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Jahreswechsel in Oberfranken
Silvester: Das melden die Polizeidienststellen an Neujahr
Es gibt ein Feuerwerk der guten Laune auch ohne Knall und Rauch – am Ende ist es wohl eine Geschmacksfrage.
Es gibt ein Feuerwerk der guten Laune auch ohne Knall und Rauch – am Ende ist es wohl eine Geschmacksfrage. // Sina Schuldt/dpa
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Coburg/Kronach/Lichtenfels/Hof/Bayreuth – In Oberfranken ist der Jahreswechsel aus Polizeisicht relativ "glimpflich" über die Bühne gegangen. Demnach gab es nur vereinzelt Einsätze in Coburg, Kronach, Lichtenfels, Hof und Bayreuth.

Hier eine Auflistung der aktuellen Meldungen, die die Polizeidienststellen bislang geschickt haben:

Brennende Mülltonnen in Neustadt bei Coburg

In der Silvesternacht, gegen 1 Uhr, wurden sowohl in der Stormstraße als auch in der Jean-Paul-Allee grüne Papiermülltonnen in Brand gesetzt. Da in den Plastiküberresten Teile von Feuerwerksbatterien aufgefunden wurden, muss davon ausgegangen werden, dass die Beschädigungen mutwillig verursacht wurden. Der Gesamtschaden wird auf 1.000 Euro beziffert. Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizei Neustadt unter Telefon 09568/94310.

Beziehungsstreit endet im Polizeigewahrsam

Ebenfalls in Neustadt bei Coburg geriet in der Silvesternacht ein 23-jähriger Mann mit seiner 19-jährigen Freundin in einen heftigen Streit. Infolge der erhitzten Gemüter und der erheblichen Alkoholeinwirkung beschädigten beide das Mobiliar der Mietwohnung in der Haarbrücker Straße. Die herbeigerufene Vermieterin beendete den auslaufenden Mietvertrag mit sofortiger Wirkung und setzte das Pärchen vor die Tür. Aufgrund der nun herrschenden Obdachlosigkeit und der winterlichen Temperaturen verbrachten die beiden Randalierer den Rest der Nacht im Polizeigewahrsam, bevor sie am Neujahrsmorgen ihre Heimreise nach Polen antraten.

Ruhige Silvesternacht in Lichtenfels

In der Silvesternacht hatten es die Beamten der PI Lichtenfels nur mit einigen kleineren Einsätzen zu tun. In Altenkunstadt, Burgkunstadt, Unterneuses und im Stadtgebiet von Lichtenfels gab es vereinzelt Brände, die offenbar alle durch Feuerwerkskörper entstanden sind. Durch das Feuer wurden zwei Hecken über mehrere Meter durch das Feuer zerstört und mussten durch die jeweils zuständigen Freiwilligen Feuerwehren abgelöscht werden. Es entstand ein Gesamtschaden von rund 800 Euro. Weiterhin wurden in einer Mülltonne die Reste einer Feuerwerksbatterie entsorgt, die den Inhalt entzündete und gelöscht werden musste.

Verpuffung eines Gasofens

Bereits am späten Silvesternachmittag kam es in Ebensfeld im Kreis Lichtenfels zu einer größeren Verpuffung, bei der glücklicherweise niemand verletzt wurde. Beim Anzünden eines Gasofens unter einem Carport gab es einen Knall und eine Stichflamme. Das Feuer konnte durch die anwesenden Personen mittels zwei Feuerlöscher gelöscht und somit ein Übergreifen auf das Carport verhindert werden. Verletzt wurde niemand. Die gerufenen Feuerwehren aus Ebensfeld, Bad Staffelstein und Lichtenfels waren vor Ort, mussten aber nicht mehr eingreifen. Der entstandene Sachschaden wurde auf 50 Euro geschätzt.

Mit Feuerwerk rumgefuchtelt

Während der Streifenfahrt im Stadtgebiet Lichtenfels wurden die Beamten am Bahnhofsplatz gegen 0.40 Uhr auf eine Person aufmerksam, welche mehrere Raketen in den Händen hielt. Der 15-jährige Afrikaner wurde dabei beobachtet, wie er diese in unmittelbarer Nähe zu umstehenden Personen zündete und in die Menge schoss. Da bei der Person eine Ansprache nicht fruchtete und keine Einsicht oder Vernunft erkennbar war, wurden ihm die restlichen 13 Feuerwerkskörper abgenommen und die Feier am Bahnhofsvorplatz aufgelöst. 

Kein Einsatz im Kreis Kronach

Nach Angaben der Kronacher Polizei verlief der Jahreswechsel in Stadt und Landkreis ohne besondere Vorkommnisse. Bis zum Neujahrsmorgen wurden den Beamten keinerlei Sach- oder Personenschäden durch Silvesterfeuerwerk bekannt.

Viel zu tun für Hofer Polizei

Mehr zu tun hatte die Polizei in Hof. Am Bernhard-Lichtenberg-Platz kam es Neujahr gegen 2 Uhr zu einem Vorfall, bei dem vier Personen durch den Gebrauch von Feuerwerkskörpern teils schwere Brand- und Augenverletzungen erlitten. Eine der verletzten Personen wurde zur weiteren Behandlung in die Augenklinik nach Erlangen überstellt. Gegen einen Syrer mit Wohnort in Hof wird aufgrund des Verdachtes der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Der genaue Tatablauf ist Gegenstand der Ermittlungen und wird durch die PI Hof an der Saale bearbeitet.

Verbotene Böller im Gepäck

Im weiteren Verlauf der Nacht wurde gemeldet, dass vor dem "Scala"-Kino in Hof mehrere Personen vermeintlich verbotene Böller zündeten. Vor Ort trafen die Polizeibeamten auf eine größere Ansammlung von Personen, die verschiedene Feuerwerkskörper abbrannten. Dabei konnten zwei Personen beobachtet werden, wie diese mit schwarzen Böllern hantierten und auf die Straße warfen. Aufgrund des auffällig lauten Knalls wurden die Syrer mit Wohnort in Hof einer Kontrolle unterzogen.

Während der Durchsuchung wurden mehrere verbotene "Dum Bum"-Böller aufgefunden. Diese Böller wurden sichergestellt, den Beschuldigten wurde für die unerlaubte Verwendung von Feuerwerkskörpern ein Platzverweis erteilt, welchen diese nachkamen. Glücklicherweise wurden durch die Böllerwürfe keine Person gefährdet oder verletzt. Weitere Ermittlungen gegen die Beschuldigten wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz wurden eingeleitet.

Unerlaubte PTB-Waffe abgefeuert

Ebenfalls in der Silvesternacht wurde der Hofer Polizei mitgeteilt, dass im Kammergutweg eine Person mehrfach mit einer Pistole in die Luft geschossen habe. Anhand der Personenbeschreibung konnte eine verdächtige Person an der Kreuzung Ludwig-Uhland-Straße/Gorch-Fock-Straße angetroffen werden. Auf Nachfrage gab der Deutsche an, eine PTB-Waffe bei sich zu führen, die er am rechten Hosenbund trug. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde die Waffe aufgefunden und sichergestellt. Zudem konnten zwei Magazine aufgefunden und ebenfalls sichergestellt werden.

Die Person gab an, im Besitz eines kleinen Waffenscheins zu sein, welchen er jedoch nicht mitführte. Zudem war die Person erheblich alkoholisiert. Nach Abschluss der Maßnahmen begab sich der BER nach Hause.  Durch die Polizei Hof wird eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit nach dem Waffengesetz erstattet.

Bayreuth: Feuerwerk verursacht Brände

Die Polizeiinspektion Bayreuth-Land vermeldet mehrere Heckenbrände in der Silvesternacht. In Haag stand, vermutlich wegen Feuerwerk, eine etwa acht Meter lange Gartenhecke in Flammen. Die Feuerwehr konnte das Feuer nach kurzer Zeit löschen. Der Sachschaden wird mit 3000 Euro beziffert. Ein Verursacher ist nach derzeitigem Stand noch nicht bekannt.

Nachweislich Feuerwerk war der Auslöser für den Brand einer Gartenhecke in Hummeltal. Dabei zündete der Verursacher in unmittelbarer Nähe der Hecke eine große Feuerwerksbatterie. Vermutlich durch Querschläger dieses Feuerwerks wurde der Brand ausgelöst. Der Schaden wird hier ebenfalls auf rund 3000 Euro geschätzt. 

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