Auch wenn bekannte Akteure dieses Jahr mal pausieren, sind die zwei Prunksitzungen der Scheßlitzer Vereine ausverkauft und das Publikum lässt sich zu Beifallsstürmen hinreißen. Ein Augenschmaus war der Auftritt der vier Garden.
Die 43. Prunksitzung, die von Robert Schwarzmann hervorragend organisiert und von der Sitzungspräsidentin Sandra Lauth mit ihrem Elferrat souverän geleitet wurde, war gut besucht. Es herrschte eine Bombenstimmung. Die Ellerbachtaler Heimatklänge mit ihrem Dirigenten Tobias Mager begleiteten den Abend musikalisch gekonnt mit Liedern und Schunkelrunden.
Neuer Fitnesssport in Scheßlitz: Hobby-Dogging
Susi Müller und Michaela Zeck machten den Anfang der Sketche mit Hobby-Dogging, einem Spazierengehen ohne Hund, aber mit einer Hundeleine. Dabei fiel ihnen der Kirchplatz als Betonwüste auf. Für die vielen Baustellen wünschten sie sich den bald in den Ruhestand eintretenden Bürgermeister Roland Kauper als Baustellenführer.
Als Atze Blöder folgte ihnen Bernd Nüßlein, der die Zuhörer durch seine Witze zum Lachen brachte. Mit Fahrrad und Rollator gaben Kaplan Stefan Lunz und Gemeindeassistent Maximilian Schmid als Waltraud und Mariechen als Neulinge in der Schäätzer Bütt ihren Einstand. Ausführlich erzählte Waltraud von den vielen Handy- und Computerneuheiten, die ihre Partnerin immer mit anderen Sachen verwechselte.
Danach folgten Pfarrer Michael Gräf und Bürgermeister Roland Kauper (CSU). Als Heilige Drei Könige kamen sie aber nur zu zweit, da die anderen sich nicht von den Schäätzer Wirtschaften abseilen konnten. Als fünf Könige präsentierten sie die Bürgermeisterkandidaten für die Stadt Scheßlitz und nahmen sie akribisch unter die Lupe, aber ebenfalls andere bekannte Schäätzer. Die Zuschauer hielten sich den Bauch vor Lachen. Beim Abschiedslied sangen dann alle den Refrain mit: „Schäätz, du bist die Stadt, der ich die Treue halte …“.
So geht das Schäätzer Faschingslied
Dieses Jahr trat Diana Vogt, Wirtin der Schmittbräu, nicht allein auf, sondern hatte als Freund oder Lebenspartner Petra als verkleideten Peter mitgebracht. Der kommt aber ausgerechnet aus Giech, dem „verschmähten und belächelten Lieblingsort“ der Schäätzer. Als Windbeutelprinzessin und Giecher Dapp spielten sie ein verliebtes Pärchen mit den bekannten Schwierigkeiten zwischen Mann und Frau.
Mit dem Schäätzer Faschingslied: „Helau, helau, helau, wir Schäätzer sind gut drauf“, gesungen von Tobias Roth, Tobias Mager und Landtagsabgeordnetem Holger Dremel und von allen Fans mit Herz und Humor mitgesungen, brodelte die Halle.
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Die Lachmuskeln strapazierte nach längerer Pause wieder Julchen. Sie präsentierte sich fein herausgeputzt, denn sie wusste alles über Schminken, Liften der Lippen zu Schlauchbooten, über Altern und Demenz. „Deshalb tue ich alles dafür, dass ich nicht so alt werde“, verkündete sie freimütig. Für ihre deftigen Witze und kurzweiligen Beiträge wurde sie mit viel Applaus bedacht.
Visuelle Höhepunkte: die Garde- und Showtänze der Scheßlitzer Tanzsportgarde
Visuelle Höhepunkte der rund vierstündigen Veranstaltung waren aber die Garde- und Showtänze der Scheßlitzer Tanzsportgarde (Leitung: Christine Goppert) mit dem Showtanz „Fire“, des „Dream’n Dance“ (Tanja Fuchs, Conny Krapp, Barbara Hopf) mit Showtanz „Prison Break“ und der Dancing Queens (Sophia und Elena Roth) mit „American Cowgirls“.
Die Tänze der Funkenmariechen Alina Kohler, Daria Stern, Jana Beck, Judith Deinlein, Luisa Bächmann, Rosalie Herold, Lea Kroack und Anne Ziegler führten zu lauten Jubelrufen, vor allem der weiblichen Fans.
Diese rasteten aber aus, als ihre Lieblinge, die Helden in Strumpfhosen, die Männer aus der Feuerwehr, als verführerische, süße, blonde Barbies mit rosa Röckchen alles an Grazie und Männlichkeit mit Hebefiguren und Beineschwingen zeigten. Der Applaus für sie und ihre Trainerin Nicole Landvogt-Domsz war ohrenbetäubend.


















