Zehn Anstiche
Bockbier-Anstiche: Greifenklau ist ausverkauft
Der Anstich der Brauerei Greifenklau entwickelt sich zum exklusivsten in Bamberg. Sigmund Brockard hat sich dazu entschlossen, wieder Bändchen zu verkaufen.
Der Anstich der Brauerei Greifenklau entwickelt sich zum exklusivsten in Bamberg. Sigmund Brockard hat sich dazu entschlossen, wieder Bändchen zu verkaufen.
Foto: Matthias Hoch
Bastian Sünkel von Bastian Sünkel Fränkischer Tag
Bamberg – Die Bamberger Brauerei-Gaststätte hat keine Bändchen mehr. Wer keins besitzt, hat wohl nur noch eine Chance.

Unter den Anstichen ist es die Ausnahme und aktuell Tagesgespräch: Der Greifenklau-Anstich entwickelt sich zum exklusivsten in Bamberg. Geschäftsführer Sigmund Brockard hat sich dazu entschieden, die Idee aus dem vergangenen Jahr weiterzuführen – und verkauft Tickets, also Bändchen im Vorverkauf. 12 Euro pro Bändchen, zwei Bockbier sind im Preis inbegriffen.

Am Dienstagabend postet die Brauerei dann die schlechte Nachricht für alle Unentschlossenen, die noch kein Bändchen für Donnerstag, 17. November, besorgt haben: Der Anstich ist ausverkauft.

Kein Bändchen bedeutet bei diesem Anstich auch tatsächlich: kein Einlass. Letzte Chance wäre ein privater Kontakt, der sein Bändchen loswerden will. Ein paar Nutzern bei Facebook stößt die Nachricht der Brauereigaststätte sauer auf. Es ist die Rede von „Dekadenz“ und „Kommerz“.

Greifenklau: Kein Stress an der Tür

Darauf reagiert Brauereichef Brockard gelassen: „Wären wir dekadent, würden wir versuchen, so viele Menschen wie möglich reinzulassen.“ Aber die Brauerei hat sich dagegen entschieden.

2021 waren die limitierten Tickets die Chance, den Anstich als Light-Version unter Corona-Bestimmungen durchzuführen. Damit hat Brockard gute Erfahrungen gemacht. Für 2022 hat er das Kontingent an Karten etwas aufgestockt, es ist ja keine Corona-Light-Version.

Brauerei Greifenklau
Sigmund Brockard sagt, dass er gute Erfahrungen im Corona-Jahr mit dem Vorverkauf gemacht hat.
Foto: Selina Helmrich

„Es ist einfach zu viel geworden vor Corona“, sagt Brockard. Letztes Jahr sei es besser gelaufen: kein Ärger an der Tür, die Besucher hätten noch Platz gehabt. Das Eintrittsbändchen war für ihn also ein organisatorischer Gewinn.

Außerdem leide auch seine Brauereigaststätte samt Hotel unter dem Personalmangel. Deswegen wird auch nur der Biergarten für den Anstich geöffnet. Der Brauerei-Innenhof bleibt geschlossen.

Brauerei Greifenklau Bockbier Bändchen ausverkauft
Auch ohne Werbung waren die Bändchen bei Greifenklau nach zwei Wochen ausverkauft. Der Zettel hängt am Eingang der Brauereigaststätte.
Foto: FT

Für alle, die nun nicht auf den Anstich gehen können, bleibt das Bockbier nach dem Anstich und immerhin unsere Reportage in der Bockbier-Serie, „Neun Anstiche“… – Verzeihung, neuerdings „Zehn Anstiche“, die am Freitag, 18. November, erscheinen wird. Davor sind wir noch am Donnerstag, 10. November, im Ahörnla.

Aus „Neun Anstichen“ werden „Zehn Anstiche“

Warum auf einmal “Zehn Anstiche“? Ja, Spezial war der Überraschungsanstich. Die Brauerei hat lange dicht gehalten – und den Anstich dann wie gewohnt am ersten Donnerstag im November auszutragen. Der FT war ebenso spontan dort und hat den Abend in einer Reportage festgehalten. Also „Zehn Anstiche“ statt die geplanten neun.

Sonst bleibt der Inhalt der Serie gleich. Wir begleiten (den Großteil der) Bamberger Brauerei-Bockbieranstiche und küren Anfang Dezember „Bambergs besten Bock“ zusammen mit unseren Lesern und Biersommelier Markus Raupach.

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