Adelsdorf
Feuerwehr hatte zu Kesselfleischessen eingeladen
Die eifrigen Metzger bei der Arbeit.
Die eifrigen Metzger bei der Arbeit. // Johanna Blum
Adelsdorf

Die Tradition des Kesselfleischessens ist auch im Landkreis Erlangen-Höchstadt weit verbreitet. Früher wurde hauptsächlich in der kalten Jahreszeit geschlachtet. Viele Feuerwehren halten diese Tradition hoch. Am Samstag hatte die Feuerwehr zu ihrem Kesselfleischessen eingeladen.

Morgens um 5.30 Uhr hatten Matthias Mönius und Georg Geier bereits die neun Kessel angeschürt. Die Brühe musste ja zur rechten Zeit sprudeln. Gegen 7 Uhr bauten dann eifrige Rothelme die Sitzgelegenheiten und die Ausgabentheke in die Halle, in der normalerweise die Einsatzfahrzeuge stehen. Die Metzger sind ein Team von zehn aktiven Wehrlern unter Leitung von Harry Kraus und Matthias Steger. Diese waren den ganzen Morgen im Einsatz um etwa 400 Kilogramm Fleisch – alles vom Schwein wie Kopffleisch, Bauchfleisch, Herz, Zunge und Nieren – zu verarbeiten. An der Kasse stand Georg Willert und die Spendensau daneben freute sich mit einem lauten Grunzen über so manche „Fütterung“. Kommandant Alexander Triebel war für die Überwachung der Kesseltemperaturen zuständig. Vorstand Thomas Lay kümmerte sich um die Gäste an den Biertischen und sein Stellvertreter Helmut Münch war Getränkewart. Schon kurz nach 10 Uhr standen die ersten Kesselfleischliebhaber an der Essensausgabe.

Ab 12.30 Uhr lockten dann Blut- und Leberwürste viele Gäste an. Die Feuerwehrkollegen aus den Nachbarwehren wie Aisch, Neuhaus, Zentbechho-fen, Hemhofen und natürlich die FFW-Partner aus Rottendorf ließen sich diesen Festschmaus nicht entgehen. Rainer Braun, Bürgermeister aus Wachenroth, saß mit einigen seiner Wehrler an einem Tisch, sie ließen es sich schmecken – genauso wie die Wehrler aus Höchstadt. Tim Scheppe kommt gerne, denn er liebt das Kesselfleisch. „In meiner Kindheit haben wir zuhause selber geschlachtet“, erinnert er sich. Neben ihm sitzt Bürgermeister Karsten Fischkal: „Das ist eine schöne Tradition und zugleich der Startschuss ins neue Jahr – Stärk’ anessen“, sagt er lachend. Auch Nico Kauper liebt diese Tradition. „Das ist schon seit Jahren für mich ein fester Termin.“ Das obligatorische Verdauungsschnäpschen durfte auch nicht fehlen. Ralf Olmesdahl strahlte: „Mir hat es sogar ohne Schnaps geschmeckt.“ Johanna Blum

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