Wenn er die Bilanz aus der Nacht zum Freitag zieht, dann kommt bei Edelbert Schöpplein, den Leiter der Kreisstraßenmeisterei des Landkreises Coburg, „ein ganz normaler Wintertag“ heraus. Ein Tag beziehungsweise eine Nacht, in der seine Kollegen in den Räumfahrzeugen zwar gut zu tun, aber keine außergewöhnlichen Herausforderungen zu bewältigen hatten.
Nur ein bisschen früher aufstehen als sonst war angesagt: Aufgrund der Wetterprognosen fuhren sämtliche verfügbaren Einsatzfahrzeuge bereits um Mitternacht und damit anderthalb Stunden früher als sonst los, um das fast genau 200 Kilometer lange Kreisstraßen-Netz frei von Eis und Schnee zu halten. Vorhergesagt waren erst Schnee, dann Regen – und bei dem gefrorenen Boden hätte das eine gefährliche Mischung ergeben können.
Lange Berger im Fokus
Wie immer bei winterlicher Witterung, standen die Kreisstraßen CO 4 (im Bereich Ottowind-Ahlstadt) sowie die Kreisstraße CO 11 im östlichen Landkreis besonders im Fokus: Dort gab es in einigen Abschnitten sogar Schneeverwehungen, die den Verkehr vorübergehend behinderten. Weil die Temperaturen im Laufe des Freitags aber deutlich gestiegen sind, waren Schneeverwehungen dann kein Thema mehr.
Mit fünf Fahrzeugen – drei vom Landkreis, zwei von einem externen Vertragspartner – ging es dann im Laufe des Freitags darum, auch die letzten Schneematsch-Reste von den Fahrbahnen zu bekommen. „Unser Ziel ist es, dass alle unsere Kreisstraßen im Laufe des Tages eine schwarze Fahrbahn haben“, sagte Edelbert Schöpplein. Denn die Zeit drängte: Schon im Laufe des heutigen Samstags sollen die Temperaturen wieder deutlich sinken, was den Schneematsch auf den Straßen gefrieren lassen würde. Das will man auf den Kreisstraßen tunlichst vermeiden. red









