Sebastiani-Bruderschaft
Schutz vor „Seuchen und Gefahren“ erbeten
Die Sebastiani-Brüder und weitere Gläubige ziehen mit der aus dem Jahre 1743 stammenden Statue des Heiligen durch die Straßen der Altstadt von Forchheim.
Die Sebastiani-Brüder und weitere Gläubige ziehen mit der aus dem Jahre 1743 stammenden Statue des Heiligen durch die Straßen der Altstadt von Forchheim. // Eduard Nöth
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Forchheim

Mit einem Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin beging die im Jahre 1666 gegründete Sebastiani-Bruderschaft der Pfarrei das Fest des heiligen Märtyrers Sebastian. Um 14 Uhr zogen die Brüder und viele Gläubige mit der aus dem Jahre 1743 stammenden Statue des Heiligen durch die Straßen der Altstadt von Forchheim.

In der Marienkapelle, vor der Katharinenspital-Kirche, in der Klosterkirche St. Anton und in der Pfarrkirche St. Martin segnete Domkapitular Thomas Teuchgräber, der Präses der Bruderschaft, nach Gebeten und Anrufungen mit der Reliquie des Heiligen die Gläubigen und erbat für die Stadt und seine Bewohner den Schutz vor „Seuchen und Gefahren“.

Anschließend fand die 360. Jahreshauptversammlung der Bruderschaft mit Ehrungen im Pfarrkeller am Rathausplatz statt. Stadtpfarrer Thomas Teuchgräber dankte allen 107 Brüdern für ihre Verlässlichkeit, ihre Glaubenstreue, aber auch für ihre Bereitschaft und Zivilcourage, durch die Teilnahme an der Prozession in der Öffentlichkeit Zeugnis abzulegen.

Vor der Segnung der Brote betonte der Präses, dass die Verehrung des heiligen Sebastian auch heute noch zeitgemäß sei. Moderne Seuchen und Gefahren lauerten überall in dieser Welt und in der Gesellschaft.

Erfreut nahmen die Anwesenden zur Kenntnis, dass sich insgesamt zwölf Brüder vorwiegend jüngeren Alters bereiterklärt haben, als Beisitzer die Bruderschaft durch Übernahme von Verantwortung in die Zukunft zu begleiten. red

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