Buttenheim
Neue Kreisel an der Autobahn 73 erleichtern den Anschluss
Bei Buttenheim entsteht ein Kreisverkehr in Betonbauweise – ein Pilotprojekt. Staatliches Bauamt Bamberg
Bei Buttenheim entsteht ein Kreisverkehr in Betonbauweise – ein Pilotprojekt. Staatliches Bauamt Bamberg // 
Buttenheim

An der Anschlussstelle der Staatsstraße 2260 an die A 73 bei Buttenheim wird derzeit die Autobahnauffahrt umgebaut. Zukünftig wird hier eine Umgehung von Altendorf entstehen und die Staatsstraße 2244 (Forchheim – Hirschaid) direkt mit der Autobahnauffahrt und der Staatsstraße 2260 nach Ebermannstadt verbinden. Das teilte das Staatliche Bauamt Bamberg mit.

Im Rahmen dieser Bauarbeiten errichtet das Staatliche Bauamt Bamberg derzeit den ersten von zwei neuen Kreisverkehren. Diese sollen künftig die verschiedenen Verkehrsbeziehungen an der Anschlussstelle miteinander verknüpfen.

Der neue Kreisverkehr ist in Oberfranken etwas Besonderes: Er wird in Betonbauweise hergestellt und ist damit der erste Kreisverkehr dieser Art. Warum Beton und nicht Asphalt? In der Schweiz wird diese Bauweise laut Bauamt bereits seit Jahren erfolgreich eingesetzt. Dort habe sich gezeigt, dass Beton den hohen Belastungen durch schwere Lkws im Kreisverkehr sehr gut standhalte.

Vor allem Schwerverkehr sowie heiße Sommertage mit starker Sonneneinstrahlung stellen demnach Asphaltflächen in Kreisverkehren vor große Herausforderungen. Gerade an der Anschlussstelle Buttenheim sei der Anteil an Schwerlastverkehr wegen der umliegenden Gewerbegebiete hoch.

Hier biete ein Kreisverkehr aus Beton deutliche Vorteile: Beton sei auch bei höheren Temperaturen verformungsstabil und sichere gegenüber Asphaltfahrbahnen eine drei- bis viermal längere Nutzungsdauer. Eine wie bei Asphalt übliche Erneuerung alle zehn Jahre entfalle. Somit amortisierten sich die 15 bis 20 Prozent höheren Baukosten zügig, führt das Bauamt weiter aus.

Die beiden Kreisverkehre an der Anschlussstelle Buttenheim – auf der Ostseite wird im Herbst ebenfalls einer entstehen – sind ein Pilotprojekt des Staatlichen Bauamtes Bamberg. Wenn sich diese Bauweise bewährt, werden künftig weitere Kreisverkehre mit hohen Schwerverkehr in Betonbauweise gebaut. Auch die Ausführung sei besonders: Der Kreisverkehr werde nicht als eine durchgehende Betonfläche hergestellt. Stattdessen werde die Fläche in einzelne Felder und Segmente unterteilt, die über Dübel und Anker miteinander verbunden werden. So entstehe aus rund hundert einzelnen Betonplatten ein kompletter Kreisverkehr.

Der erste Kreisverkehr wird im Juli fertiggestellt. Anschließend werden die weiteren Fahrbahnen an der Anschlussstelle asphaltiert, Bankette eingebaut, Schutzplanken und Beschilderung montiert sowie Markierungen aufgebracht. Ende August soll der westliche Kreisverkehr freigegeben werden. Die Baustelle zieht dann auf die Seite Buttenheim um, wo bis Ende des Jahres der östliche Kreisverkehr mit den Anschlüssen entstehen wird. red

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