Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
So erlebten die Zuschauer die Diskussion
Margit Kirchner sagt zur Diskussion: „Vogel ist im Vorteil, da er im Amt ist. Der Neuling hat ein schwierigen Stand."
Armin Fischer fand die Veranstaltung gut. Er wusste schon vorher, wen er wählt. Die Veranstaltung empfand er als gut. Den Vogel hat er besser erlebt, von Kiesel, den er nicht kannte, war er enttäuscht.
Mehr Applaus für Vogel
Mehr Applaus erhielt wohl der Amtsinhaber. Manche Ausführungen von Kiesel - etwa beim Thema Finanzen - quittierte das Publikum mit Gelächter oder Geraune. Allerdings konnte auch der Herausforderer ab und an beim Publikum punkten.
Die Moderatoren und Kandidaten

Souveräne Moderation
Was bleibt von diesem Abend? Karl Kovacs und Benedikt Borst haben jedenfalls äußerst souverän das Podium moderiert. Beide Kandidaten kamen zu Wort, zu lange Ausschweifungen waren selten.
Die Veranstaltung ist beendet
Die Zuschauer verlassen nach und nach den Saal.
Das Ende naht
Es geht auf das Ende zu. Benedikt Borst fragt nochmal ins Publikum, ob einem jetzt schon klar ist, wen man seine Stimme geben will. Nun melden sich fast alle Zuschauer.
Karl Kovacs appelliert nochmal, eine demokratische Partei zu wählen. Das quittieren Zuschauer wie Kandidaten mit großem Applaus.
Die Schlussplädoyers
Jetzt hat jeder 90 Sekunden Zeit, ein Schlussplädoyer zu halten.
Kiesel macht den Anfang. „Für mich wäre es eine Berufung. Ich würde ein Netzwerk aufbauen. Ich lerne schnell und würde in das Amt hineinwachsen."
Für Bad Kissingen sieht er in den nächsten Jahre solide Finanzen, ein Hallenbad und mehr Bürgernähe.
Dann ist Vogel an der Reihe: „Wir haben viel bewegt in der Stadt." Er nennt das Freibad, den Garitzer Kreisel und die Kitaproblematik.
Neuen Projekten müsse sich jetzt gewidmet werden - etwa dem Bahnhof. „Never change a winning team!", sagt er zum Schluss. Das Publikum spendet ihm deutlich mehr Applaus als seinem Herausforderer.
Schluss mit der Fragerunde!
Die restlichen Fragen werden über die Zeitungen nachträglich beantwortet.
Was wollen Sie tun für soziale Teilhabe?
Vogel: „Ich habe eingeführt, dass alle Kinder in der dritten Klasse die Räumlichkeiten hier sehen." Einen Sozialtarif bei Eintrittspreisen sieht er kaum umsetzbar. „Wo setzt man da die Grenze?", fragt er rhetorisch.
Kiesel: „Die Älteren geben irgendwann ihr Auto auf und steigen auf Bus um." Er fordert deshalb, den öffentlichen Nahverkehr günstiger zu machen.
André Kiesel

Nun werden die Zuschauerfragen gestellt
Wie sieht die Zukunft aus, um Bad Kissingen attraktiver für Jugendliche zu machen?
Vogel: Es ist eine Mär, dass es keine Angebote für junge Leute gibt. Es gibt ein Kino, oft sind aber nur wenige dar. Die Angebote müssen schon genutzt werden." Er kann sich aber, bei einem Rückkauf der Eishalle, Paddle-Tennis und Indoorbouldern vorstellen.
Kiesel spricht sich für freien Eintritt für Jugendliche im Theater und beim Kissinger Sommer aus. Auch für einen Grillplatz ist er. „Er ist nicht teuer und die Jugendliche können dort ungestört ihre Zeit verbringen."
Dirk Vogel

Nun ist die lokale Wirtschaft an der Reihe und der Wohnungsmarkt
Es geht nun um die lokale Wirtschaft.
Kiesel zeigt sich erfreut, dass es bei der Kaserne Nord weiter geht: „Am besten siedeln sich dort Unternehmen an, die gut Gewerbesteuer zahlen."
Vogel sagt: „ Wir müssen unsere Wirtschaft diversifizieren. Die verpestenden Fabriken gibt es doch eh nicht mehr." Industrie stelle also kein Widerspruch zur Kurstadt dar.
Die Diskussion wird nun auf den Wohnungsmarkt gelenkt.
Moderator Borst: „Es gibt eine Wohnungsmarktanalyse: Es fehlt bezahlbarer Wohnraum. Herr Kiesel, wo sollen Menschen wohnen, die nicht so viel Geld in der Tasche haben?"
Kiesel will Baugebiete schaffen und die verfallenen Häuser beim Spielwarenhaus Ahlert herrichten und an ärmere Menschen gemeinnützig vermieten.
Auch Vogel sagt auf Nachfrage, dass auch er ein Problem für Menschen mit kleinem Geldbeutel sieht. „Die Nachfrage nach Wohnungen ist höher als das Angebot." Trotzdem gebe es Wohnungen in dem Segment - wie von der Gewo. Er will mit der Gewo mehr im sozialen Wohnungsbau tun und den Bauturbo der Bundesregierung nutzen, um in zweiter Reihe zu bauen und Häuser aufzustocken.
Dirk Vogel im Einzelgespräch
Moderator Borst bittet den Amtsinhaber zum Einzelgespräch.
Seine Frage: „Wenn Sie den Wahlkampf vor sechs Jahren mit diesen vergleichen, was hat sich verändert?"
„Die Rahmenbedingungen haben sich schon verändert. Wenn man sich anschaut, über welche Themen wir damals gesprochen haben. Ob zum Beispiel das Rathaus mit Blumen geschmückt werden soll." Jetzt sei es ernster geworden. Krieg in Europa. Das gesellschaftliche Klima habe sich geändert. „Die Beschwerden an die Stadt sind weniger geworden, das zeigt, dass es in Bad Kissingen läuft."
Borst: „Sie treten nicht für den Kreistag an. Warum?" Vogel: „Weil es Zeit bindet."
Der Journalist will von Vogel wissen, wie sein Führungsstil im Rathaus ausschaut. Seine Antwort ist knapp: „Ergebnisorientiert." „Und wie sehen die Mitarbeiter Sie?" „Freundlich fordernd!"
Nun geht es ums Hallenbad und die KissSalis
Neues Thema ist die KissSalis-Therme.
Kiesel macht klar: „Die KissSalis ist das einzige, was Gewinn abwirft. Einen Verkauf der KissSalis wird es mit mir nicht geben." Seine Ideen für die Therme: Ausbau der Wohnwagenstellplätze und eine Errichtung eines Hallenbades dort. „Das sind Synergieeffekte. Man kann Umkleidekabinen und Kassen zusammenlegen." Das Hallenbad will er als interkommunales Projekt umsetzen.
Der amtierende OB sagt zum Hallenbad: „Wir werden im Haushalt den investiven Teil nicht finanzieren können." Der Unterhalt sei aber das teuerste. Er sagt, man könne den Bau eines Hallenbades nicht gegen andere Projekte ausspielen - wie der Sanierung von Straßen. Deswegen müsse man ergebnisoffen und zielorientiert eine Lösung erarbeiten, das könne auch bedeuten, die KissSalis ganz oder teilweise zu verkaufen. „Wenn wir ein Hallenbad haben wollen, müssen wir Risiken gehen."
Moderator Benedikt Borst

Es geht weiter!
Die Pause ist beendet.
Infrastruktur wird debattiert
Jetzt geht es um die städtische Infrastruktur. Moderator Borst will wissen: „Wie entscheiden Sie, welche Straßen bearbeitet werden?"
Kiesel antwortet: „Letztendlich ist mir Bürgernähe wichtig, auch Verwaltung und Servicebetrieb haben einen Überblick."
Vogel sagt: „Wir haben nicht genug Geld. Wir müssen gucken, wo wir mit unserem Geld möglichst weit vorankommen. Wir müssen agil sein und einen Plan haben, wo wir mit wenig Geld möglichst weit kommen."
Moderator Karl Kovacs führt das Einzelgespräch mit Kiesel





