Seit Jahren zählt die Turnhalle in Wonfurt zu den Sorgenkindern der Gemeinde. Sie ist renovierungsbedürftig. Das Geld ist jedoch knapp. Dies könnte sich bald ändern. Denn am Dienstag hat der Gemeinderat in seiner Sitzung im Rathaus beschlossen, einen Antrag auf die Annahme in das Städtebauförderungsprogramm zu stellen.
In der Städtebauförderung bezuschussen der Freistaat Bayern, der Bund und die Europäische Union bayerische Kommunen unter anderem bei der Durchführung von Baumaßnahmen. Der Zuschuss beträgt 60 Prozent der förderfähigen Ausgaben. In bestimmten Fällen kann er auf bis zu 90 Prozent erhöht werden. Der Eigenanteil der Kommune beträgt in der Regel 40 Prozent, mindestens aber zehn Prozent der förderfähigen Ausgaben.
Sanierung der Turnhalle im Fokus
Bei einer Besprechung am 2. Februar, bei der neben Vertretern der Regierung von Unterfranken auch die drei Bürgermeister der Gemeinde Wonfurt teilgenommen hatten, wurde erläutert, dass für verschiedene Maßnahmen zur Barrierefreiheit im Altortbereich von Wonfurt – einschließlich der Sanierung der Turnhalle – Fördermöglichkeiten im Rahmen der Städtebauförderung möglich wären. Die genauen Maßnahmen und Ziele der Städtebauförderung sind zuvor in einem Isek (integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) zu erarbeiten.
Um in das Städtebauförderungsprogramm aufgenommen zu werden, ist daher ein Antrag bei der Regierung von Unterfranken zu stellen sowie die Erarbeitung eines Isek zu beschließen. Die Kosten hierfür bezifferte Bürgermeisterin Daniela Lang auf 80.000 Euro, die jedoch ebenfalls durch die Städtebauförderung bezuschusst würden.
Das genaue Sanierungsgebiet werde in einem Zehn- bis 15-Jahre-Plan festgelegt. Hierzu zähle auch das Leerstandsmanagement. Der Gemeindeteil Steinsfeld werde nicht durch das Isek erfasst, was Gemeinderat Wolfgang Thein (Steinsfelder Liste) bedauerte. Eventuell komme noch Dampfach in Betracht, sagte Lang.
Solaranlage auf der Zielgeraden
Die Freiflächen-Photovoltaikanlage auf der Flurnummer 562 der Gemeinde Wonfurt geht auf die Zielgerade. Es dürfen nur Module mit einer Antireflexionsbeschichtung zum Einsatz kommen. Das Gremium beschloss den Bebauungsplan als Satzung.
Die Bürgermeisterin gab eine Anfrage der Gesundheitsregion plus weiter. Deren Leiter Sebastian Rehm ist bereit, einen Bewegungsparcours oder Dorfrundgänge für ältere Menschen einzurichten oder durchzuführen. Wer hieran Interesse hat, kann sich im Rathaus melden.
Bürgerversammlungen sollen am 13., 20. und 22. April stattfinden, so Lang.









