Rechtzeitig zum Auftakt der „Classic Rock Night“ am ersten Tag (28. August) des Sternenfestivals verzogen sich in Burgebrach die Regenwolken und die fast 2000 Konzertbesucher konnten trockenen Fußes den Festplatz betreten. Die Parkplätze und Zugangswege waren rund um das Gelände gut ausgeschildert, so dass alle Besucher bei angenehmen Temperaturen gut ihren Weg zum Geschehen finden konnten.
Bonfire brachten das Publikum beim Sternenfestival schnell auf Betriebstemperatur
Bereits ab 18 Uhr füllte sich der Platz mitten im Ort. Dem Opening Act Bonfire gelang es dann auch rasch, für gute Stimmung zu sorgen und das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Die Band aus Ingolstadt eröffnete das viertägige Musikfestival mit Highlights aus ihrer 50-jährigen Karriere zum Mitrocken unter dem Motto „Ready4Reaction“.
Aus der Gründungsformation hält immer noch Hans Ziller an der Gitarre das Feuer des melodischen Hardrock am Lodern. Der langjährige Sänger Claus Lessmann wurde vor drei Jahren durch den dynamischen Griechen Dyan ersetzt, der seine Röhre voll einzusetzen verstand.
Melodische Hardrock-Songs, angetrieben von zwei fesselnden E-Gitarristen dominierten den Sound, geprägt von groovenden Rhythmen und melodiösen Gesangslinien, wie sie auch auf der neuen Scheibe „Higher Ground“ zu finden sind.
Grave Digger spielten sich in Burgebrach durch ihre ganze Karriere
Der erste Tag des Sternenfestivals war insgesamt von Hardrock und Metal geprägt, mehr jedenfalls als von üblichem Classic Rock, wie er in den Bierzelten im Sommer zu hören war.
Schon der Name der zweiten Band Grave Digger verriet, wohin der Abend steuerte. Harte Kost für echte Metaller! Die bereits 1980 gegründeten „Totengräber“ aus Gladbeck treten immer noch mit ihrem Shouter Chris Boltendahl innerhalb des neu besetzten Metal-Quartetts an, um in einem Parforceritt durch ihre weit über 20 Alben durchzustarten. Dabei waren natürlich auch einige „Tunes of Wacken“. Überhaupt blieb das legendäre Metal-Festival im Norden Deutschland an diesem Abend ein bedeutungsvolles Thema.
Hat doch auch Doro Pesch in Wacken ihre größten Bühnenerfolge gefeiert und zusammen mit Lemmy Kilmister von Motörhead die Hymne „Love Me Forever" kredenzt. Ja, Doro, wie sie sich seit ihrer Trennung von Warlock 1982 und dem Beginn ihrer Solokarriere nennt, konnte sich als eine der ersten Frauen in der Metal-Szene durchsetzen.
Die Metal Queen braucht weder eigene Kinder noch Familie, denn die 61-jährige Veganerin in Lederkluft ist stets mit ihren Fans eng verbunden und rundum glücklich, wie sie immer wieder betont.
Bei Doro war die Stimmung in Burgebrach grandios
Ihr Weg führte die Düsseldorferin bis nach New York und Florida und jetzt auch nach Burgebrach zum Sternenfestival, wo sie von ihren Fans entzückt empfangen wurde. Auch ein ganz neuer Song mit aktuellem Bezug wurde vorgestellt: „Warriors Of The Sea“. Je mehr sich die Dunkelheit über den Festplatz senkte und die Sterne am Abendhimmel mit den bunten Scheinwerfern um die Bühne konkurrierten, umso größer war die Euphorie im Publikum.
Doro schenkte Burgebrach eine umjubelte Metal-Show voller Power mit Songs wie „Time For Justice“ und emotionaler Anrührung von „All We Are“ bis „Für immer!“
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