Hammelburg
Zum Rhönklub-Jubiläum spendiert die neue Vorsitzende eine Sitzbank
Vorsitzende Edeltaud Spies übergab die Bank an den 1. Bürgermeister Johannes Krumm.
Vorsitzende Edeltaud Spies übergab die Bank an den 1. Bürgermeister Johannes Krumm. // Franz Herrler
Hammelburg

2026 feiert der „Rhönklub“ sein 150-jähriges Jubiläum – gegründet 1876, und die „Sektion“ Hammelburg war mit dabei. Somit wird auch sie (jetzt „Zweigverein“) heuer 150 Jahre alt – ein besonderes Jubiläum. Und noch ein außergewöhnliches Ereignis im Rhönklub-Zweigverein Hammelburg: nach 149 Jahren wurde im März 2025 mit Edeltraud Spies erstmals eine Frau zur Vorsitzenden gewählt.

Den Zusammenhang zwischen dem 150-jährigen Jubiläum, ihrer Wahl zur Vorsitzenden und der neuen Bank erklärt Edeltraud Spies so: „Nachdem ich 2025 als erste Frau seit Bestehen des Rhönklub Zweigvereins Hammelburg zur neuen Vorsitzenden gewählt wurde, kam mir der Impuls, eine Eichenbank zu spenden. Die Idee entstand aus der Frage, ob ich in der Nähe von Langendorf eine Mariengrotte kenne; war mir aber nicht bekannt. Während meines längeren Suchens im Raum Langendorf ging ich auf dem sogenannten Zwetschgenweg zwischen Langendorf und Fuchsstadt, als ich mich auf eine alte, brüchige Bank setzte. Und (Zufall?) da war sie, die Mariengrotte: direkt am Weg, von Büschen umwachsen. Ich war fasziniert von der Natürlichkeit, Einfachheit der Darstellung und der Symbolik. Es ist keine originäre Grotte, sondern ein Baum mit einer (handwerklich erstellten?) Aushöhlung, in der eine ca. 40 Zentimeter hohe hölzerne Marienfigur steht. Als Marienverehrerin hat dieser Ort besondere Bedeutung für mich, und so kam die Idee, ihn mit einer neuen Bank zu bereichern. Dieser Platz soll Bedeutung haben für Stille, Ruhe, positive und liebevolle Gedanken und Rast für jedermann.“

Die Bank ist von einem Mitglied des Zweigvereins, zusammen mit seinem Schwiegersohn (Schreiner), aus einem Eichenstamm massiv und naturbelassen gefertigt und wurde mit Hilfe eines Traktors aufgestellt.

Der Name „Zwetschgenweg“ soll laut Bürgermeister Johannes Krumm aus Elfershausen aus früheren Zeiten stammen, weil dort viele Zwetschgenbäume standen und teilweise noch stehen. Da dieses Flurstück zur Marktgemeinde Elfershausen gehört, hat die Vorsitzende ihre Bank auch „offiziell“ an den 1. Bürgermeister Johannes Krumm übergeben.

Bürgermeister Krumm bedankte sich herzlich für die gespendete Bank, verbunden mit den Beweggründen zu ihrer Entstehung mit den Worten „Wir nehmen die Spende sehr gerne entgegen und werden uns um die Pflege dieses Platzes kümmern.“

Franz Herrler

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