Vortrag
Daten im Netz: Wie steht es um den digitalen Nachlass?
Das Referat über den digitalen Nachlass in der Vortragsreihe des Seniorenbeirats der Stadt Bad Kissingen haben fast 100 Interessierte verfolgt.
Das Referat über den digitalen Nachlass in der Vortragsreihe des Seniorenbeirats der Stadt Bad Kissingen haben fast 100 Interessierte verfolgt. // Hermann-Josef Dresbach
Bad Kissingen

Der Seniorenbeirat der Stadt Bad Kissingen bot zum Abschluss seiner Vortragsreihe 2025 einen viel beachteten Impulsvortrag von Robert Mai, BayernLab, Bad Neustadt, an, heißt es in einer Pressemitteilung. Es ging um die Frage, was man vorbereiten muss, damit nach dem Tod die Angehörigen oder eine Vertrauensperson mit den hinterlassenen Daten im Netz noch weiter umgehen können oder dürfen. Wie steht es um den digitalen Nachlass?

Die fast 100 Gäste verfolgten den lebhaften Vortrag von Robert Mai sehr konzentriert, und jeder erkannte schnell, wie sehr man selbst auch betroffen ist. Es wurden jedem klar, dass es sich um wesentlich mehr Daten handelt, als man zuerst glaubte. Bei ständiger Nutzung von Handy und PC kommen im Laufe der Zeit sehr viele Datenspuren zustande. Was passiert eigentlich damit, wenn ich nicht mehr bin? Diese Frage drängte sich jedem Zuhörer sofort auf. Unerlässlich ist es, dass man zuerst alle seine Zugänge zu Banken, Abos, Mitgliedschaften, Onlineshops, medizinische Daten, Vereinen und vieles andere mehr lückenlos auflistet und die jeweiligen Passwörter zuordnet.

Im zweiten Schritt sollte man diese Liste einer Vertrauensperson nach dem eigenen Tod zugänglich machen und dabei regeln, was sie veranlassen darf oder muss. Dabei spielen die Finanzdienstleister und allgemeine Zahlungsverpflichtungen ebenso eine Rolle, wie zum Beispiel das relative einfache Kündigen eines Newsletters.

Dem Referenten gelang es, mit vielen anschaulichen Beispielen und Tipps, jedem zu verdeutlichen, dass man möglichst bald beginnen sollte, selbst etwas zu regeln.

Hermann-Josef Dresbach betonte als Vorsitzender des Seniorenbeirates zum Schluss, dass selten ein Vortrag so aufmerksam von so vielen verfolgt wurde, man habe es regelrecht „knistern“ hören können, so Dresbach. red

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