„Love is in the air“, passend zum Valentinstag, war das Motto beim diesjährigen Büttenabend der DJK Kothen. Die Fäden hierfür lagen bei Claudi Kraus und Lena Böhm in bewährten Händen. Neunzig Akteure und Akteurinnen vor und hinter der Bühne sorgten für Frohsinn und Freude bis nach Mitternacht.
Schnell leitete Engelchen Sabrina Beck über an die „oberste Quelle der Liebe“ Gott Amor (Tim Hornung), und an seiner Seite die Göttin der Liebe Aphrodite (Lena Böhm). Sie moderierten den närrischen Abend.
Begeisterung auf der Bühne
Bei Herz-Konfetti und Liebespfeilen von Gott Amor sprang der Funk schnell über auf das Publikum. Ohne Zugabe gingen weder die Jüngsten „Die tanzenden Socken“, noch die Mottener „Konfettis“ mit ihrem Tanz „Abenteuerland“, „Not Perfect“ im Harry-Potter-Kostüm von der Bühne. Nicht mehr wegzudenken sind die Kothener Ministranten. Unter Regie von Sandra Reith ließen sie an ihrer WhatsApp-Gruppe teilnehmen und setzten den diesjährigen Faschingshit „Gute Laune einfach überall“ als Kothener Minis um.
„Büttenabend“, den Namen des Abends, setzten Benedikt Kraus als Sportheimwirt und Manuel Weller als „Öberdurfer Blutechel“ mit ihren selbstgeschriebenen Büttenreden gekonnt um. Vater und Tochter, Roland Kraus und Hannah Kraus, sorgten mit dem Sketch „Zwei Damen im Zug“ für Kurzweil.
Kritik aus der Region
Highlight des Abends war sicherlich das „Köthner Festeselchen“ (Manuel Weller), das sich beklagte, dass kaum mehr Köthner die heimischen Feste besuchten. „Das Leben ist für mich ein Graus, denn ich bin meistens zu Haus.“ Mit Netflix und Amazon Prime blieben die Leute lieber daheim. Das unterstrichen für die Feuerwehr (Tobias Kraus), DJK Kothen (Stefan Belz), Obst- und Gartenbauverein (Benedikt Kraus), Soldaten- und Kriegerkameradschaft (Tim Hornung), allerdings weniger für den Musikverein (Manuel Bug), bei einem G’stanzl.
Hierfür ließen sie den einst von den verstorbenen Alfons Kraus und Lothar Selig initiierten „Bandelwurm“ nach mehr als zehn Jahren wieder aufleben. Es begleiteten musikalisch Joachim Bauer (Steirische Harmonika) und Tristan Keidel (Gitarre mit neuem Bandelwurm). „Brauchtumspflege ist ein Muss, sei kein Esel, sonst ist bald Schluss!“, appellierten sie.
Politische Seitenhiebe
Die Autokarawane, die sich seit Monaten durch das Dorf zieht aufgrund der Römershager Brückensanierung, die Friedhofstreppe, der der Abriss droht, die anstehende Bürgermeisterinnenwahl kommentierten beim Dorftratsch in der „Postkutsche“ Daniela Kraus und Roland Kraus, Jasmin Scherner sowie Simone Müller und Jürgen Müller. Sie forderten außerdem „lets have more Kandidaten und Kandidatinnen“ für den Mottener Gemeinderat. Den Vorschlag „Roland Kraus Bürgermeisterkandidat“ lehnt dieser ab: „Die Gemeinde ist noch nicht bereit für mich.“
Beim „Herzblatt“ mit Rudi Carrell (Felix Bauer) entschied sich die Kandidatin (Regina Fraunhofer), wie im wahren Leben, gegen die Kandidaten (Oliver Kömpel, Florian Vogler und Ronald Kömpel) für den Moderator.
Hochgebirge und Humor
„Liebe braucht keine Aida“, war das Ergebnis von Ehepaar Kerstin Beck und Thomas Beck in ihrer Präsentation „Traumschiff Surprise“ und den Erfahrungen auf der Aidanova. „Die Alpen sind voll, deshalb sind wir auf Erkundungstour im Kothener Hochgebirge“, so Georg Fraunhofer und Franz Fraunhofer aus der Nähe von Regensburg und Brüder der Akteurin Regina Fraunhofer. In niederbayerischem Dialekt lösten sie das Versprechen von vor vier Jahren ein. Als Vertreter des Deutschen Alpenvereins begaben sie sich auf die Mountainbikestrecke beim Radvierer über die Mottener Haube und versuchten sich am schwierigsten Teil, dem Pilster, dem Matterhorn in Kothen. Ihr Urteil in einer Hommage: „Der DAV hat gegen die DJK keine Chance. Theater, Büttenabend, Rad-Vierer – in Kothen wunderbar, macht alles die DJK!“
Ohne Worte, dafür gekonnt gestenreich präsentierten Laura Kraus, Verena Link, Sabrina Hornung, Ellen Müller-Bug, Sophie Zeier, Laura Hahn, Christina Belz und Annika Vogler „Sparmaßnahmen im Altersheim“. Zum Abschluss heizten noch einmal die Blue Magics aus Heubach mit dem Tanz „Mord im Kommissariat“ ein.
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