Der TSV Burgebrach hat sein Meisterstück in der Bezirksliga Oberfranken West gemacht, und er hat es etwas überraschend schon am vorletzten Spieltag durch einen dramatischen 2:1-Sieg in Kemmern gemacht, der Niederlage von Sylvia Ebersdorf gegen den FC Coburg II sei Dank.
Wieder einmal bewiesen die Burgebracher den längsten Atem – das Siegtor durch Manuel Schwarm fiel in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Dieser Wahnsinn in der Crunchtime, in der absoluten Schlussphase eines Fußballspiels, sie hatte beim TSV Methode in dieser Saison.
Zu Hause gegen den TV Ebern machte man aus einem 1:3 durch Tore in der 84. und in der 95. Minute noch ein 3:3. Wiederum vor heimischem Publikum gegen den SV Friesen fiel der 1:0-Siegtreffer in der 89. Minute, der 1:1-Ausgleich im Rückspiel wurde in Minute 79 erzielt. Im Heimspiel gegen den FSV Buttenheim war es ein Strafstoß in der 95. Minute, der den 2:1-Erfolg brachte.
Bei der Reserve der DJK Bamberg fiel das Siegtor zum 3:2 in der 87. Minute, im Topspiel zuhause gegen Sylvia Ebersdorf kam der 1:1-Ausgleichstreffer in der 88. Minute. Und nun war es die 96. Minute, die den Burgebrachern das erlösende Tor zum 2:1-Erfolg in Kemmern einbrachte.
TSV Burgebrach: Last-Minute-Tore haben Methode
Nur einmal musste der TSV etwas von seiner eigenen Medizin schlucken: Am 22. Spieltag in Breitengüßbach standen die Zeichen schon auf einen weiteren Last-Minute-Erfolg dank des Treffers von Goalgetter und Spielertrainer Marcel Kutzelmann in der 88. Minute. Doch der Gegner kam in diesem Fall noch einmal zurück, Walter Epp traf zum 1:1-Ausgleich in der 93. Minute. Doch das ist nichts weiter als ein kleiner Fleck auf der sonst blütenweißen Crunchtime-Weste.
All diese späten Treffer ins Glück sorgten vor allem für eines: In der Mannschaft wuchs nicht nur das Selbstvertrauen, sondern auch die Gewissheit, jede Herausforderung bewältigen zu können. Eine Qualität, die absolute Spitzenmannschaften – egal auf welchem Niveau – auszeichnet. Das unschlagbare Bayer Leverkusen aus der Bundesliga-Saison 2023/24 lässt grüßen.
Und so verwundert auch die Bilanz nach 29 von 30 Spieltagen in dieser Saison nicht: Nur zwei Niederlagen stehen für die Mannschaft von Trainer Bernd Baier zu Buche. Da wären das 1:6 beim TSV Neukenroth am 4. Spieltag Anfang August. Zu diesem Zeitpunkt sah es beileibe noch nicht nach einem Burgebracher Durchmarsch aus. Und das 0:1 in Ebern im letzten Spiel vor der Winterpause.
Bernd Baiers Mannschaft zieht durch – aber Vorsicht!
Die restliche Ausbeute: 18 Siege und neun Unentschieden. Wer solch eine fast blütenweiße Weste vorzuweisen hat, ist verdient Meister und Landesliga-Aufsteiger. Den längsten Atem bewiesen die Burgebracher dank ihrer vielen Last-Minute-Treffer auch im Meisterschaftskampf.
Während vor allem der TSV Neukenroth und der FC Oberhaid im neuen Kalenderjahr in schöner Regelmäßigkeit strauchelten, zog die Mannschaft von Trainer Bernd Baier durch – ebenso wie die Sylvia aus Ebersdorf, die sich dank einer Erfolgsserie bis zum vergangenen Sonntag nicht entscheidend abschütteln ließ und im April im direkten Aufeinandertreffen kurz vor dem Sieg stand.
Nun darf eine historische Errungenschaft bejubelt werden: Es ist das erste Mal, dass die Burgebracher in die Landesliga hochgehen. Manuel Schwarm wird dank seines goldenen Treffers auf ewig mit diesem Erfolg verbunden sein. Dies gilt es zu feiern – um sich dann baldmöglichst für die neuen Herausforderungen zu wappnen. In der Saison 2025/26 heißen die Gegner nicht mehr SC Kemmern oder FSV Buttenheim, sondern DJK Bamberg oder FT Schweinfurt.





































