Grub am Forst
Freie Bahn für Solarpark
Ortssprecher Daniel Kaiser (links) und Bürgermeister André Dehler. Alexandra Kemnitzer
Ortssprecher Daniel Kaiser (links) und Bürgermeister André Dehler. Alexandra Kemnitzer // 
Grub am Forst

Nachdem kein Gemeinderatsmitglied in Roth am Forst wohnt, wurde bei einer Ortsversammlung Daniel Kaiser zum Ortssprecher gewählt. In der Gemeinderatsitzung legte er den Eid ab.

Bürgermeister André Dehler gab bekannt, dass für die erfolgte Umbaumaßnahme der Grundschule (2018 bis 2020) nun noch ein Zuwendungsbescheid in Höhe von 31.000 Euro eingegangen ist.

Nach der Genehmigung des Haushalts ist ein vollständiger Umbau des „Alten Archivs“ vorgesehen. Durch die Umgestaltung soll ein multifunktionaler Raum entstehen, der künftig als Besprechungszimmer, Sozialraum sowie als Schulungsraum für die Feuerwehr genutzt werden soll. „Wir hoffen, so schnell wie möglich in die Umsetzung zu kommen“, so André Dehler.

Auf Kosten des Verursachers werden die Schäden behoben, welche durch das Ziehen von Bohrprobenlöchern in Rohrbach entstanden sind. Bekannt gegeben wurde außerdem, dass zum Stichtag 31. Dezember 2025 die Einwohnerzahl 2510 betrug.

Bezüglich der Sperrung des Gehwegs zwischen der Siedlung Am Renner und der katholischen Kirche Sankt Joseph gab der Bürgermeister unter anderem bekannt, dass die Öffnung mit dem Hinweis Nutzung auf eigene Gefahr nicht rechtssicher ist.

Durch die Bauarbeiten am Kindergarten ist eine Quelle zutage getreten; nun soll nach Optionen gesucht werden, wie damit umzugehen ist. Die Fertigstellung der Straßenbauarbeiten im Bereich der Bundesstraße B303 und Forsthub konnte rasch durchgeführt werden. Da alle Beteiligten schnell reagierten, wurde die Maßnahme ineiner Woche umgesetzt.

Die 155 Jahre alte Friedenslinde soll so lange es möglich ist erhalten werden, auch wenn es laut Dehler zunehmend schwieriger wird, da sie Schäden aufweist.

Unter anderem soll durch Unterstützung der Bauhöfe der Mitgliedskommunen bei der Sanierung des Belebungsbeckens des Abwasserzweckverbands Mittlerer Itzgrund Kosten eingespart werden.

Der Gemeinderat hat für die mögliche Errichtung eines Bürgersolarparks an der Ortsverbindungsstraße zwischen Grub am Forst für das Gebiet Untere Fahren bei fünf Gegenstimmen mehrheitlich die Aufstellung eines qualifizierten, vorhabenbezogenen Bebauungsplans sowie die Zweite Änderung des Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan beschlossen. Damit wurde grundsätzlich der Startschuss für diese Maßnahme gegeben. Die Bauleitplanung umfasst eine Gesamtfläche von zirka 10,7 Hektar mit einer Anlagenleistung von 13,9 MWp (Megawatt Peak).

Gewerbesteuer fließt

Sämtliche Kosten des Bauleitverfahrens einschließlich Umweltbericht, Begründung und erforderlicher Gutachten tragen die Antragsteller. Diese haben auch die Kosten im Zusammenhang mit Grundstücksübertragungen oder einem Erschließungsvertrag zu tragen und der Gemeinde notwendige Ausgleichsflächen bereitzustellen.

Sebastian Neubauer (Südwerk) gab eingangs Informationen zum Vorhaben. „Wir sind mit den Eigentümern ins Gespräch gegangen“, führte er unter anderem aus. Die Stromproduktion umfasst zirka 14,3 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, während die CO2-Einsparung 8600 Tonnen jährlich beträgt. Der Bürgersolarpark deckt den gesamten Jahresenergiebedarf von etwa 340 Personen. Die Gemeinde kann profitieren, denn die Gewerbesteuer wird zu 100 Prozent auf die Kommune geschlüsselt, was in 20 Jahren 305.000 Euro sind.

Durch die Beteiligung der Kommune fließen zusätzlich an Erträgen dieser Anlage im selben Zeitraum weitere 572.000 Euro. Das Vorhaben sei laut Neubauer keine Planung auf gut Glück. Unter anderem besteht die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung.

Die aktuellen Bodenrichtwerte für das Gemeindegebiet wurden wie folgt ermittelt: Der Quadratmeterpreis für erschlossene Bauflächen beläuft sich zwischen 50 und 95 Euro, für Grünland auf 1,70 Euro sowie auf Ackerland 2,60 Euro und auf unbestocktes Waldgebiet auf 0,50 Euro.

Im Rahmen des Maßnahmenpakets für Landschaftspflegemaßnahmen im Landkreis Coburg ist im Gemeindegebiet die Pflege von sechs Obstbäumen vorgesehen. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 900 Euro.

Die Jahresrechnung 2025 wurde dem Gremium vorgelegt, von den Ratsmitgliedern zur Kenntnis genommen und der Rechnungsprüfungsausschuss mit der Durchführung der örtlichen Rechnungsprüfung beauftragt. Nachdem Kämmerin Sandra Geiger noch einmal Informationen zum Vorbericht zum Haushaltsplan 2026, der Haushaltssatzung und dem Stellenplan gegeben hatte, stimmten die Ratsmitglieder dem Finanz- und Investitionsplan sowie dem Stellenplan zu und erließen die Haushaltssatzung.

Das Geld wird knapp

Die Kämmerin machte deutlich, dass in vergangenen Jahren große Investitionen umgesetzt wurden und die Auswirkungen dieser Entscheidungen sichtbar werden. Ihrer Meinung nach wird die Konsolidierung der Gemeindefinanzen keine kurzfristige Aufgabe sein. Das Gesamtvolumen beträgt 7,7 Millionen Euro (Verwaltungshaushalt: 6,0, Vermögenshaushalt: 1.7 Millionen Euro).

Es sind keine Kreditaufnahmen vorgesehen. Bei einer Tilgung von 222.370 Euro wird der Schuldenstand zum Jahresende 3,7 Millionen Euro betragen. Unter anderem kündigte sie an, für das kommende Jahr Stabilisierungshilfen zu beantragen. „Wir sind nicht mehr finanziell leistungsfähig, deshalb muss dieser Weg beschritten werden“, bekräftigte Stefan Rose das Vorhaben.

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