Hochwasserschäden
Die Grünen helfen betroffenem Kinobetreiber
Bruno SchneyerKinobetreiber
Bruno SchneyerKinobetreiber
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Zeil am Main – Das überraschende und extreme Hochwasser am 9. Juli in diesem Sommer hat alle Altach-Anrainer in Zeil hart erwischt. Dabei wurde auch das Wohnhaus von...

Das überraschende und extreme Hochwasser am 9. Juli in diesem Sommer hat alle Altach-Anrainer in Zeil hart erwischt. Dabei wurde auch das Wohnhaus von Kinobetreiber Bruno Schneyer am Bachrahm in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Wassereintritt durch den Kanal in den Keller gegen 12.30 Uhr stieg der Wasserpegel bis um 14.30 Uhr auf 110 Zentimeter über die gesamte Kellerfläche. Davon betroffen war auch der Energie-Raum mit Blockheizkraftwerk und Heizungstherme für den angrenzenden Kinosaal, zu dessen Flutung glücklicherweise noch 15 Zentimeter Wasserpegel fehlten.

Gesamtschaden: 70 000 Euro

Bei einer spontanen Besichtigung der Hochwasser-Schäden im Landkreis am darauffolgenden Sonntag durch den Kreisverband der Grünen und Bundestagsabgeordnete Manuela Rottmann reifte wohl der Entschluss, hier helfen zu wollen. Am Sonntag, 3. Oktober, überreichte nun Christoph Appel aus dem Vorstand im Namen des Kreisverbandes der Grünen eine dreistellige Spende, gleichwohl man wisse, dass dies nur „ein Tropfen auf den heißen Stein“ sein könne. Immerhin wurde die Gesamtschadenshöhe allein hier auf 70 000 Euro geschätzt.

Es fehlt an Handwerkern

Bruno Schneyer war freudig überrascht davon, auf so unbürokratisch direktem Weg Hilfe zu erfahren, und bedankte sich herzlich. Allein einen Bausachverständigen zur beglaubigten Feststellung der Schadenshöhe zu finden, habe sich wochenlang hingezogen, und nun fehle es überall an Handwerkern, wie ihm verschiedenste Unternehmer der Baubranche im Landkreis bestätigten, sagt der Kinobetreiber.

Es sei dringend geboten, erklärt Schneyer, die Attraktivität von Handwerksberufen aufzuwerten,  indem man für diese körperlich deutlich intensiver beanspruchten Menschen das Renteneintrittsalter senke. Anderswo gehe das ja auch: Vergleichsweise gingen Berufssoldaten im Jahr 2018 mit durchschnittlich 56 Jahren in den Ruhestand. red

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