Marienweiher
Spendenaktion: 1000 Euro für die Sanierung der Klosterkirche in Glatz
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Marienweiher

Im Sommer 2024 wurde das Franziskanerkloster in Glatz/Schlesien von einem Jahrhunderthochwasser der dort fließenden Neiße fundamental beschädigt. Im Innenraum der Klosterkirche stand das Wasser bis auf fast vier Metern Höhe. Der durch das Hochwasser mitgeführte Abraum und Schlamm hat immense Schäden am Bauwerk, an der Statik sowie an der Kirchenausstattung mit sich gebracht.

Die Katholische Pfarrei Marienweiher wird seit den frühen 1980er Jahren von den Franziskanern der schlesischen Provinz aus Polen geführt und betreut. Das Kloster in Glatz ist die Ausbildungsstätte des dortigen Ordens. Alle Geistlichen der schlesischen Franziskaner, die in Marienweiher bisher ihren kirchlichen Dienst taten, wurden in diesem Kloster zum Priester ausgebildet. Aus diesem Grund besteht eine sehr enge Bindung von der Kirchengemeinde Marienweiher zu dem dortigen Kloster.

Bereits unmittelbar nach der Katastrophe wurde eine erste Spendenaktion gestartet. Neben einer finanziellen Unterstützung von 4500 Euro, sind unter anderem Gummistiefel, die durch die örtlichen Feuerwehren bereitgestellt wurden, nach Glatz geschickt worden. Eine große Spendenaktion im Seelsorgebereich Kulmbach erbrachte eine Spendensumme von 19.500 Euro. Dieser Betrag konnte am 4. Advent an den ehemaligen Pfarrer von Marienweiher und jetzigen Provinzial des schlesischen Franziskanerordens, Pater Alard, übergeben werden.

Bürgermeister Franz Uome hat vonseiten der Gemeinde Marktleugast ebenfalls 1000 Euro zugesagt. Um sich von den Verhältnissen vor Ort ein Bild zu machen, haben Uome, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Beck und Kirchenpfleger Hans Pezold diesen Betrag persönlich an Pater Alard in Glatz übergeben.

Auf der Reise dorthin haben sie Zwischenstation im Franziskanerkloster in Görlitz gemacht. Von dort aus hat sie Pater Alard mit nach Polen genommen. Vor Ort war man schockiert von den immensen Schäden, die entstanden sind. Es wird bei der Schadenssumme von einem mittleren einstelligen Millionenbetrag ausgegangen. Pater Alard zeigte ihnen das Kloster mit all seinen baulichen Besonderheiten und auch die ersten Sanierungsfortschritte.

Nach der Übernachtung in der Klosteranlage der Basilika Albendorf, das schlesische Jerusalem, haben sie diese am nächsten Tag besichtigt. Hans Pezold

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