Zum Verfolgerduell in der Fußball-Kreisliga Bayreuth-Kulmbach kommt es am Sonntag (14 Uhr) in Neuenmarkt, wo der Dritte auf den Vierten TSV Neudrossenfeld II trifft. Ebenfalls zwei Tabellennachbarn duellieren sich am Samstag (14 Uhr) im Tabellenkeller.
Der TSV 08 Kulmbach will als Drittletzter den einen Rang schlechter stehenden TSV Bischofsgrün distanzieren und den Anschluss zum rettenden Ufer herstellen.
Kreisliga Bayreuth-Kulmbach
TSV 08 Kulmbach – TSV Bischofsgrün
Der Spielertrainer des TSV 08, Ali Kilic, dürfte nach der 1:3-Niederlage beim VfR Katschenreuth am Samstag im Kellerduell nicht mehr auf lange Bälle nach vorne setzen. „Die kamen nämlich nicht an“, sagt Kilic. Gegen den direkten Konkurrenten TSV Bischofsgrün (15.) geht es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt: „Da ist ein Sieg Pflicht, wenn du in der Liga bleiben willst.“
Er rechnet aber mit einer schweren Partie: „Schon bei unserem knappen 1:0-Sieg im Hinspiel, bei dem wir von einem gegnerischen Fehler profitierten, war das sehr eng. Auf unserem Hartplatz wird es ein Kampfspiel und Kraftakt.“ Fehlen werden dem TSV Hannes Buchmeier (Urlaub) und Tim Hofmann (privat verhindert). Der Einsatz von Alexander Vogel (Rücken), Christian Kästner (Erkältung) und Alexander Hatter (Beruf) ist fraglich.
TSV Bad Berneck – TDC Lindau
Die Lindauer mussten am Sonntag wegen schlechter Platzverhältnisse pausieren. Am Samstag treten sie nun ausgeruht in Bad Berneck an. Die Kurstädter sind eine Wundertüte, zeigen sehr schwankende Leistungen. TDC-Spielertrainer Michael Burger steht vor einer schwierigen Auswärtsaufgabe.
„Die Bernecker haben ohne Zweifel eine spielstarke Mannschaft. Trotz der prekären Tabellensituation würde ich sagen, dass sie sich eigentlich unter Wert verkaufen. Sie sind im Spielaufbau mit einer Dreierkette hinten richtig gut und auch ihr Spielertrainer und die beiden Fuchs-Brüder sind immer gefährlich.“
Leandro Fuchs sah jüngst in Bischofsgrün die Rote Karte und wird dem TSV fehlen.Die „Trimmer“ wollen in der Kurstadt unbedingt punkten: „Die Mannschaft liegt hinter uns, da wollen wir auf jeden Fall punkten, um wieder zurück in die Erfolgsspur zu kommen.“ Das Restprogramm ist für die Lindauer bis zur Winterpause mit dem TSV Ködnitz und den „Nullachtern“ machbar.
TSV Ködnitz – VfR Katschenreuth II
TSV-Coach Carsten Ulrich will mit seiner Mannschaft im Kulmbacher Derby gegen die Reserve des Bezirksligisten VfR Katschenreuth an die gute Leistung gegen den Tabellenführer Kirchenlaibach-Speichersdorf anknüpfen: „Ich war mit der Leistung sehr zufrieden und es wäre sogar ein Punkt möglich gewesen. Das 1:2 war ein direkter Eckball, der ins kurze Eck rein und gleich drei Leute von uns haben einfach den Ball nicht getroffen – richtig unglücklich.“
Ihr Heimspiel am Sonntag wollen die Ködnitzer auf jeden Fall austragen. „Man muss mal schauen, wie unser Platz bis zum Sonntag die Regengüsse ertragen hat“, sagt Ulrich, der die Spiele bis zur Winterpause möglichst weghaben wolle. Gegen die zehn Punkte besseren Katschenreuther gibt der TSV-Trainer eine klare Marschroute aus. „Wenn wir die Liga halten wollen, dann hilft auch gegen die starke VfR-Reserve nur ein Sieg.“ Personell ist die Lage beim TSV wie an jeden Spieltag. „Ich habe noch kein Spiel mit der gleichen Aufstellung gespielt. Das sagt eigentlich alles“, so Ulrich.
Sein Pendant, VfR-Coach Klaus Michel, kann auf einen 3:1-Sieg über den TSV 08 Kulmbach zurückblicken, der nach einem Weckruf in Form eines Pfostenschusses der Katzbachtaler eingefahren worden war. „Dann haben wir den Druck erhöht und verdient gewonnen.“
Auch Michel rechnet in Ködnitz mit einem Kampfspiel auf dem vermutlich tiefen Platz. Dem VfR fehlt Lukas Fichtner (Kreuzbandriss).
FC Neuenmarkt – TSV Neudrossenfeld II
In diesem Nachbarderby peilen die Neuenmarkter eine Wiederholung des Vorrundensiegs (2:1) an. FC-Spielertrainer Andre Haack hofft, dass der Rasenplatz am Sonntag bespielbar ist: „Die letzten Ligaspiele haben wir auf dem Hartplatz nie gewonnen und schon allein deshalb wollen wir alles daransetzen, das Derby gegen die Drossenfelder austragen zu können.“ Personell hat Haack wieder die volle Kapelle zur Verfügung und damit die Qual der Wahl.
Tabellennachbar Neudrossenfeld II war zuletzt spielfrei, da die Begegnung in Creußen ausfiel. TSV-Interimstrainer John Engelbrecht sagt über das wegweisende Spiel in Neuenmarkt: „Wir können zeigen, dass wir in der Lage sind, mit den oberen Mannschaften mitzuhalten.“ Wichtig sei für die Neudrossenfelder vor allem eine bessere Chancenverwertung: „Wir brauchen noch zu viele Anläufe, bis ein Tor fällt. Außerdem müssen wir in der Defensive diszipliniert sein.“
Neuenmarkt sei eine spielerisch sehr gute Mannschaft, die mit technisch guten und in der Offensive schnellen Spielern ausgestattet sei. Bei Neudrossenfeld werden Lukas Waldmann (Kreuzbandriss) und Fardin Hakimi (Leistenverletzung) fehlen. Hinter dem Einsatz von Sascha Spasovski und Sebastian Ross (beide im Aufbautraining) stehen Fragezeichen.
TSV Engelmannsreuth – SV Motschenbach
Durch ein 2:1 gegen die SG Trockau haben die Motschenbacher (8.) das erste Mal in dieser Saison eine vor ihnen liegende Mannschaft geschlagen. „Wir hätten am Anfang in Rückstand geraten können und müssen uns bei unserem Torwart Kai Götz bedanken, der einige gute Paraden zeigte“, weiß SVM-Spielertrainer Tobias Geldner, wem er den Sieg mit zu verdanken hat.
Am Sonntag um 14 Uhr beim TSV Engelmannsreuth (5.) wollen die Motschenbacher nachlegen. „Das ist ein guter Aufsteiger, eine Mannschaft, die sich keineswegs versteckt.“ Gerade die Zweikampfstärke mache den TSV aus, weshalb Geldner ein Kampfspiel auf Augenhöhe erwarte. Fehlen werden dem SVM-Coach Haci Oguzhan (Achillessehnenriss) und Max Friedmann (Außenbandverletzung). ndr/Rei












