Basketball
Die Brose-Konstante: Weissenböck bleibt bis 2025
Gehört seit der Spielzeit 2010/11 dem Trainerstab von Brose Bamberg an: Stefan Weissenböck
Gehört seit der Spielzeit 2010/11 dem Trainerstab von Brose Bamberg an: Stefan Weissenböck
Foto: Archiv/Daniel Löb
Bamberg – Der 48-jährige Individualtrainer aus Österreich hat seinen Vertrag bei den Oberfranken langfristig verlängert.

Sieben deutsche Meisterschaften und fünf Pokalsiege: Stefan Weissenböck hat mit Brose Bamberg über viele Jahre auf nationaler Ebene fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Seit 2009/10 ist der 48-jährige Österreicher Mitglied des Bamberger Trainerstabs – und wird dies noch mindestens vier weitere Jahre sein. Denn wie der Verein am Donnerstag mitteilte, hat der zweifache Familienvater seinen Kontrakt, der ohnehin noch bis 2023 lief, vorzeitig bis 2025 verlängert. Der „Head of Player Development“ von Brose Bamberg ist bereits seit 2004 als Trainer in Franken (zuvor in Nürnberg) aktiv.

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„Es ist für mich der absolute Traumjob. Ich darf mit talentierten Basketballern und Spitzenspielern individuell arbeiten. Exakt diese Möglichkeit habe ich bei Brose Bamberg“, erklärt Weissenböck und fügt an: „Noch dazu habe ich die Chance, durch den Kontakt in die NBA und zum tschechischen Verband über den nationalen Tellerrand hinauszuschauen. Davon profitieren der Verein, aber auch ich persönlich, weil ich mich durch diese Verbindung ständig am höchsten Niveau orientieren und weiterentwickeln kann.“

Das vorläufige Vertragsende auf dem neuen Trikot von Brose Bamberg verewigt: Individualtrainer Stefan Weissenböck (rechts) mit Geschäftsführer Philipp Galewski
Das vorläufige Vertragsende auf dem neuen Trikot von Brose Bamberg verewigt: Individualtrainer Stefan Weissenböck (rechts) mit Geschäftsführer Philipp Galewski
Foto: Brose Bamberg

Neben seiner Tätigkeit in Bamberg ist Weissenböck als Individualtrainer bei den Brooklyn Nets in der nordamerikanischen Profiliga NBA aktiv. Vor der Pandemie war der Österreicher mehrmals pro Jahr vor Ort, um mit Stars wie Joe Harris individuell zu trainieren. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokio gehörte Weissenböck der Delegation der tschechischen Basketball-Nationalmannschaft an. Mit Tschechiens Ausnahmespieler Tomas Satoransky (Chicago Bulls) oder Österreichs bekanntestem Akteur Jakob Pöltl (San Antonio Spurs) arbeitet der „Wurf-Guru“ seit vielen Jahren zusammen. Nicht zuletzt Weissenböck ist es zu verdanken, dass viele ehemalige Bamberger Spieler wie Brad Wanamaker, Nicolo Melli oder Daniel Theis den Sprung in die NBA schafften. P.J. Tucker, mit dem sich Weissenböck in der Saison 2011/12 besonders intensiv auseinandersetzte, gewann in der abgelaufenen Saison mit den Milwaukee Bucks sogar die NBA-Meisterschaft.

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Auch wenn bei Brose Titelgewinne in den nächsten Jahren eher unwahrscheinlich sind, hat Weissenböck mit Bamberg mehr als nur eine Wahlheimat gefunden. Das kann auch Geschäftsführer Philipp Galewski bestätigen: „Stefan hat mir zu verstehen gegeben, dass er sich mit seiner Familie sehr wohl in Bamberg fühlt und langfristig zum Erfolg Brose Bambergs beitragen möchte. Für mich ist er seit vielen Jahren eine wichtige Person im Bamberger Basketball, seine Fähigkeiten als Individualtrainer sind weltweit bekannt.“

So fing alles in Bamberg an: Stefan Weissenböck (rechts) –  neben Christian Bischoff (Mitte) und Mirko Petrick – im Sommer 2007. Damals begann er als Individualtrainer für die Bamberger Perspektivspieler.
So fing alles in Bamberg an: Stefan Weissenböck (rechts) – neben Christian Bischoff (Mitte) und Mirko Petrick – im Sommer 2007. Damals begann er als Individualtrainer für die Bamberger Perspektivspieler.
Foto: Archiv/sportpress
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