Eder, Lippert – Kirsch (80. Latteier), Groiß – Thomann (89. Fenninger), Zejnullahu, Nollenberger (80. Stockinger), George (56. Ziereis) SG Dynamo Dresden: Drljaca – Ehlers, Kammerknecht, Knipping – Akoto, Will (82. Kulke), J. Meier, Gogia, Aslan – Schäffler (82. Kutschke), Borkowski (69. Weihrauch)  

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