„Frostige Forscher-Kids“ – so heißt das Thema, mit dem die Kinder in Lichtenfels in ihre spannende Forschungsreise starteten. Drei Monate lang tüftelten, experimentierten und lernten sie – unterstützt von ihren engagierten Erzieherinnen und Erziehern, die die Neugier und Kreativität der Kinder bestärkten.
Für ihr außergewöhnliches Engagement bei der Vermittlung naturwissenschaftlicher Themen wurde der Caritas Kinderhort St. Marien Lichtenfels nun mit der bayernweiten MINT-Auszeichnung „Es funktioniert?!“ geehrt.
Der Preis würdigt Kindertagesstätten, Horte und Grundschulen für Bildungsprojekte, in denen Kinder spielerisch und forschend die Welt entdecken – ganz im Sinne einer frühzeitigen MINT-Förderung.
Die Auszeichnung ist Teil der Bildungsinitiative „Technik – Zukunft in Bayern“ , die 2025 ihr 20-jähriges Jubiläum feierte. Sie wird getragen vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw).
Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unterstützen die Initiative als Hauptförderer und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie als Förderer.
Es begann mit Schnee
Es war die Freude über den Schnee, der bei fünf Kindern im Alter von acht bis zehn Jahren im Hort viele Fragen aufgeworfen hat. Das veranlasste sie zu einer besonderen Bildungsreise.
Der Schnee wurde unter dem Mikroskop betrachtet und gemeinsam wurde über die Ergebnisse diskutiert. Im Gespräch der Kinder fiel auch die Bemerkung: „Früher gab es mehr Schnee, das hängt bestimmt mit dem Klimawandel zusammen“.
Diese Aussage entfachte erneut die Neugier der Kinder. Sie recherchierten über den Klimawandel und beschlossen, einen Brief an den DWD zu schreiben. Sie erhielten Antwort mit Wetterdaten und Klimadiagrammen der letzten Jahre aus ihrer Region, die sie gemeinsam besprachen und auswerteten.
Wertschätzung im Dialog
„Wir haben die Rolle als begleitende Personen eingenommen und haben es somit geschafft, den Kindern die Möglichkeit zu geben sich selbst zu verwirklichen und eigene Erfahrungen machen zu können.
Wertschätzung wurde vor allem durch die unterschiedlichen Dialoge von allen Seiten ausgestrahlt.
Den Kindern war es stets möglich, ihre Eindrücke zu äußern.
Um ihnen den bestmöglichen Rahmen für ihren Forscherdrang zu bieten, haben wir als Moderator und Materialiengeber fungiert“, berichten Hort-Pädagogin Jessica Rudolph und Hort-Pädagoge Markus Meyer.
Früh übt sich
Finanzielle Unterstützung erhält die Bildungsinitiative von den bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden bayme vbm.
Deren Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt begründet das Engagement: „Im Rahmen der Projektarbeit lernen die Kinder in jungem Alter, wie selbständiges, lösungsorientiertes Denken und die Zusammenarbeit im Team zu einem guten Ergebnis führen. Sie setzen sich spielerisch mit Naturwissenschaften auseinander und entwickeln dabei ein tiefes Verständnis. All das sind Schlüsselkompetenzen, um in der hochtechnisierten Arbeitswelt von morgen zu bestehen.“
Auch Kultusministerin Anna Stolz weiß um die Bedeutung der Initiative für die Grundschulkinder in Bayern: „Sie fördert bereits früh das Interesse unserer Jüngsten im naturwissenschaftlich-technischen Bereich.
In einer forschend-entdeckenden Lernatmosphäre finden Kinder selbst die Antworten auf für sie wichtige Fragen, erkennen Ursachen und Zusammenhänge.
Das Ziel: Das bisher Unbekannte erklären können und zu einem Bestandteil der vertrauten Welt machen. Das finde ich großartig!
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Lehrkräften, Eltern und beim Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft für diesen gelungenen Beitrag zur MINT-Förderung.“
Kinder entdecken selbst
Ob eine Projektarbeit ausgezeichnet wird, prüft eine Fachjury aus verschiedenen pädagogischen Bereichen.
Dabei steht im Fokus, dass nicht die Erwachsenen, sondern die Kinder den Weg zum Ziel vorgeben.
Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf betont: „Gemeinsam entdecken, forschen und experimentieren: Unsere bayerischen Kindertageseinrichtungen bringen den Kleinsten schon ganz früh den MINT-Bereich näher.
Die Erzieherinnen und Erzieher schaffen für die Kinder den nötigen Raum, Neues zu entdecken, eigene Erfahrungen zu sammeln und sich auf naturwissenschaftliche Erlebnisse einzulassen.
Die Kinder können so auf spielerische Weise ihre Interessen und Stärken kennenlernen und dabei einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Umwelt entwickeln.
Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich zur Auszeichnung – danke für Ihr großartiges Engagement!“ red










