Untersiemau
Handwerk, Design, Dolce Vita
Vespa-Fans Svend Richter mit Reinhold und Svenja Dippold, den Gastgebern des Vespa-Treffens. Wolfgang Desombre
Vespa-Fans Svend Richter mit Reinhold und Svenja Dippold, den Gastgebern des Vespa-Treffens. Wolfgang Desombre // 
Untersiemau

Die Gemeinde Untersiemau wurde am Sonntag zum „pulsierenden Herzen der Feierlichkeiten zum 80. Jubiläum von Vespa“. Reinhold und Tanja Dippold hatten zum ersten Vespa-Treffen eingeladen.

Viele Jahre war „La Stazione“ in Kaltenbrunn der Treffpunkt für Vespa-Fans aus der gesamten Region. Nun erfolgte eine Neuauflage des einstigen Kult-Treffs. In der Region haben sich einige Vespa-Clubs etabliert und diesen wollen nun Reinhold und Tanja Dippold eine neue Plattform für eine Zusammenkunft bieten. Am Sonntag fiel der Startschuss für das erste Vespa-Treffen in Untersiemau. Die „knatternden“ Vespas brachten das italienische Fahrgefühl „Dolce Vita“ nach Untersiemau.

Geschichte und Legende

Auch Landrat Sebastian Straubel bewunderte die Zweiräder. Von dem Sondermodell Snake in der mystischen Farbe Azzurro war er sehr angetan, auch wenn der Preis ihn doch etwas abschreckte, erzählte Tanja Dippold. Im Jahr der Schlange feierte die Vespa 946 Snake ihre Geburt: eine nummerierte, limitierte Auflage, die Handwerkskunst und Design zelebriert. Eine Brücke aus Geschichte und Legende, in der der rebellische Charakter und die zeitlose Schönheit der Vespa auf zeitgenössische Attitüde und die raffinierte Anziehungskraft der Schlange treffen.

Vespa steht für eine sofort erkennbare Silhouette: geschmeidige Linien, kompakte Abmessungen und ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Das zeitlose Design deutet auf eine fortlaufende Balance zwischen Ästhetik und Funktion hin, die mitten im urbanen Alltag funktioniert. Seit seiner Einführung prägt Vespa Stil, La Dolce Vita und Stadtabenteuer. Die lange Historie macht die Marke zu einem Symbol für Qualität und zeitlose Eleganz – eine Geschichte, die kontinuierlich weitergeschrieben wird, ohne den Charme zu verlieren.

Lange nach Vespa gesucht

Andreas Heimrich kam mit seiner roten Primavera zum Treffen. Er hatte vor acht Jahren eine solche Vespa gesucht und ist in der italienischen Stadt Pisa fündig geworden. Schnell war man sich über den Preis einig, und so wurde der Oldtimer aus dem Jahr 1987 auf den Hänger geladen und nach Coburg gebracht. „Der deutsche TÜV war kein Problem“, erzählte Heimrich, „und es musste nichts verändert werden.“ Der Vespa-Fan hat noch vier weitere Vespas daheim und nutzt die Kult-Zweiräder für Fahren zum Einkaufen und zur Arbeit. „Lieber benutze ich eine Vespa als mein Auto.“

Der Coburger Svend Richter kam mit der Vespa PK 50 XL aus dem Jahr 1986 angereist. Von einem Arbeitskollegen hatte er sie vor gut 35 Jahren gekauft und nutzt sie heute noch für Fahrten zur Arbeit. Die Vespa hat 50 ccm, ist ein Zweisitzer, mit Trommelbremse ausgestattet und hat einen Benzinhahn. „Man darf nicht vergessen, den ein- oder auszuschalten.“ Vespas hatten zu dieser Zeit noch eine Fußbremse. Heimrich: „Vespa ist einfach Kult.“

Die Tasche als besonderes Detail einer Vespa
Die Tasche als besonderes Detail einer Vespa // 
Ein besonderes Vehikel
Ein besonderes Vehikel // 
Das Reserverad ist immer dabei.
Das Reserverad ist immer dabei. // 
Andreas Heimrich mit seiner Vespa Primavera von 1987
Andreas Heimrich mit seiner Vespa Primavera von 1987 // 
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