Beim Leo-Lions-Service-Day in der Fußgängerzone haben Vertreter von Schulen, Golfclub und Lions Club über neue Wege in der Jugendförderung beraten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Projekte Jugendlichen ermöglichen und Berührungsängste zwischen Schularten abbauen können.
Der Lions Club Bad Kissingen nutzte laut Mitteilung seinen Infostand, um Akteure aus Bildung und Sport zusammenzubringen. In einer Talkrunde diskutierten Stefanie Lösch, Schulleiterin der Saaletal-Schule, Markus Arneth, Schulleiter des Jack-Steinberger-Gymnasiums, und Horst Drieschner, Präsident des Golfclubs Bad Kissingen. Moderiert wurde das Gespräch von Lions-Präsident Steffen Berger.
Lösch verwies darauf, dass der Lions Club ihre Schule seit längerer Zeit unterstützt und so Kooperationen mit der Musikschule ermöglicht werden. Seit diesem Schuljahr gebe es Arbeitsgemeinschaften für alle Klassenstufen, viele Angebote seien jedoch kostenpflichtig. Durch die Unterstützung könnten Kinder und Jugendliche niedrigschwellige Angebote zur Freizeitgestaltung nutzen.
Aus einem Gespräch zwischen Lösch und Berger entstand die Idee, den Golfclub einzubinden und das Projekt „Abschlag Schule“ zu nutzen. Ziel ist es, Freizeitmöglichkeiten auszubauen, Vorurteile gegenüber der Förderschule abzubauen und den Kontakt zwischen verschiedenen Schularten zu intensivieren. Auch mit dem Gymnasium wird über eine Einbindung gesprochen.
Begegnungen, die es im Alltag oft nicht gibt
Arneth betonte, das Gymnasium habe einen sozialwissenschaftlichen Zweig, in dem gesellschaftliche Verantwortung erfahrbar werden solle. Im Kern gehe es um Inklusion, Verständigung und mehr Toleranz zwischen Jugendlichen, die sich im Alltag oft nicht begegnen.
Der Schulleiter schilderte, wie sich sein Blick auf den Golfsport verändert habe. Golf erfordere Konzentration, Koordination, Fairness und Ausdauer. Der Sport eigne sich daher gut für Schülerinnen und Schüler. 2025 nahmen rund 30 Jugendliche der Klassen fünf bis 13 an „Abschlag Schule“ teil. In diesem Jahr wird eine ähnliche Beteiligung erwartet. Die Teilnahme ist für die Jugendlichen kostenfrei, sie können dabei die Platzreife erwerben.
Kooperation soll ausgeweitet werden
Golfclub-Präsident Drieschner sprach von einem großen Erfolg des Projekts. Der Club stelle Trainer, Ausrüstung und Ehrenamtliche zur Verfügung. Neben dem Gymnasium Bad Kissingen arbeitet der Golfclub mit der Realschule in Hammelburg zusammen. Die Kooperation soll nun auf die Saaletal-Schule ausgeweitet werden. Für 2027 ist ein Schnuppertag mit mehreren Schulen geplant.
Berger unterstrich, der Lions Club wolle Jugendlichen Chancen eröffnen und Erlebnisse schaffen. Golf sei ein Beispiel dafür. Der Club verstehe sich als Brückenbauer zwischen Schulen, Vereinen, Ehrenamtlichen und Unterstützern.














