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Kind wählte Notruf
Aufsehenerregender Einsatz in Bamberg: Polizei nennt neue Details
Suche nach einem mutmaßlichen Fall häuslicher Gewalt in Heiligenstadt.
An der Wohnadresse des Mannes (49) in Ebermannstadt (Bild rechts) traf die Polizei niemanden an. Der Zugriff erfolgte einige Zeit später am südlichen Stadtrand von Bamberg auf der Straße (linkes Bild). // 
Mutmaßliche Gewalttat in Heiligenstadt
Der Zugriff auf den Tatverdächtigen erfolgte in Bamberg an der B22, Abzweig zur Forchheimer Straße. // NEWS5 / Lars Haubner
Mutmaßliche Gewalttat in Heiligenstadt
Der Zugriff auf den Tatverdächtigen erfolgte in Bamberg an der B22, Abzweig zur Forchheimer Straße. // NEWS5 / Lars Haubner
Mutmaßliche Gewalttat in Heiligenstadt
Ein Notruf wegen eines Falles häuslicher Gewalt in Heiligenstadt löste am 27. Juli 2026 einen großen Polizeieinsatz aus. // NEWS5 / Lars Haubner
Mutmaßliche Gewalttat in Heiligenstadt
Die Suche nach dem mutmaßlichen Täter führte die Polizei auch zu einem Mehrfamilienhaus nach Ebermannstadt. // NEWS5 / Lars Haubner
Bamberg – Nach einer mutmaßlichen Gewalttat hat die Polizei ein Auto mit einem Mann, einer verletzten Frau und einem Kind in Bamberg gestoppt. Polizei und Staatsanwaltschaft nennen neue Details.
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Update vom 28.07.2026, 16.26 Uhr: Mann nach Polizeieinsatz in Bamberg in U-Haft

Nach dem größeren Polizeieinsatz am Montag (27. Juli) in Bamberg, Heiligenstadt und Ebermannstadt befindet sich der 49-jährige Tatverdächtige inzwischen in Untersuchungshaft. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bamberg ermitteln unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und der Freiheitsberaubung.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen soll der 49-jährige türkische Staatsangehörige am Montagmorgen trotz eines bestehenden Kontaktverbots die Wohnanschrift seiner getrennt lebenden 36-jährigen türkischen Ehefrau in Heiligenstadt aufgesucht haben. Dort soll er die Frau auf bislang nicht näher geklärte Weise verletzt haben.

Anschließend soll der Familienvater gemeinsam mit der Verletzten und einem gemeinsamen Kind (11) die Wohnung mit einem Auto verlassen haben. Zwei weitere gemeinsame Kinder blieben in der Wohnung zurück. Eines der Kinder verständigte über den Notruf die Polizei.

Frau von getrennt lebendem Ehemann entführt und verletzt - Kind wählte Notruf

Umgehend wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Neben zahlreichen Streifen waren auch ein Polizeihubschrauber und Spezialkräfte im Einsatz. Im Rahmen der Fahndung durchsuchten Spezialeinsatzkräfte auch eine Wohnung in Ebermannstadt, in der sich weitere Familienangehörige aufhielten. Die gesuchten Personen wurden dort jedoch nicht angetroffen.

Das gesuchte Fahrzeug konnte schließlich auf der A73 gesichtet und gegen 15.15 Uhr am Montag auf der B22 bei Bamberg angehalten werden. Mehrere Autofahrer wurden Augenzeugen des Einsatzes. Einer von ihnen schildert, wie er den Polizeieinsatz erlebte. Die verletzte Frau kam unverzüglich in ein Krankenhaus und wurde dort stationär aufgenommen.

Die Polizei nahm den 49-Jährigen vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg wurde er am Dienstagnachmittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl unter anderem wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung sowie der Freiheitsberaubung.

Die drei Kinder blieben bei dem ganzen Vorfall unverletzt und befinden sich jetzt in der Obhut des Jugendamts. Die weiteren Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Kriminalpolizei Bamberg.

Update vom 28.07.2026, 10.23 Uhr: Polizei kündigt weitere Details zu Festnahme in Bamberg an

Nach der Festnahme eines Mannes, der mit seiner verletzten, getrennt lebenden Ehepartnerin und dem gemeinsamen Kind (11) in Bamberg von der Polizei aufgehalten worden ist, sind noch viele Fragen offen. Wodurch entstanden die Verletzungen der Frau? Hat das elfjährige Kind den Notruf gerufen oder handelte es sich um eine andere Jugendliche? Was genau war das Motiv des Mannes? 

Auf Nachfrage von inFranken.de erklärt die Polizei Oberfranken am Dienstag (28. Juli 2026), dass sie sich am Vormittag mit der Staatsanwaltschaft absprechen wolle, welche weiteren Informationen sie veröffentlichen werde. inFranken.de wird sie in diesem Artikel hinzufügen. Ein Video der Nachrichtenagentur News5 zeigt derweil ein Großaufgebot von Polizeiautos nahe der Brose Arena, Einsatzkräfte mit Sturmhauben, ein Auto mit eingeschlagener Scheibe und Rettungskräfte, die offenbar eine auf der Straße liegende Person versorgen. 

Update vom 27.07.2026, 18.19 Uhr: Auch ein Kind (11) sitzt bei Zugriff im Auto

Mittlerweile hat die Polizei weitere Details zum Fall bekannt gegeben. Demnach saßen neben einem Mann (49) und der verletzten Frau (36) auch das gemeinsame elfjährige Kind der beiden in dem Fahrzeug, das Spezialkräfte der Polizei am Montagnachmittag gegen 15.45 Uhr im Bereich der B22 und Forchheimer Straße am südlichen Stadtrand von Bamberg stoppten.

Die Polizei habe das Fahrzeug gestoppt und alle drei Insassen aus dem Auto herausgebracht. Beim Zugriff hätten die Spezialeinsatzkräfte dann auch "die Verletzungen der Frau gesehen", wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken im Gespräch mit News5 schildert. Die Verletzte sei umgehend in medizinische Behandlung gebracht worden.

Verdacht, "dass eine Gewalttat passiert sein könnte"

Die Polizei spricht mittlerweile in dem Fall von einem Körperverletzungsdelikt und einem Gewaltdelikt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat stünden jedoch noch ganz am Anfang. 

Etwas klarer ist derweil, welches Drama sich über den Tag vom Notruf in Heiligenstadt bis zum Zugriff in Bamberg abgespielt hat. Laut Polizei habe eine Jugendliche am Vormittag den Notruf gewählt und von einer Gewalttat im häuslichen Bereich berichtet. Ob es sich dabei um das Kind der beiden handelte, geht aus dem Statement der Polizei nicht hervor. Nach Angaben der Polizei seien der Mann und die Frau im Auto "getrennt lebende Ehepartner".

Die beiden seien vor Ort in Heiligenstadt nicht mehr anzutreffen gewesen, als die ersten Polizeistreifen eintrafen. Aber aufgrund der Spurenlage habe sich laut Polizei der Verdacht ergeben, "dass hier eine Gewalttat passiert sein könnte", so der Polizeisprecher gegenüber News5. Deshalb seien sofort umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet worden. 

Polizeihubschrauber findet Fahrzeug auf der A73 - dann erfolgt der Zugriff

"Wir haben dann mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers versucht, das Familienfahrzeug zu finden", so der Polizeisprecher. Nach mehreren Stunden habe man das Fahrzeug schließlich auf der A73 lokalisieren können. Es sei zu keiner "klassischen Verfolgungsjagd" gekommen. Es habe zu jeder Zeit eine Kommunikation zwischen dem Hubschrauber und den eingesetzten Polizeifahrzeugen am Boden gegeben.

Die Aktion am Ortsrand von Bamberg sei "eine gezielte Aktion" gewesen. Bei der Wohnung in Ebermannstadt, die ebenfalls im Rahmen des Einsatzes durchsucht wurde, handelt es sich nach Angaben der Polizei um die Wohnung des 49-jährigen Mannes. Vor Ort habe man aber niemanden angetroffen.

Ursprungsartikel vom 27.07.2026, 16.19 Uhr: Verletzte Frau in Auto - Zugriff in Bamberg

Ein Notruf über eine mutmaßliche Körperverletzung im häuslichen Bereich hat am Montagvormittag (27. Juli 2026) einen stundenlangen Polizeieinsatz im Landkreis Bamberg ausgelöst. Gegen 9.45 Uhr ging bei der Einsatzzentrale die Mitteilung über einen Streit in einem Wohnanwesen in Heiligenstadt ein. Der Zugriff erfolgte schließlich am Stadtrand von Bamberg. 

Noch bevor die alarmierten Polizeistreifen das Wohnhaus in Heiligenstadt erreichten, habe die betroffene Familie das Anwesen offenbar mit einem Fahrzeug verlassen, heißt es im Polizeibericht. Da zu diesem Zeitpunkt davon auszugehen war, dass zumindest eine Person im Fahrzeug zuvor Verletzungen erlitten hatte, leiteten die Einsatzkräfte umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Zur Unterstützung kamen nach Angaben der Polizei neben zahlreichen Polizeistreifen auch ein Polizeihubschrauber sowie Spezialkräfte zum Einsatz.

Polizei findet beim Zugriff in Bamberg eine verletzte Frau im Auto

Nach mehreren Stunden konnte das gesuchte Fahrzeug auf der A73 festgestellt und wenig später, gegen 15.15 Uhr, auf der B22 bei Bamberg angehalten werden. Der Zugriff auf das Fahrzeug mit mehreren Polizeifahrzeugen und Beamten in Zivil erfolgte im Bereich der B22 und Forchheimer Straße am südlichen Stadtrand von Bamberg nahe der Brose-Arena. 

Beim Zugriff habe sich der Verdacht bestätigt, dass die Frau in dem Fahrzeug verletzt war, meldet die Polizei. Der Mann im Fahrzeug - im Polizeibericht als Familienvater bezeichnet - sei vorläufig festgenommen worden.

Auf Anfrage von inFranken.de bestätigt die Polizei einen längeren Sucheinsatz nach dem Fahrzeug. Eine Verfolgungsjagd habe es nicht gegeben. Auf der Suche nach dem Mann und der mutmaßlich verletzten Frau durchsuchte die Polizei außerdem eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Ebermannstadt. Dort konnten die beiden Gesuchten jedoch nicht angetroffen werden. 

Die Kripo Bamberg ermittelt in dem Fall

Ob und in welchem Beziehungsverhältnis der Mann und die Frau in dem gestoppten Fahrzeug stehen, dazu macht die Polizei am Montagnachmittag noch keine Angaben. Auch zur Schwere der Verletzungen, die die Frau erlitten haben soll, gibt die Polizei noch keine Auskunft. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Bamberg laufen.

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