In Müll geworfen
Babyleiche: Frau aus Kreis Bamberg angeklagt
Betroffene Heinersreuther hatten an der Fundstelle Kerzen, Blumen und Plüschtiere  niedergelegt.
Betroffene Heinersreuther hatten an der Fundstelle Kerzen, Blumen und Plüschtiere niedergelegt.
Foto: Alexander Hartmann
Bayreuth – Eine 19-Jährige aus dem Landkreis Bamberg soll im Juli in Heinersreuth ihr Neugeborenes getötet haben. Nun wird Anklage erhoben.

Ihr werde Totschlag vorgeworfen, teilte das Landgericht Bayreuth am Donnerstag mit. Die damals 19-Jährige aus dem Landkreis Bamberg soll in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli im Badezimmer ihrer Wohnung in dem Ort im Landkreis Bayreuth eine lebensfähige Tochter zur Welt gebracht haben.

Nach Durchtrennung der Nabelschnur soll sie das Baby in eine Plastikverpackung eingewickelt und in einen grauen Müllsack gelegt haben. Dort starb das Kind kurze Zeit später. Die Leiche soll die Frau noch in der Nacht in der Mülltonne vor dem Anwesen entsorgt haben.

In Untersuchungshaft

Eine Frau fand den Leichnam, die Mutter wurde kurz darauf festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Anklage war laut der Mitteilung vom Donnerstag bereits am 11. November erhoben worden. Die Jugendkammer des Landgerichts Bayreuth muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Termine sind noch nicht anberaumt.

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