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Fall aus Kreis Bamberg im TV
Bei Aktenzeichen XY: Das ist zwei Jahre nach Raub bekannt
Aktenzeichen XY
Die ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY» rekonstruiert den Taser-Überfall in Waizendorf bei Stegaurach. (Symbolbild) // Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Waizendorf – Der brutale Raubüberfall aus Waizendorf bei Bamberg im April 2024 schockte die ganze Region. Am Mittwoch nimmt sich die ZDF-Serie „Aktenzeichen XY“ des Falls an. Warum die Polizei diesen Schritt geht.

Die Aufklärungsquote für Straftaten in Oberfranken liegt laut des aktuellen Sicherheitsreports 2025 bei 71,6 Prozent und damit über dem landesweiten Durchschnitt (66,0 Prozent). Von den Diebstahlsdelikten wurde etwa die Hälfte aufgeklärt (49,8 Prozent) – so aber nicht der Fall aus Waizendorf bei Stegaurach. Bis heute sind die Täter nicht gefunden worden und befinden sich auf freiem Fuß. Nun wird der Fall am Mittwoch, 29. Juli, ab 20.15 Uhr in der ZDF-Serie „Aktenzeichen XY – ungelöst“ wieder aufgerollt.

Studio von "Aktenzeichen XY... Ungelöst"
In der ZDF-Sendung geht es unter anderem um einen Raubüberfall in Waizendorf. (Symbolbild) // Peter Kneffel/dpa

Waizendorf: Dieser Fall ist bei Aktenzeichen XY

Am 24. April 2024 stiegen zwei Einbrecher gegen acht Uhr in Waizendorf bei Bamberg in ein Mehrfamilienhaus ein. Zu diesem Zeitpunkt lebten drei Mietparteien in dem Haus. Die Täter verschafften sich den Zutritt gewaltsam durch ein Fenster.

Die Täter überwältigten zunächst zwei männliche Hausbewohner, verletzten sie dabei und fesselten sie an Stühlen. Die Einbrecher waren dabei mit einem Taser (Elektroschockpistole) bewaffnet und setzten damit eines der Opfer außer Gefecht. Eigentlich aber hatten die Einbrecher wohl ein anderes Ziel: die dritte Wohnung. Deren Bewohner war jedoch nicht zu Hause.

Dort stahlen sie unter anderem eine Münzsammlung, Bargeld und mehrere Armbanduhren im Wert von etwa 10.000 Euro. Eines der Opfer aus der anderen Wohnung konnte sich befreien und verständigte gegen neun Uhr über den Notruf die Polizei. Die Spuren führten die Beamten zu einem Waldrand. Es wird vermutet, dass dort ein Fluchtauto abgestellt wurde, mit welchem die Einbrecher anschließend endgültig fliehen konnten.

Das Polizeipräsidium Oberfranken bestätigte den Tathergang gegenüber dem Fränkischen Tag.

Raubüberfall
Die Täter griffen einen Hausbewohner mit einem Taser an und stahlen eine Münzsammlung, Bargeld und mehrere Armbanduhren. (Symbolbild) // Nicolas Armer/dpa

Im ZDF: Polizei in Bamberg hofft auf Informationen

„Es ist toll, dass man diesen Schritt über das Aktenzeichen XY wagt“, sagt Matthias Potzel, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken. Bisher seien die Täter noch nicht gefasst worden. Die Kriminalpolizei Bamberg ermittle weiterhin in dem Fall und erhoffe sich durch Aktenzeichen XY wichtige Hinweise und Informationen vom ZDF-Publikum. 

Da es keine weiteren Anhaltspunkte gebe, sei die Polizei auf weitere Hilfe angewiesen. Eine detaillierte Täterbeschreibung oder ein Phantombild gebe es nicht, die Einbrecher sollen jedoch männlich, maskiert und dunkel gekleidet gewesen sein.

Polizei - Symbolbild
Nach dem Einbruch im April 2024 hatte die Polizei vergeblich nach den Tätern gesucht. (Symbolbild) // Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Sicherheit in der Gemeinde Stegaurach

Und was macht die Gemeinde Stegaurach für die Einwohner, in deren direkter Nachbarschaft vor rund zwei Jahren dieser schlimme Raubüberfall stattfand? Der Erste Bürgermeister der Gemeinde Stegaurach, Thilo Wagner (FW), schätzt die Sicherheit der Bürger als „insgesamt gut“ ein, der Fall aus Waizendorf sei im ländlichen Bereich als Ausnahme und Einzelfall anzusehen. 

Für Wagner sei die öffentliche Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Bürger ein wichtiges Anliegen. „Wir arbeiten eng, gut und vertraulich mit der Polizei Bamberg Land zusammen. Auch die Feuerwehren in unseren Gemeindeteilen sind gut aufgestellt und werden von der Gemeinde finanziell gut ausgestattet“, sagt der Bürgermeister.

Im Bereich der Prävention arbeite die Gemeinde mit der Polizei zusammen. Informationsveranstaltungen und Vorträge, vor allem für Senioren, sollen dabei helfen, über mögliche Gefahren aufzuklären. Vor allem geht es bei  den Veranstaltungen um das Sensibilisieren für Trickbetrügereien und typische Betrugsmaschen.

„Darüber hinaus prüfen wir fortlaufend, welche Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Sicherheit und des Sicherheitsgefühls in unserer Gemeinde beitragen können“, sagt Wagner. Über das Gemeindeblatt und die öffentlichen Kommunikationskanäle werden die Bürger regelmäßig über relevante Themen, Angebote und Präventionsmaßnahmen informiert.

Stegaurachs Erster BürgermeisterThilo Wagner.
Stegaurachs Erster BürgermeisterThilo Wagner. // Foto: Ronald Rinklef

So sicher ist Oberfranken

Laut dem Sicherheitsreport des Polizeipräsidiums Oberfranken 2025 ist die Kriminalitätsentwicklung im Landkreis Bamberg rückläufig. Mit einem Minus von 17,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hat der Landkreis sogar den stärksten Rückgang in Oberfranken.

Beim „Wohnungseinbruchsdiebstahl“ wurden im vergangenen Jahr 283 Fälle erfasst, wobei nahezu jeder zweite Einbruch von den Tätern nicht zu Ende gebracht wurde. Diesbezüglich bewegt sich Oberfranken im bayernweiten Mittelfeld. 

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