Von der Ruine zum Schmuckstück
Pater Jan Poja segnet den neu gestalteten Platz an der Kellerstraße 12. Mit im Bild von links Erich Mähringer, Bürgermeister Jens Korn und Vizeregierungspräsident Thomas Engel.
Pater Jan Poja segnet den neu gestalteten Platz an der Kellerstraße 12. Mit im Bild von links Erich Mähringer, Bürgermeister Jens Korn und Vizeregierungspräsident Thomas Engel.
Foto: Susanne Deuerling
Wallenfels – Einweihung  In Wallenfels wurde das leerstehende Anwesen Kellerstraße 12 beseitigt und an seiner Stelle ein Treffpunkt für Nachbarn, Gäste und Wanderer geschaffen.

Wallenfels — In Wallenfels ist ein Schmuckstück fertig geworden und erhielt durch Pater Jan Poja nun auch den kirchlichen Segen. Einen Segen, der nicht nur das Grundstück und seine Anlage, sondern vor allem auch die Menschen begleiten soll, die sich auf diesem Platz treffen, die miteinander ins Gespräch kommen und Neuigkeiten austauschen. Wanderer, die hier rasten und Gäste, die einfach das schöne Ambiente genießen. Deshalb ging Pater Jan in seinem geistlichen Impuls auch vor allem auf das Thema „Entspannung und Ruhe“ ein.

Das sagenumwobene Haus des „Routn Zeußn Bartl“ ist verschwunden. Aus der Ruine, die seit den 80er Jahren leer stand, ist eine kleine Parkanlage geworden, wo man sich gerne treffen und ratschen kann, ein Treffpunkt für die ganze Nachbarschaft, für Gäste und vorbeiziehende Wanderer. Bis 2019 stand das Gebäude leer und verfiel zusehends. Mit der Förderoffensive Nordostbayern konnte nun etwas bewegt werden. Bei einer Förderung von 90 Prozent ergriff die Stadt Wallenfels die Chance und erwarb Haus und Grundstück. Es wurde abgerissen und die Fläche neu gestaltet.

Die Baukosten belaufen sich auf 170 000 Euro, davon waren 123 000 Euro förderfähig. Das heißt, die Regierung von Oberfranken gab einen Förderzuschuss von 111 300 Euro. Bürgermeister Jens Korn dankte dafür dem Vizepräsidenten der Regierung von Oberfranken, Thomas Engel, recht herzlich und hieß ihn bei dieser Einweihung aufs Herzlichste willkommen.

Dank sagte Korn auch den Nachbarn, die sich neben den beauftragten Firmen bei der Schaffung dieses kleinen Paradieses eingebracht haben, stellvertretend seien genannt Marcel Guillemaille und Stefan Weger. Ansprechend angeordnet wurden Bänke, geschwungen und bequem, ein Tisch, auf dem man auch mal eine Brotzeit machen kann und viel Grün und farbige Blumen rundherum. Als besonderer Blickfang steht der Frankenwaldflößer auf seinem Holzfloß stattlich direkt am Gehsteig. „Wir wollten auch hier zeigen, dass Wallenfels und die Flößerei zusammengehören und einen zusätzlichen Blickpunkt schaffen“, erklärt Bürgermeister Jens Korn.

Regierungsvizepräsident Thomas Engel beglückwünschte die Stadt Wallenfels, Bürgermeister Jens Korn und alle Bürger zu diesem neuen Treffpunkt mitten in der Stadt. Man sei seitens der Regierung froh, mit dem Förderprogramm Nordostbayernoffensive maßgeblich dazu beigetragen zu haben, solche schönen Flächen zu schaffen. Die Ortskerne würden dadurch aufgewertet und viele Städtebauliche Missstände beseitigt. Man wolle zwar viel ältere Bausubstanz erhalten, aber baufällige Ruinen gehören sicher nicht dazu. Thomas bescheinigte der Stadt Wallenfels viel Engagement, denn dies ist nicht das einzige Projekt, das man schon in Angriff genommen habe. Er hoffte, dass dieser Platz auch gut genutzt werde, von Einheimischen und Gästen gleichermaßen.

Die kirchliche Segnung und die Eröffnung durch Bürgermeister Jens Korn wurde vom Musikverein Wallenfels umrahmt, dessen Musiker sich sichtlich darüber freuten, endlich wieder in der Öffentlichkeit musizieren zu können. Mit guten Gesprächen und dem einen oder anderen Freibier aus der Brauerei Malzschmied ging ein sonniger Nachmittag seinem Ende zu.