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Super Stimmung
Tausende Besucher genießen den Faschingsumzug in Oberhaid
Love is in the Air: Heitere Stimmung beim Faschingsumzug in Oberhaid.
Love is in the Air: Heitere Stimmung beim Faschingsumzug in Oberhaid. // Foto: Heinrich Kolb
Signet des Fränkischen Tags von Horst Lange
Oberhaid – Oberhaid hat rund 4500 Einwohner. Doch beim großen Faschingszug am Samstag, 14. Februar, kamen weit mehr Besucher. Hier die Eindrücke.

Ausnahmezustand herrsche am Samstagnachmittag in Oberhaid. Wohl weit mehr Faschingsfreunde als Oberhaid Einwohner hat, und das sind immerhin mehr als 4500,  säumten die Friedrich-Ebert-Straße, die Sandhofer Straße, den Dr.Hau-Platz bis hin „Zur Weide“, um den fast 40 Gruppen, die mit monströsen Traktoren oder auch zu Fuß unterwegs waren, mit „Helau“ zuzujubeln, mit zu schunkeln und zu singen.

Kalte Temperaturen beim Faschingszug in Oberhaid

Auch Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt vermochten der guten Laune keinen Einhalt zu gebieten, zumal allerlei angebotenes Alkoholisches für die innere Wärme, aber auch Süßigkeiten für ausgelassene Stimmung sorgte.

Die 27. Auflage des Oberhaider Faschingsumzugs reihte sich nahtlos in die Reihe ihrer närrischen Vorgänger ein. Dafür sorgte auch Sonja Vetter in der Oberhaider Amtsverwaltung im Verein mit Bürgermeister Carsten Joneitis, die schon in der Vorweihnachtszeit begann, den Zug vorzubereiten, mit Zugstrecke, Umleitungen, Security und ausreichenden „stillen Örtchen“.

Der Bürgermeister als Weingott

Den Gaudiwurm führte nach guter Tradition der Bürgermeister mit seinem Rathausteam an: Diesmal als Weingott. Nicht verwunderlich angesichts der zahlreichen Winzer in Oberhaid und seinen Ortsteilen und mit dem Spruch „Politik pausiert - Wein regiert!“, treffend untermalt.

Carsten Joneitis als Weingott
Carsten Joneitis als Weingott // Foto: Heinrich Kolb

Überhaupt war es diesmal nicht die ganz große Politik, die die Umzugsteilnehmer auf den Plan rief. Die kleinen Sorgen oder auch Freuden waren es, die man dem Narrenvolk mitteilen wollte oder einfach nur zum Schmunzeln und Lachen anregen. Einfach eine Augenweide waren so auch die Kostüme der Zugteilnehmer, ob als schwarze Schwäne oder pinke Tiere, die Hauptsache schön bunt.

Hier geht es zur großen Bildergalerie aus Oberhaid:

Ehrensache ist natürlich für die Oberhaider Vereine, Verbände und Organisationen, an ihrem Umzug teilzunehmen. Die jüngsten Teilnehmer waren wohl die Kindergartenkinder vom Kindergarten „Regenbogen“ und „Maria Hilf“ Oberhaid, für die ihre Schutzbefohlenen natürlich Herzenssache sind. Der FC Oberhaid lud nach dem Großbrand vor Jahren zur Reise zurück in die Vergangenheit ein, während der RSC Oberhaid sich über die neue Küchenecke im Vereinsheim freuten und der Judoclub Oberhaid schon mal vorsorglich auf sein 50-jähriges Jubiläum hinwies.

Die Vereine lassen sich nicht lumpen

Als Kulturträger Oberhaids reihten sich der Blasmusikverein Oberhaid, das Jugendblasorchester „Eintracht“ oder die Gemeindebücherei Oberhaid ein. Vereint in der Hoffnung auf bessere Zeiten traten die SPD Ortsvereine Oberhaid und Hallstadt an, Gerne marschiert bei solchen Anlässen auch die Freiwillige Feuerwehr  aus Unterhaid und Debring, die übrigens in diesem Jahr 150 Jahre alt wird, mit,  während die Staffelbacher Kameraden die Verkehrssicherung vorbildlich lösten.

Gern gesehene Gäste waren wie  seit vielen Jahren die Mädels des FC Viereth, die Tanzsportabteilung der SpVgg Stegaurach und des SV Dörfleins,  der Concordia Hallstadt oder die Dippacher „Gfruana“. Vielleicht über den Tellerrand sahen die Teilnehmer des Lauterer Gaudi Woang, bei denen nicht der Bauer eine Frau suchte, sondern auch eine Lanze für die heimische Landwirtschaft brachen.

Aus ganz Franken kamen die Zugteilnehmer, wie eine Faschingsgruppe aus dem Steigerwald, die Faschingsgruppe aus Eschenbach oder die Bamberger Landjugend.  Einfach nur Spaß haben wollten die Narren des CCO-Carnevalsclubs Oberhaid, die Wölfe suchten aber nur Koalas in Kostümen fanden. Ihre helle Freude hatten am Ende alle, egal ob es die Bewohner des AWO-Seniorenzentrums waren, die gut eingemummelt am Straßenrand dem bunten Treiben zusahen oder auch diejenigen, die nach dem immerhin 1,2 Kilometer langem Zug, der runde zwei Stunden andauerte,  bis zum Abwinken rund um den Dr. Hau-Platz weiter feierten. 

Erst am Abend kippte die Stimmung teilweise, die Polizei musste mehrfach eingreifen:

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