Zum Faschingsauftakt am 11. November 2025 hatten die Närrinnen und Narren von Fidelia Reiterswiesen und BTC Garitz Schlüssel und Kasse beim Rathaussturm erobert.
Nun, am Faschingsdienstag, stand das Ende der närrischen Zeit bevor – und so mussten die Karnevalisten beides schweren Herzens dem Oberbürgermeister Dirk Vogel wiedergeben. Garitz’ Sitzungspräsident Christian Rüth warnte, dass die Narren das ganze Geld genommen haben. Dirk Vogel will das nicht so recht glauben. „Habt ihr überhaupt etwas gefunden?“, fragt er. Nun ja, die klamme Haushaltslage der Kurstadt ist natürlich auch den Narren bekannt. Der OB hat versöhnliche Worte an Fidelia und Garitz übrig: „Es gilt sie zu loben, unsere Faschingsvereine mit ihrem herausragenden Nachwuchs. Es ist schön, dass es sie gibt, sonst wäre Fasching nicht nur trocken, sondern auch langweilig.“
Jener Nachwuchs trat dann auch auf. Die Sitzungspräsidenten Christian Rüth (BTC Garitz) und Constantin Kleinhenz (Fidelia Reiterswiesen) kündigten die Garden mal etwas humorvoll, mal etwas steif an. Die jungen Mädchen präsentierten eindrucksvolle Tänze. Während die Garden von Fidelia ein sehr buntes Programm darboten, hatte sich BTC Garitz – wie schon bei der Elferratssitzung vor wenigen Wochen – vor allem auf das Motto Italien konzentriert. Und so traten die Jüngsten als „Citronella-Girls“ auf. Die Jugendgarde zeigte die düstere Seite Italiens – die Mafia, unter anderem zur Filmmusik von „Der Pate“.
Auch die Garden der Fidelia zeigten sich kreativ. So führten die Kinder der Minigarde als Bäume und Elche verkleidet den Showtanz „Rettet den Wald“ auf. Die Linsenspitzer-Garde war vom Animationsfilm „Alles steht Kopf“ inspiriert.
Natürlich gab es auch ganz klassische Aufführungen mit Gardekostüm – wie von der Prinzengarde von Fidelia, die zu Songs von ABBA tanzte, und die Garde des BTC Garitz. Letztere erhielt an diesem Nachmittag für ihr Engagement den Verdienstorden „Till von Franken“. Denn die jungen Frauen hatten nach erfolgreich bestandenem Casting in der BR-Sendung „Franken Helau“ getanzt. „Die Mädchen waren Botschaft des Brauchtums über Garitz und Bad Kissingen hinaus“, lobte OB Dirk Vogel.
Ein weiteres Highlight war sicherlich der Auftritt von Tanzmariechen Helena Klein (Fidelia Reiterswiesen) – Saltos inklusive. Später führten mehrere Gardegruppen zusammen, in aufwendige Kostüme gekleidet, verschiedene Märchen wie „Schneewittchen“, „Aschenputtel“ und „Arielle – die Meerjungfrau“ auf.
Mehrere hundert Zuschauer und auch einige Prominenz waren in die Bayernhalle geströmt. Sie quittierten die Tänze der Mädchen mit viel Applaus und forderten mehrmals Zugabe, die sie auch immer zu sehen bekamen. Etwas schade: Bis auf die Kinder waren nur wenige verkleidet.










