Welterbe-Sightseeing
Die Top 10 Highlights in Bamberg
Klein Venedig Bamberg
Platz 6: Klein Venedig Bamberg
Foto: Maximilian Dorsch
Bamberg – Auf sieben Hügeln erbaut lockt Bamberg mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten zahlreiche Besucher an. Diese Highlights müssen Gäste gesehen haben.

1. Altes Rathaus, Untere Brücke, Obere Brücke und Altstadt 

Altes Rathaus
Impressionen aus der Welterbestadt Bamberg.
Foto: RRP (RRP)

Das Alte Rathaus in Bamberg zählt wohl zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Mitten in der Regnitz wird es von der Oberen und Unteren Brücke eingerahmt. Doch wieso bauten die Bamberger einst ihr Rathaus mitten in den Fluss? Der Legende nach wollte der Bischof von Bamberg den Bürgern nichts von seinem Grund und Boden für den Bau abgeben. Daraufhin rammten die Bamberger Pfähle in die Regnitz und schufen eine Art künstliche Insel, auf der sie das Gebäude errichteten. 

Das Rathaus wurde 1387 erstmal erwähnt und zwischen 1461 und 1467 in der Gestalt neu gebaut, die heute bewundert werden kann. Die Freskenmalereien an der Fassade wurden 1960 neugestaltet. Wer sich für historisches Porzellan interessiert, sollte unbedingt die Sammlung Ludwig im Innern des Baus besuchen. 

2. Klein Venedig

Klein Venedig
Die ehemaligen Fischersiedlung Klein Venedig liegt am linken Regnitz-Arm.
Foto: Katharina Bauer

Die ehemalige Fischersiedlung in der Bamberger Inselstadt wird „Klein Venedig“ genannt. Dicht gedrängt schmiegen sich Fachwerkhäuser mit kleinen Gärten und Bootstegen entlang der Regnitz aneinander. Am besten erlebt man Klein Venedig von einem der Ausflugschiffe aus – alternativ bietet auch das andere Ufer eine gute Sicht auf die Häuserreihe und viele tolle Fotospots.

3. Bamberger Dom und Bamberger Reiter

Der Bamberger Dom hat sich in seiner architektonischen Gestalt fast unverändert bis heute erhalten.
Der Bamberger Dom hat sich in seiner architektonischen Gestalt fast unverändert bis heute erhalten.
Foto: Michael Gründel

Oberhalb der Altstadt auf dem Domplatz steht der Bamberger Dom. Ein romanischer Vorgängerbau, der 1012 geweihte Heinrichsdom, fiel 1185 einem Feuer zum Opfer. Der spätromanische Neubau wurde 1237 geweiht und ist bis heute weitgehend erhalten. Besondere Highlights sind neben der Architektur die reichverzierten Portale und die Steinplastiken vor allem der Bamberger Reiter im Innern sowie das Kaiser- und Papstgrab. Das Grab von Papst Clemens II ist das einzig erhaltene Papstgrab nördlich der Alpen.

Mehr zum Bamberger Reiter lesen Sie hier: 

4. Neue Residenz und Rosengarten 

Der prunkvolle Kaiserraum in der Neuen Residenz.
Der prunkvolle Kaiserraum in der Neuen Residenz.
Foto: Barbara Herbst

Die Neue Residenz auf dem Domplatz wurde 1604 für die Bamberger Fürstbischöfe erbaut. In der Residenz können heute drei Prunkappartements mit hochwertiger Kunst- und Möbelausstattung, der barocke Kaisersaal sowie zwei Staatsgalerien mit Meisterwerken der barocken und altdeutschen Malerei besichtigt werden.  Im Innenhof haben Besucher vom Rosengarten einen schönen Weitblick über die Dächer Bambergs. In den Sommermonaten breitet sich in den über 70 Beeten eine herrliche Blütenpracht aus, die von Linden eingerahmt wird. Zahlreiche Bänke laden zum Verweilen ein.

5. Alte Hofhaltung

Alte Hofhalten
Im Innern der Alten Hofhaltung können Besucher die schönen Fachwerkbauten bewundern.
Foto: Ronald Rinklef

Die Alte Hofhaltung verkörpert die schöne Baukunst an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. Sie besteht aus ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden der bischöflichen Hofhaltung. Mit den hohen Renaissancegiebeln, der imposanten Pforte und dem schönen Inneninnenhof mit Fachwerkbauten diente das Bauwerk in jüngere Vergangenheit bereits mehrfach als Kulisse für Theater, Film und Co.

Im Inneren befindet sich zudem das Historische Museum. 1208 wurde in der Alten Hofhaltung mit dem Bamberger Königsmord Reichsgeschichte geschrieben. Damals ermordete Otto VIII von Wittelsbach, der Pfalzgraf von Bayern,  den römisch-deutschen König Philipp von Schwaben.

6. Altenburg

Altenburg
Von der Altenburg hat man bei klarer Sicht einen wunderschönen Weitblick.
Foto: Udo Seiß-Brandl

Auf dem höchsten der sieben Hügel in Bamberg finden Besucher die Altenburg. Gebaut wurde der ehemalige Zufluchtsort für Bamberger Bürger um 1100. Später diente sie als Anwesen der Fürsterzbischöfe. Etwa ab dem 16. Jahrhundert wurde das Gemäuer als Gefängnis genutzt. 1801 erwarb sie schließlich ein Arzt, der das zunehmend in Verfall geratene Bauwerk wieder instand setzte.

Von 1808 bis 1813 zog sich der Schriftsteller E.T.A. Hoffmann regelmäßig in eine kleine Klause in einem der Mauertürme zurück, die heute seinen Namen trägt. Bis 1982 lebten auf der Altenburg immer wieder Bären in einem Gehege - heute steht im Zwinger stellvertretend ein ausgestopfter Bär. 

7. Kloster Michelsberg

Die Klosteranlage Michelsberg
Die Klosteranlage Michelsberg
Foto: Bernd Deschauer

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Michael thront seit 1015 auf dem Michelsberg. Nachdem das Gotteshaus zunächst aufgrund eines Erdbebens und später nach einem Brand neu aufgebaut werden musste, erscheinen die mächtigen Gebäude heute im Barockstil. Ein Highlight in der Kirche ist der „Himmelsgarten“ – ein Deckengemälde mit 578 Blumen und Heilkräutern. Leider kann der Innenbereich derzeit nicht besichtigt werden, der Grund sind umfangreiche und langwierige Renovierungsarbeiten.

Doch auch die Außenanlage ist bereits einen Besuch wert. Die barocke Kirchenfassade mit Freitreppe, das Grabmal des Hl. Otto und das neugotische Netzgewölbe sind nur drei der zahlreichen Höhepunkte. Von der Terrasse hinter der Kirche bietet sich ein weiter Panoramablick über die Stadt. Ebenso zu empfehlen ist ein Rundgang durch den Michaelsberger Garten, ein barocker Terrassengarten mit einem Brunnen und zwei Pavillons. 

Ein Tipp für Weinliebhaber: Seit einigen Jahren wachsen an den Hängen des Klostergartens wieder Weinreben und Weinliebhaber können einen echten Bamberger Silvaner vom Michelsberg genießen.

8. Grüner Markt, Neptunbrunnen und Maximiliansplatz 

Maxplatz
Der Maximiliansbrunnen wurde 1888 von Ferdinand von Miller geschaffen.
Foto: Ronald Rinklef

Rund um den Neptunbrunnen – von den Einheimischen Gabelmann genannt – herrscht auf dem Grünen Markt stetig ein buntes Treiben. Eingerahmt von der Jesuitenkirche und den barocken Bürgerhäusern sind dort Gaststätten, Feinkostläden und Kaufhäuser. Von Montag bis Samstag findet in der Fußgängerzone zudem der Bauernmarkt statt. Marktkaufleute bieten dort Obst und Gemüse aus der Region an.

Auf dem Maximiliansplatz - unter Bambergern besser bekannt als Maxplatz - versorgen Essensstände die Besucher mit unterschiedlichen Köstlichkeiten. Über den Platz wacht die Skulptur von König Maximilian - König von Bayern. Er ist umringt von den Stadtheiligen Kaiser Heinrich, Kaiserin Kunigunde, Bischof Otto und dem Heiligen Georg.

9. Bambergs grüne Lunge - Der Hain-Park 

Hain-Park
Für die Bewohner der Stadt ist der Hain-Park ein wichtiges Naherholungsgebiet.
Foto: Pressestelle Stadt Bamberg

Für einen ausgedehnten Spaziergang im Grünen müssen sich Naturfreunde nicht aus dem Zentrum entfernen. Der Stadtpark mit Theresien- und Luisenhain sowie botanischem Garten lädt Touristen sowie Einheimische zum Lustwandeln ein. Vom Alten Kanal aus gelangt man entlang der Regnitz in wenigen Minuten in den Hain. Nicht nur Spaziergänger, Jogger und Radfahrer kommen hier auf ihre Kosten – auch Wassersportler können sich in den Gewässern auch ohne eigenes Equipment austoben.

Der Spielplatz im Hain ist eine beliebte Anlaufstelle für Familien und auf dem Bolzplatz können Fußballer zeigen, was sie können. Oder wie wäre es mit einer Partie Minigolf? Auch diesem Vergnügen können Besucher in der Parkanlage nachgehen. Für Wissbegierige bietet die „HainApp“ zahlreiche Information rund um das Erholungsgebiet und dessen Vegetation. Übrigens: Als Vorbild diente dem Hain-Park der Englische Garten in München. 

10. Gärtnerstadt mit Aussichtsturm und Gärtner- und Häckermuseum 

Gärtnerstadt
Verborgen hinter Häuserfassaden finden sich die Anbauflächen der Bamberger Gärtner.
Foto: Andreas Hub / laif

Gemüseanbau mitten in der Stadt? Bereits im Mittelalter waren die Bamberger Gärtner vor allem für ihr Süßholz über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Schmale, aber dafür sehr tiefe Grundstücke prägen bis heute die Bamberger Gärtnerstadt. Von der Straße aus nicht sichtbar befinden sich die Gärtnereien hinter der geschlossenen Häuserfront. Ein Besuch des historischen Stadtteils ist nicht nur aufgrund der vielen Ab-Hof-Verkaufsstellen lohnenswert, das Gärtner- und Häckermuseum erzählt die Geschichte des Viertels und von dem Aussichtsturm können Besucher erkennen, was von umliegenden Straßen nur erahnt werden kann.

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