Machtilshausen
Familiengottesdienst mit Fahrzeugsegnung
Ein besonderer Moment war die Segnung der mitgebrachten Fahrräder, Roller, Laufräder, Bobbycars und Helme mit Weihwasser.Dieter Densch
Ein besonderer Moment war die Segnung der mitgebrachten Fahrräder, Roller, Laufräder, Bobbycars und Helme mit Weihwasser.Dieter Densch // 
Machtilshausen

Unter dem Leitwort „Mit Gottes Segen auf allen Wegen“ wurde in der Pfarrkirche St. Jakobus in Machtilshausen ein Familiengottesdienst mit Kinderfahrzeugsegnung sowie Fahrrad- und Reisesegen gefeiert.

Wortgottesdienstleiterin Cornelia Stockmann begrüßte die Kinder und Eltern. Trotz umfangreicher Werbung in der Presse, in den sozialen Medien und vor Ort blieb die Beteiligung hinter den Erwartungen zurück. Gerade familienfreundliche Gottesdienste werden immer wieder gewünscht.

Umso bedauerlicher war es, dass nur wenige Familien dieses Angebot nutzten. Der guten Vorbereitung und der herzlichen Atmosphäre tat dies jedoch keinen Abbruch. Besonders erfreulich war, dass eine Familie aus Diebach eigens zwölf Kilometer mit dem Fahrrad zum Gottesdienst gefahren war.

Im Mittelpunkt stand das Unterwegssein. Kurz vor Beginn der Sommerferien wurde um Gottes Schutz für alle gebetet, die zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Roller, dem Auto oder auf andere Weise unterwegs sind.

Passend dazu wurde die Legende des heiligen Christophorus erzählt. Sie berichtet von einem starken Mann, der Menschen durch einen gefährlichen Fluss trug. Eines Tages nahm er ein Kind auf seine Schultern, das mit jedem Schritt schwerer wurde. Am anderen Ufer offenbarte es sich als Jesus Christus. Seitdem gilt Christophorus, dessen Name „Christusträger“ bedeutet, als Schutzpatron der Reisenden.

Auch der heilige Jakobus, Patron der Machtilshäuser Pfarrkirche, wurde in den Blick genommen. Er begleitet sinnbildlich zahlreiche Pilger nach Santiago de Compostela.

In der Ansprache wurden die Kinder aktiv einbezogen. Sie erzählten, mit welchen Fahrzeugen sie zur Kirche gekommen waren und wer ihnen hilft, wenn sie mit dem Fahrrad oder Roller stürzen. Dabei wurde deutlich: Kein Mensch muss seinen Weg allein gehen. Gott begleitet uns auch auf neuen und schwierigen Wegen.

Anschaulich gestaltet wurden die Fürbitten. Ein Fahrradhelm stand für Schutz, eine Luftpumpe für Ausdauer, eine Fahrradglocke für Aufmerksamkeit, Stützräder für Halt und ein Rastplatzschild für Ruhe.

Ein besonderer Moment war die Segnung der mitgebrachten Fahrräder, Roller, Laufräder, Bobbycars und Helme mit Weihwasser. Dabei wurde um Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme, eine sichere Fahrt und Bewahrung vor Unfällen gebetet.

Zum Abschluss erhielten alle Mitfeiernden den Reisesegen sowie gute Wünsche für erholsame Ferien und eine gesunde Heimkehr. Die Botschaft lautete: Gott begleitet uns auf allen Wegen.

 Dieter Densch

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