Prävention
Kirche will sicheren Raum bieten
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LKR Coburg

Seit 2023 gibt es das Präventionsschutzgesetz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB). Alle Kirchengemeinden, Einrichtungen und Dekanate mussten infolge dessen bis Ende 2025 ein Schutzkonzept ausarbeiten. Nun hat das Dekanat Coburg die Schutzkonzepte all seiner Kirchengemeinden durch einen Mantelteil zusammengefasst. Auf 36 Seiten werden grundlegende Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Dekanat vorgestellt.

„Kirche soll ein einladender und sicherer Ort des Glaubens für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sein“, sagt Christin Sperling, Präventionsbeauftragte im Dekanat. Gemeinsam mit Dekan Stefan Kirchberger stellte sie das Schutzkonzept bei der Dekanatssynode vor.

Im Schutzkonzept werden unter anderem fünf Ansprechpersonen benannt, an die sich Betroffene oder Personen, die etwas Bedenkliches beobachten, jederzeit wenden können. Der Mantelteil enthält zudem einen Verhaltenskodex, den in einem nächsten Schritt alle Haupt- und Ehrenamtlichen im Dekanatsbezirk unterschreiben sollen. Dieser Kodex ist eine Selbstverpflichtung zum Verhalten untereinander.

Ein weiterer Baustein ist laut Dekan Kirchberger der Interventionsleitfaden. Sollte es zu einem Fall sexualisierter Gewalt in einer der Einrichtungen oder Gemeinden des Dekanats kommen, ermöglicht der Interventionsleitfaden eine zügige und sensible Bearbeitung. Betroffene sollen schnell Hilfe erfahren, Täter sollen belangt werden können.

Als weitere Schritte stellten Christin Sperling und Stefan Kirchberger das Angebot von Basisschulungen für neue Mitarbeitende vor. Alle Informationen aus dem Mantelteil sind auf der Website des Dekanats zu finden. In den Kirchengemeinden und Einrichtungen hängen Plakate mit den Ansprechpersonen und den wichtigsten Informationen zum Schutzkonzept aus. red

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