Gedenkfeier
Gepäckstück soll an die Deportation erinnern
Knetzgau – Die Gemeinde Knetzgau veranstaltet gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde und der katholischen Pfarrei am Dienstag, 9. November, um 17 Uhr ei...

Die Gemeinde Knetzgau veranstaltet gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde und der katholischen Pfarrei am Dienstag, 9. November, um 17 Uhr eine Gedenkfeier. Erinnert werden soll an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die von der NS-Diktatur deportiert und ermordet wurden, teilt Bürgermeister Stefan Paulus mit. Treffpunkt ist an der Eschenauer Straße an den Stelen. Die Gedenkfeier ist verbunden mit der Aufstellung eines symbolischen Gepäckstückes, das an die Vertreibung erinnern soll. Gefertigt wurde der Metallkoffer vom Westheimer Künstler Hannes Betz.

Die fachliche und historische Begleitung bei der Erstellung der Infotafel erfolgte durch Rotraud Ries vom Johanna-Stahl-Zentrum in Würzburg und Benita Stolz als Initiatorin des Projektes „Denkort Aumühle“, an dem die Gemeinde Knetzgau beteiligt ist. Sämtliche unterfränkischen Gemeinden wurden aufgerufen, sich an dem Gedenkprojekt zu beteiligen.

Ein aus Holz, Metall oder Stein gefertigtes Gepäckstück entsteht in der Heimatgemeinde, das Gegenstück wird in Würzburg am Hauptbahnhof errichtet, um so an die Ermordung der unterfränkischen Juden zu erinnern.

Zu der Gedenkfeier ist die gesamte Bevölkerung der Gemeinde Knetzgau eingeladen. Nach der Ansprache von Bürgermeister Paulus werden die Namen der ermordeten Westheimer Juden vorgetragen. Es folgen Worte von Vertreter der beiden Kirchen. red