„Hier wollte ich gar nicht mehr weg.“ Fotograf Stefan Weindl reist zu den schönsten Plätzen der Erde, unter anderem nach Norwegen. Dorthin nimmt er seine Zuschauer mit: Ins Land der Mitternachtssonne bei einem Multivisionsvortrag in der ehemaligen Synagoge in Lichtenfels am heutigen Freitag um 18 und um 20 Uhr.
Seit 1984 arbeitet Weindl als freischaffender Fotograf, das Diplom seines erfolgreich abgeschlossenen Ingenieurstudiums fristet seither in einem Aktenordner ein unbeachtetes Dasein. Der Mann aus Aglasterhausen ging damals einfach seiner Leidenschaft nach, „und das war genau die richtige Entscheidung“, bereut er bis heute nichts. Auch die Transformation von der analogen zur digitalen Fotografie steckte er weg.
Ausgedehnte Reisen
„Klar war ich lange Zeit ein glühender Verfechter der analogen großformatigen Fotografie. Aber nun nutze ich seit vielen Jahren die Vorteile der hochauflösenden digitalen Vollformatkameras vorbehaltlos und ohne jeden Blick zurück.“
In den vergangenen 40 Jahren haben ihn ausgedehnte Reisen viele Male nach Australien, Neuseeland, Südamerika und in das südliche Afrika geführt, nennt er Schwerpunkte seiner Arbeit. Aber auch in den Gebieten des kühlen Nordens wie Kanada, Alaska, Schottland, Norwegen und Spitzbergen sei er oft unterwegs gewesen, fügt er hinzu. Immer auf der Suche nach den „Bildern unsere Erde“.
Seine Leidenschaft teilt er sehr gerne mit Menschen, die „die Natur so grandios erleben möchten, wie sie vielleicht nie mehr zu sehen sein wird“. Mit seinen Multivisionen über Australien, Südamerika, Neuseeland, New York, Schottland, Kanada und Südafrika schaffte er sich das Podium, um die „Bilder unserer Erde“ in aller Qualität und Schönheit sichtbar zu machen. Sichtbar und erlebbar für ein breites Publikum.
Am heutigen Freitag gastiert Weindl mit seiner Multivision „Norwegen – Im Land der Mitternachtssonne“ in Lichtenfels. Mit acht Projektoren, sechs bis zehn Meter Breitleinwand und 630 Panoramadias gelingt es ihm eindrucksvoll, dieses an Naturwundern so reiche Land darzustellen. „Wieder kommen dabei zwei Panorama-Großbildprojektoren zum Einsatz, die mit bester Bildqualität für einen wahren Augenschmaus sorgen“, versichert der Fotograf.
Und auf was dürfen sich die Naturliebhaber so alles freuen? „Auf traumhaft schöne Fjorde, in die eiszeitliche Gletscher kalben, und kleine Fischerdörfer mit farbigen Holzhäusern und Trockenfisch vor der Türe“, macht Weindl Appetit.
Aber natürlich sei das längst nicht alles: „Wir tauchen ein in nicht enden wollende Sommerabende auf sagenhaft schönen und dramatischen Schiffs- und Fährpassagen und besuchen eine wunderbare Tierwelt mit Elchen, Rentieren, Luchsen, Eisbären, Walrossen und Papageientauchern. Und natürlich das Nordkap, diesen viel besuchten Felsen im Nordmeer mit seiner großen Anziehungskraft“, ergänzt der Fotograf. „Weitere 1000 Kilometer nördlich liegt die stark vergletscherte Inselgruppe Spitzbergens am Rand des ewigen Polareises. Die Mitternachtssonne ist hier im Sommer viereinhalb Monate zu sehen und trotzdem betragen die Höchsttemperaturen nur etwa acht Grad“, erzählt Weindl. „Es gibt keine Straßen und Wege zwischen den wenigen Siedlungen, und Wandergruppen müssen Waffen mit sich führen, um Eisbärenangriffe abwehren zu können. “ red









