Pfarrer Martin Voß stellte in seiner Predigt die Frage, ob es einen Nachwuchs für den so lange Zeit aktiven Kirchenmusiker gebe? Pfarrer a.D. Erich Eyßelein überbrachte als Bezirksobmann des Posaunenchors die Glückwünsche des Verbandes. Er hob hervor, dass die Musik den Glauben trage, denn alle lieben die Choräle, die sie ihr Leben lang bei Gottesdienste begleiten. 1953 gründete Pfarrer Hans Schaffner zusammen mit Christian Hofmann und Reichard Kohles und einigen Interessierten den aus 10 Bläsern bestehenden Chor, der sich zunächst im Wohnzimmer der Familie Kohles traf. Der Übungsraum wurde zu eng und man zog in die Werkstatt der Wagnerei Hofmann um. Ab 1972 prägte der Lehrer Heinrich Sommermann die Chorgeschichte.
Die Aufbauarbeit ging dann weiter mit Erich Zink als Chorleiter und Hans Eberlein als Obmann. Nun weckten Landesposaunentage und der Ev. Posaunendienst Deutschland die Aufmerksamkeit der BläserInnen. Ein Zusammenspiel mit den Nachbarchören Abtswind und Prichsenstadt unterstützte nicht nur die ökumenische Bibelwoche, sondern auch die Gottesdienste bei den Festen der örtlichen Vereine. Seit zehn Jahren liegt die Chorleitung in den Händen von Renate Eyßelein.
Im Auftrag des Verbandes Ev. Posaunenchöre in Bayern nahm Erich Eyßelein zusammen mit Bezirkschorleiter Reiner Bachner die Ehrungen vor. Auch Dorothea Hümmer, die seit 50 Jahren die Orgel spielt, wurde der große Dank der Kirchengemeinde ausgesprochen. Sie erhielt von Kirchenvorstand Christian Hopfengart ein Blumenpräsent. Landrätin Tamara Bischoff betonte, dass es wichtig sei, dass der Posaunenchor in schwierigen Zeiten durchgehalten habe, denn ein Gottesdienst ohne musikalische Umrahmung sei nicht perfekt. Bürgermeister René Schlehr lobte das Ehrenamt, das so viele Übungs- und Auftrittsstunden beanspruche. Hans-Dieter Kern ergänzte den Dank mit der humorvollen Bemerkung, dass oft der musikalische Introitus einen bleibenden Eindruck hinterlasse.
Von: Guido Plener (Pressebeauftragter, Kirchengemeinde Prichsenstadt)









