Der BRK-Kreisverband würdigte seine langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeiter für ihren Einsatz. Die Ehrung fand im BRK-Seniorenhaus Kronach statt.
Ob in den Bereitschaften, im Rettungsdienst, bei Sanitätsdiensten, in der Kleiderkammer, beim Blutspenden, bei den Strickdamen, im Jugendrotkreuz, in der Bergwacht, im Katastrophenschutz, in der Ausbildung, in den Schnell-Einsatz-Gruppen und den Fachdiensten oder in der Wasserwacht.
Das Engagement seiner ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für den BRK-Kreisverband Kronach unbezahlbar. Bei einem Ehrungsabend wurden einige dieser „Stillen Helden“ nunmehr für ihre teilweise bereits 50-jährige Dienstzeit für ihre Mitmenschen geehrt.
Menschen im Rampenlicht
„Wir wollen diesen Abend nutzen, um die Menschen ins Rampenlicht zu holen, die sonst am liebsten im Verborgenen wirken. Die Frauen und Männer, die bei Alarmierungen nicht als erstes fragen: Was bekomme ich dafür? –, sondern ganz selbstverständlich fragen: Wo wird Hilfe gebraucht?“, bekundete Kreisbereitschaftsleiter Benjamin Schneider.
Der Kreisverband Kronach und die Gemeinschaft lebten nicht von den Gebäuden, von den modernen Fahrzeugen und auch nicht von der hochtechnisierten Ausrüstung, sondern einzig und allein vom Geist, vom Fachwissen und von der inneren Bereitschaft, die eigenen Interessen hintenanzustellen, wenn der Nächste in Not ist.
„Ihr seid es, die dem Roten Kreuz in unserer Kronacher Heimat ein echtes menschliches Gesicht geben – der Zuversicht, der Professionalität und der gelebten Nächstenliebe“, würdigte er den Einsatz der zu Ehrenden.
Ein Ehrenamt im Bayerischen Roten Kreuz sei dabei kein normales Hobby. Dienst beim BRK bedeute harte Arbeit an der Basis, Einsatzbereitschaft rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr, den Verzicht auf gemütliche Abende bei der Familie und auf freie Wochenenden, die stattdessen bei langwierigen Sanitätsdiensten, auf anspruchsvollen Fortbildungen oder im Katastrophenschutz verbracht werden. Was alle in diesem Raum über die Generationen hinweg verbinde und was man heute feiern wolle, sei ein Gut, das in unserer heutigen Zeit fast schon Seltenheitswert besitze: Unerschütterliche, jahrzehntelange Treue.
Kein bloßes Jubiläum
„Ein Vierteljahrhundert, oder sogar ein halbes Jahrhundert im Dienst der Menschlichkeit – das ist kein bloßes Jubiläum mehr, das ist eine tief beeindruckende Lebensleistung“, stellte er heraus. Als einige von den Geehrten zum BRK gekommen seien, habe der Dienst noch völlig anders ausgesehen: Es gab keine Smartphones, keinen Digitalfunk, die Fahrzeuge waren andere und die medizinische Ausrüstung steckte im Vergleich zu heute noch in den Kinderschuhen.
Die Jubilare hätten unter Bedingungen gelernt und geholfen, die sich die ganz junge Generation von heute kaum noch vorstellen könne, und hätten in all den Jahrzehnten große Veränderungen mitgemacht.
Motivation blieb stabil
„Aber bei all dem Wandel im Lauf der Jahrzehnte ist eines immer absolut stabil geblieben: Eure Motivation, euer innerer Kompass und euer unbedingte Wille, zu helfen“, betonte Benjamin Schneider, der mit seinem Stellvertreter Martin Müller, Magdalena Schipper vom BRK-Ehrenamtsmanagement sowie mit BRK-Kreisvorsitzendem Klaus Löffler die Ehrungen durchführte. Einzeln erhielten dabei die zu Ehrenden – nach ihrer Laudatio – ihre Urkunden, beziehungsweise Ehrennadeln.
In unruhigen und bewegten Zeiten, in denen auf Bundesebene über die Themen Pflege, Inklusion oder auch die Sanierung, beziehungsweise Daseinsberechtigung von Krankenhäusern kontrovers diskutiert werde, sei es wichtig, sagte der Landrat, sich im BRK weiterhin auf die Werte verlassen zu können, die den Verband auszeichneten: Verlässlichkeit, Vertrauen und Stabilität.
Hieran hätten alle an dem Tag zu Ehrenden maßgeblichen Anteil – immer den einzigen Auftrag vor Augen, Menschen in Not anzunehmen, für sie da zu sein und ihnen zu helfen.
Verrauen ist sehr wichtig
Vertrauen, darin zeigte sich BRK-Kreisgeschäftsführer Martin Schmidt sicher, falle nicht einfach vom Himmel, man müsse daran arbeiten. Ein wichtiger Anker seien hier die Kollegen, die mit Stabilität und Kontinuität in all den Jahren die Weiterentwicklung vorangetrieben hätten und dies weiterhin täten.
Auch Martin Schmidt selbst wurde an diesem Tag für 40-jährige Dienstzeit geehrt. Insgesamt war er über 15 Jahre Kreisbereitschaftsleiter, stellvertretender Bezirksbereitschaftsleiter, beziehungsweise Bezirksbereitschaftsleiter. Er hat den Einsatzleiter Rettungsdienst aufgebaut und fährt noch heute aktiv als Einsatzleiter.
Vorbenannter Örtlicher Einsatzleiter des Landkreises Kronach, Delegierter der Landes- und Bezirksversammlung, Krisenmanager, im Bundesverband im Schiedsgericht, Ausbilder San, Rettungssanitäter – die Verdienste von Martin Schmidt sind herausragend. Er hat den PSNV ebenso aufgebaut wie die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung und Arbeitskreis Einsatzleitung im BRK-Kreisverband Kronach. In vier Jahrzehnten bewältigte er zahlreiche Einsätze im Ehrenamt, im Rettungsdienst sowie als Leiter des Rettungsdienstes. Seit 1. Mai 2025 ist er Kreisgeschäftsführer. hs










