Rund 300 Besucher wurden beim Jahresempfang des Bürgermeisters Zeugen einer ganz besonderen Auszeichnung mit Überraschungseffekt. Die bekannte Sonneberger Spielzeug-Designerin Renate Müller saß zunächst nichtsahnend mit ihrer Familie im Publikum, als Bürgermeister Heiko Voigt einen Akt ankündigte, den es in der Stadt Sonneberg seit Mitte der 1960er Jahre nur drei Mal gegeben hat.
Im Anschluss an einen Film über das Lebenswerk der 80-jährigen Sonnebergerin verkündete der Bürgermeister, dass sie gemäß Stadtratsbeschluss zur Ehrenbürgerin ihrer Heimatstadt ernannt wird. „Damit steht sie zum Beispiel in einer Reihe mit bedeutenden Sonneberger Persönlichkeiten wie Prof. Cuno Hoffmeister, Olympiasiegerin Silke Kraushaar und Dramatiker Tankred Dorst“, so Voigt
Sichtlich gerührt betrat die für ihre Rupfentiere weltweit bekannte Renate Müller die Bühne, um die Ehrenbürgerurkunde sowie Glückwünsche entgegenzunehmen. „Ich wusste gar nichts davon und bin total baff“, sagte Müller. Bis 19. April zeigt das Spielzeugmuseum eine Sonderausstellung zum Lebenswerk Müllers.
Den Jahresempfang nahm Bürgermeister Heiko Voigt auch zum Anlass, verdiente Feuerwehrler zu ehren. Unter ihnen ist auch Roland Blaschke, der seit 73 Jahren der Feuerwehr Sonneberg angehört und immer noch in der Alters- und Ehrenabteilung aktiv ist. Er erhielt die Silberne Feuerwehr-Ehrenamtsmedaille als limitierte Auszeichnung. Damit ist der 93-Jährige erst der fünfte Angehörige der Feuerwehren des Landkreises Sonneberg, dem diese Ehrung überhaupt zuteilwurde.
Weil sie das kulturelle Leben Sonnebergs mit ihrem Wirken über mehrere Jahrzehnte bereichert haben, wurden auch die Musiker der zuletzt als „New Memory Band“ auftretenden Band geehrt: Peter Warnke, Udo Neidnicht, Thomas Beine, Annette Streng, Jost Morgenroth sowie Stefan Jäckel-Helm wurden ebenfalls auf die Bühne geholt, um Danke zu sagen.
Der Abend fand seinen Ausklang mit einer letzten Ehrung für die scheidende Leiterin des Gesellschaftshauses, Susanne Müller. Voraussichtlich im April wird sie Sonneberg verlassen und in Bad Staffelstein eine neue Aufgabe übernehmen. red









