Mit dem Referentenentwurf des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe wird ein Systemwechsel vorgeschlagen. Statt passgenaue Hilfe sollen standardisierte, infrastrukturelle Formen der Leistungserbringung in den Vordergrund treten. Erfahrungswerte zeigen jedoch, dass standardisierte Formen nicht gleichermaßen wirksam sein können, sondern individuelle Lösungen im Einzelfall die Voraussetzung für wirksame Hilfeleistungen sind.
Mit diesem Thema hat sich unter anderem der Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe e.V. im Mai beschäftigt. In ihrem „Erfurter Appell“ an Politik und Öffentlichkeit formulierten die Anwesenden ihre Befürchtungen und stellten unter anderem klar, dass junge Menschen keine Verfügungsmasse für Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen sind.
Wolfgang Gremer, Einrichtungsleiter der Caritas Kinder- und Jugendhilfe in Pettstadt, seine Stellvertreterin Kim Katholing und Holger Kruse vom Einrichtungsmanagement der Caritas gGmbH St. Heinrich und Kunigunde, laden zu dieser Problematik immer wieder Mandatsträger aus der Region ein, um zu informieren und ihre Arbeit vor Ort vorzustellen. Unlängst war Holger Dremel, seit 2018 CSU-Abgeordneter im Bayerischen Landtag, zu Gast in Pettstadt.
Man bat Dremel um Unterstützung bei den Akteuren in der Bundespolitik, um für eine passgenaue Kinder- und Jugendhilfe, die gemeinsam mit den Akteuren aus der Praxis weiterentwickelt wird, zu werben. Dremel bedankte sich für den fachlichen Input durch die Einrichtungsleitung. Er zollte den Mitarbeitern seinen Respekt für alles was sie leisten und gewann bei einem kleinen Rundgang im Haus einen Einblick in die Wohnsituation. asp









