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Titelkampf Judo
Judoka Max Heyder zeigt seine Bestform
Die Freude über den sechsten deutschen Meistertitel ist groß.
Die Freude über den sechsten deutschen Meistertitel ist groß. // Thomas Wetzel, sportfotos24
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Litzendorf – Der Litzendorfer kürt sich zum sechsten Mal zum deutschen Meister in der Klasse bis 60 Kilogramm. Im Finale nimmt er eindrucksvoll Revanche.

Bei der deutschen Einzelmeisterschaft der Frauen und Männer im Judo wurden dieMänner der Nationalmannschaft im Jubiläumsjahr der 100. deutschen Einzelmeisterschaft zur Teilnahme verpflichtet, so dass ein hochkarätiges Teilnehmerfeld garantiert war. Max Heyder vom Judo-Club Naisa nutzte die Chance, sich in der Gewichtsklasse bis 60 kg zum neunten Mal seit 2018 bis ins Finale vorzukämpfen und sich mit dem sechstel Titelgewinn erneut an die Spitze der nationalen Elite zu setzen.

In der Vorrunde bezwang er Samuel Mendel vom Judo-Sportverein Speyer mühelos mit einer mittleren Wertung (Waza-ari) für eine Selbstfalltechnik und anschließenden Haltegriff vorzeitig nach nur einer guten Minute. Und auch Erik Grinkin vom JC Bottrop 66 bereitete ihm keine nennenswerten Schwierigkeiten. Ihn schickte er mit einem linken Schulterwurf (Seoi-nage), der mit Ippon bewertet wurde, nach 50 Sekunden vorzeitig von der Matte.

Blatt wendet sich in der Verlängerung

Erstmals im Halbfinale war Heyder gefordert, als er auf seinen Nationalkaderkollegen Maxim Taran vom Judo-Club Hennef traf. Taran gab erkennbar alles, um der deutschen Nr.1 dieser Gewichtsklasse den Finaleinzug streitig zu machen. Während der regulären Kampfzeit kam es so zu mehreren gefährlichen Situationen für Heyder. In der Verlängerung (Golden Score) wendete sich jedoch das Blatt, und Taran geriet durch einen harten Griffkampf immer mehr unter Druck. Nach einem gefährlichen Abtaucher-Ansatz Heyders, aus dem sich dessen Kontrahent gerade noch herausdrehen konnte, folgte ein schnell angesetzter Fußwurf (Ko-uchi -gari), der Taran auf die rechte Körperseite fallen ließ und den Sieg durch eine Waza-ari-Wertung bedeutete.

Damit stand Heyder im Finale seinem Trainingspartner am Olympiastützpunkt Großhadern, Nicolas Kutscher, gegenüber. Die beiden bestritten bereits das Finale im Jahr 2024, aus dem der noch junge Nicolas Kutscher damals überraschend als Sieger hervorging. Damit war nunmehr die Revanche fällig. Heyder ließ von Anfang an keinen Zweifel daran, wer dieses Mal die Matte als Sieger verlassen würde. Mit hoher Intensität und ohne taktisches Vorgeplänkel starteten beide in die Begegnung. Bereits nach wenigen Sekunden bot sich für Heyder die Chance einer Aushebetechnik (Ura-nage), die Kutscher jedoch abwenden konnte.

Kurz darauf folgte aber bereits der kampfentscheidende Schenkelwurf (Uchi-mata), durch den der deutsche Meister des Jahres 2024 schwungvoll auf den Rücken befördert wurde. Mit Ippon nach 23 Sekunden im Finale gelang Heyder so eine kleine Sensation und der – bislang einmalige – sechste Titelgewinn in dieser Gewichtsklasse. Die Bundestrainer hoffen nun, dass Max Heyder seine derzeitige Hochform auch beim Grand Prix in Qingdao/China auf die Matte bringen kann, um dort wertvolle Weltranglistenpunkte zu sammeln.

 

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