Jedes Jahr gilt der Mai traditionell als Anmeldemonat für die Musikschule. Deswegen bieten die Lehrkräfte den kleinen und großen Interessierten mit einem Tag der offenen Tür viele Informationen und professionelle Beratung.
Viele Gäste kamen, und so drangen die Klänge zahlreicher Instrumententests durch die Fenster und Türen des Gebäudes, ehe sie gemächlich über den Kirchenplatz wehten.
Gerade die Kinder stürmten neugierig die Räume und durften jedes Instrument ausprobieren. „Das ist jetzt wohl die größte Geige der Welt?“ „Nein“, lacht Musikschulleiter Johannes Göller und erklärt dem Jungen, dass es sich um einen Kontrabass handelt. Doch weil der Kontrabass für die Kinderhände schon etwas groß ist, sei ein Kindermodell Teil der Musikschule. Göller zeigt dem Kind, wie es dem Kontrabass die typischen Töne entlockt. „Ganz toll machst du das“, werden die ersten Klänge gelobt. Der Kleine strahlt.
Ganz neu: die „Klangmäuse“
Elementarunterricht, Instrumentalunterricht, Vokalunterricht und Ensemble: Generell steht für jedes Schuljahr ein attraktives Angebot parat. Ganz neu sind die „Klangmäuse“. Kurs I ist für Zwerge ab dem ersten Jahr, und da nehmen sogar die Eltern teil. Kurs II ist für die Knirpse ab zwei Jahren. Später ist musikalische Früherziehung dran: Dann dürfen die Kids schon die ersten Instrumente lernen.
Was der Renner ist? „Klavier“, sagt Johannes Göller sofort. Dann ist die Blockflöte out? Göller schüttelt den Kopf. Blockflötengruppen für Anfänger und Fortgeschrittene gelten als fester Teil des Kursangebots. Schon deswegen, weil sie Basis für die Garde der Blastechniken für Trompete & Co. darstellen.
Stadtjugendkapelle zu Gast
Der Tag der offenen Tür hatte ergänzend die Stadtjugendkapelle zu Gast. Interessierte durften ebenfalls testen, ob ihnen die Mitwirkung die Verbesserung der eigenen Fähigkeiten Spaß machen würde.
Instrument des Jahres ist heuer das Akkordeon. Echte Tradition also. Für die Kids und die Erwachsenen, die das Akkordeonspielen lernen möchten, hat Göller gute Nachrichten: Für dieses Schuljahr ist die Truppe der Lehrkräfte der Musikschule um einen Lehrer für Akkordeon erweitert worden. „Über die Anmeldung vieler Interessenten freuen wir uns“, wirbt Göller.
Doch welches Instrument ist für wen geeignet? Der Tag der offenen Tür hat die Grundlage dafür geschaffen, dass schon bald der Klang kleiner Geiger oder Schlagzeuger durch die Elternhäuser dröhnt.
Für die Kids gab es außerdem eine Schnitzeljagd durchs Musikschulgebäude. Denn die Fragebögen, kindgerecht entwickelt, hatten viele Rätsel für die Kinder parat. Wie heißen Musikstücke, bei denen die Gruppen versetzt starten? Wie genau heißen die jeweils höchsten Stimmlagen für Männer und Frauen? Und welches Instrument hat rote, schwarze und weiße Saiten? Für jene, die diese Rätsel lösten, gab es schließlich ein kleines Geschenk.









