Der Fahrradclub ADFC will nach eigenen Angaben weiter und mit neuem Schwung Verbesserungen für Fahrradfahrer in Forchheim erreichen. Dazu hat er in der Jahreshauptversammlung unter anderem für die Arbeitsgruppe Verkehrspolitik geworben – und das mit Erfolg.
Zu den „alten Haudegen“ wie Frank Wessel, Gerhard Krahl, Uli Schübel und Manfred Fluhrer sind neu dazu gekommen Armin Illner, Matthias Ziegaus und der scheidende Stadtrat Emmerich Huber. Aus einer Analyse der derzeitigen Situation in Stadt und Landkreis Forchheim habe die Arbeitsgruppe Prioritäten für die künftige Arbeit abgeleitet.
Dabei waren auch die Ergebnisse der aktuellen Kommunalwahl von Bedeutung, verbunden mit Erwartungen und Hoffnungen. Vom neuen Landrat Hanngörg Zimmermann (FW) wisse man noch wenig und eigentlich auch nicht von Forchheims künftiger Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz (CSU). Entsprechend stehe ganz oben auf der Liste der ADFC-Politiker der Kontakt zu Landrat und Oberbürgermeisterin. Man wolle möglichst bald mit ihnen strukturierte Gespräche führen und sie zu Radtouren durch den Landkreis beziehungsweise die Stadt einladen, um auf neuralgische Punkte und mögliche Verbesserungen für Radfahrer aufmerksam zu machen.
Dabei sei dem ADFC klar, dass zum Beispiel die sicheren Abstellanlagen an Bahnhöfen, die oben auf der Prioritätenliste stünden, Kosten verursachen, die aber zum einen überschaubar seien und nach und nach angegangen werden könnten. Die Verzahnung von ÖPNV und Fahrrad müsse aber, so die ADFC-Arbeitsgruppe, als wesentliches Element der Verkehrswende dringend vorangebracht werden.
Andererseits nennt der ADFC priorisierte Maßnahmen, die keine oder kaum Kosten verursachten wie Randmarkierungen an Radwegen, primär außerorts, Radwegekennzeichnung und Wegweisungen im Landkreis sowie barrierefreie Wege für Stadt und Land oder konkret die aus Sicht des ADFC zwingende Ausweisung der Ruhalmstraße in Forchheim als Schul- oder Fahrradstraße.
Übergeordnetes Ziel des ADFC Forchheim ist es den Angaben zufolge dabei, die Sicherheit für Radler und Radlerinnen, insbesondere auch für Kinder, zu erhöhen und das Fahrrad als gleichberechtigtes Verkehrsmittel weiter zu etablieren.
Dazu sagte Gerhard Krahl: „Die vielfältigen Vorteile des Umstiegs vom Auto aufs Fahrrad liegen auf der Hand und sollten auch in den Räten angekommen sein.“ Frank Wessel ergänzte: „Das Wetter lädt zunehmend zum Radfahren ein, die Benzinpreise laden noch mehr dazu ein, da wäre eine einladendere Infrastruktur eine notwendige und naheliegende Ergänzung.“









