Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die kommenden Tage eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr für weite Teile Bayerns gemeldet. 25 Messstationen zeigen laut DWD für Donnerstag (30. Juli 2026) die höchste Gefahrenstufe.
Auch am Mittwoch (29. Juli 2026) sowie am Freitag und am Samstag besteht laut DWD-Daten ein mittleres bis hohes Waldbrandrisiko im Freistaat. Um das Risiko für Brände zu minimieren, rufen die Bezirksregierungen dazu auf, in Waldgebieten und deren Umgebung keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen. Fahrzeuge sollten zudem nicht auf leicht entzündlichem Untergrund wie Wiesen oder Waldwegen geparkt werden, weil heiße Motoren den Boden entflammen könnten.
Wo in Franken die höchste Waldbrandgefahr herrscht
Der Höhepunkt der Waldbrandgefahr wird laut DWD am Donnerstag erreicht. Die Warnstufe 5 von 5 wird in Bayern an 25 Messstellen erreicht, darunter 17 alleine aus Franken (in alphabetischer Reihenfolge):
- Arnstein-Müdesheim (Landkreis Main-Spessart)
- Bad Königshofen (Landkreis Rhön-Grabfeld)
- Bad Kissingen (Landkreis Bad Kissingen)
- Bamberg (Stadt)
- Gollhofen (Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim)
- Kahl am Main (Landkreis Aschaffenburg)
- Kitzingen (Landkreis Kitzingen)
- Kronach (Landkreis Kronach)
- Lohr-Halsbach (Landkreis Main-Spessart)
- Möhrendorf-Kleinseebach (Landkreis Erlangen-Höchstadt)
- Neuhütten (Landkreis Main-Spessart)
- Nürnberg Flughafen (Stadt Nürnberg)
- Ostheim vor der Rhön (Landkreis Rhön-Grabfeld)
- Rothenburg ob der Tauber (Stadt)
- Röllbach (Landkreis Miltenberg)
- Sandberg (Landkreis Rhön-Grabfeld)
- Weidenbach-Weiherschneidbach (Landkreis Ansbach)
Aufgeführt ist die Waldbrandgefahr an den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes. Bei der Waldbrand-Gefahrenstufe 5 können Wälder gesperrt werden, und Kommunen können weitere Verbote erlassen, um die Gefahr von Waldbränden zu minimieren.
Hitze und Trockenheit - bis zu 37 Grad in Franken möglich
Während in Franken Trockenheit und hohe Temperaturen die Waldbrandgefahr vielerorts auf das Maximum steigen lassen, gilt insbesondere für den Süden Bayerns laut DWD am Mittwoch zudem eine Hitze-Warnung: Am Westrand von Hoch Olaf über Osteuropa gelange von Südwesten zunehmend heiße Luft subtropischen Ursprungs nach Süddeutschland. Für den Nachmittag und Abend müsse in Alpennähe mit einzelnen Gewittern und Starkregen, Hagel und Sturmböen gerechnet werden.
Am Mittwoch fließt heiße und trockene Luft aus Spanien nach Franken, und die Temperaturen steigen auf 33 bis 36 Grad, berichtet der fränkische Wetterexperte Stefan Ochs auf seinem Portal wetterochs.de. Der gelegentlich leicht auffrischende Wind weht aus wechselnden Richtungen.
"Am sonnigen Donnerstag wird uns mächtig eingeheizt", meldet Ochs. Die Temperaturen steigen auf 37 bis 38 Grad. Für den Donnerstagabend wird eine Druckwelle mit stürmischen Böen und sogar einzelnen Sturmböen aus Nordwest erwartet. Verursacht werden soll diese von kühlerer Luft, die aus Regenschauern über Hessen ausfließt. Bei uns werden keine Schauer oder Gewitter erwartet, weil die Luft noch zu trocken ist.
Hitze mit möglichen Gewittern am Wochenende
Am Freitag wird die Luft deutlich feuchter, es wird schwül. Zunächst scheint die Sonne und die Temperaturen steigen auf 33 bis 36 Grad. Im Tagesverlauf entwickeln sich dann Gewitter, die sehr heftig ausfallen können, warnt Ochs.
Am Samstag ist es mit Höchsttemperaturen nahe 30 Grad nicht mehr so heiß. Ob sich die große Schwüle auch in Gewittern entladen wird, ist noch unsicher. Am Sonntag und Montag steigen die Temperaturen vorübergehend wieder an (31 bzw. 34 Grad). Der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre bleibt hoch. In welchem Ausmaß das dann zu Bildung von Gewittern führen wird, kann man aber noch nicht abschätzen.
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