Auf diese Reaktion hat das Burgebracher Umfeld gehofft. Drei Tage nach dem defensiv desolaten 1:4 gegen den FC Coburg am 31. Juli zeigte der TSV am vergangenen Samstag, wie er in der Landesliga Nordwest konkurrenzfähig sein kann. Bei der FT Schweinfurt nutzte die Mannschaft von Tobias Burger ihre Chancen, brachte gegen den Ball die nötige Einstellung mit.
Mit 6:2 gewann Burgebrach auf der Maibacher Höhe, selbst die Freien Turner erkannten an, dass das Resultat in der Höhe in Ordnung ging. "Wir haben all das umgesetzt, was wir in den Vorwochen nicht auf den Platz gebracht haben", freut sich Christian Trunk.
Der Teammanager hofft, dass der Brustlöser dem Team den Weg in die Zukunft aufgezeigt hat. Nur mit ähnlich konsequentem Verhalten auf dem Platz wird Burgebrach am Samstag (15 Uhr) bei Sylvia Ebersdorf eine Chance haben.
Fußball, Landesliga Nordwest
SC Sylvia Ebersdorf (3.) - TSV Burgebrach (15.)
"Ebersdorf ist klarer Favorit. Trainer Jakob Engelmann kenne ich sehr gut, die Mannschaft ist uns bekannt. Sie hat eine brutale Qualität, verfügt über viele erfahrene Einzelspieler", lobt Trunk die Gastgeber. Ebersdorf ist nach dem Bezirksligatitel schnell auf Landesebene angekommen, holte zehn Punkte in den ersten vier Spielen. Die in vielen Bereichen gut aufgestellte Sylvia ist kein gewöhnlicher Neuling, dessen ist man sich nicht nur in Burgebrach bewusst.
Doch der TSV bringt selbst Qualitäten mit, die im Nordwesten nicht jeder hat. "Der Gegner hat uns aufgefressen, Burgebrach hat uns vorgemacht, wie es funktionieren kann", sagte FT-Coach Benjamin Freund unserem Partnerportal anpfiff.info.
Sinnbildlich für den griffigen Auftritt stand das zwischenzeitliche 2:0 von Dominik Sperlein. Jürgen Endres gewann 25 Meter vor dem Tor den Ball, steckte sofort zum Mittelstürmer durch. Schweinfurt hatte das Nachsehen, Sperlein traf letztlich doppelt, Andreas Pfahlmann und Kapitän Phillipp Hörnes taten es ihm gleich, trafen ebenfalls je zweimal.
Den Sieg feierte die Mannschaft am Samstag geschlossen in der Schweinfurter Innenstadt, die Erlösung war groß. "Man hat der Mannschaft und dem Trainerteam die Erleichterung deutlich angesehen. Aber wir haben auch gesagt, dass dieser Auftritt künftig der Maßstab ist, gerade hinsichtlich der Basics und der Einstellung", sagt Trunk.
Defensive Fortschritte beim TSV Burgebrach
Mit zwölf Toren stellt der TSV nun die zweitbeste Offensive der Liga, 14 Gegentore bedeuten jedoch den Liga-Negativwert. In Schweinfurt musste Florian Dornbrack, der an seinem 36. Geburtstag das Burgebracher Tor hütete, zwei Gegentore hinnehmen.
Fortschritte sah Trunk trotzdem auch im Spiel gegen den Ball. "Wir waren besser und schneller in den Zweikämpfen, haben vieles gut wegverteidigt," lobt der Teammanager. Beendet sei die Entwicklung damit aber nicht. "Zu Null zu spielen wird nun die Aufgabe für die nächsten Wochen, dahin wollen wir kommen."
In Schweinfurt baute Burger die Startelf um, beorderte Jan Bäuerlein vor die Abwehr. Auf der Sechs löste er die Aufgabe gut, gewann neben Endres wichtige Zweikämpfe. Umso ärgerlicher ist, dass das Duo in Ebersdorf nicht dabei ist. Endres ist privat verhindert, Bäuerlein fährt in den Urlaub.
Die Ferienzeit wird eine Hürde für den TSV Burgebrach, das ist Trunk und den Verantwortlichen klar. Wohl auch deshalb ist Ebersdorf am Samstag tatsächlich der Favorit. Doch in Schweinfurt zeigte die Burger-Elf, dass sie ungeachtet der personellen Konstellation Gegnern Schmerzen bereiten kann.












